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Volltext: Alte und Moderne Kunst XXVI (1981 / Heft 176)

irenhaut, Stift Zwettl, Archiv Hs. 3, fcl. 8r. Stamm- 
ium der Kuenringer, Ausschnitt: i-Gertrud und Had- 
ar l., Gründer von Stift Zwettlii 
bei (AT), 1411. Zwettl, Stiftsbibliothek I COd. B1, fol. 
colaus de Lyra, Expositio psalmorum, 1426. Wien. 
zhottenbibliothek I Ood. 115, fol. 202r 
rich Richental, Das Konzil von Konstanz, um 1470. 
.önig Sigismund mit der goldenen Roseur Wien. 
slerreichische Nationalbibliothek I Cod. 3044, lol. 
v-62r 
rich Richental, Das Konzil von Konstanz, um 1470. 
ronleichnamsprozessionm Wien, Osterreichische 
itionalbibliothek I Cod. 3044, fol. 75r 
rich Richental. Das "Konzil von Konstanz, um 1470. 
rotbäckem Wien, Osterreichische Nationalbiblio- 
ek I Cod. 3044, fol. 48V 
eichnung und Pinselillustration erhalten." 
aildliche Wiedergabe von alltäglichen Lebens- 
ahnheiten hat ihre Wurzeln in der oberitalieni- 
in Buchmalerei (Lombardei) um 1400, und 
' in den illuminierten Exemplaren des Tacui- 
Sanitatis-Textes (Buch der Gesundheit; vgl. 
i Wien, Cod. Ser. nov. 2644, fol. 45V)!" Unter 
Einfluß des südlichen Raumes ist diesbezüg- 
die Umsetzung in die realistische, derbe und 
stümliche Kunstsprache der süddeutschen 
tillustration zu verstehen." 
von Oberitalien ausgehende realbezogene 
mung hat auch den böhmischen Raum erfaßt. 
lrund des religiösen Hintergrundes hatte Böh- 
iedoch eine eigenständige Haltung zur realen 
insauffassung. Ein Zeugnis wahrheitsge- 
ar Umweltschilderung sind die zwölf Stände- 
tellungen in kolorierter schwarzer Federzeich- 
1 auf Papier, die in eine Handschrift aus der 
an Hälfte des 15. Jahrhunderts eingeklebt 
(Prag, Kapitelbibliothek St. Veit, G 42) (Abb. 6) 
von der Prager Hofminiatorenwerkstatt nach 
ihergestellt wurden." Die zwölf Illustrationen 
liefern die Stände mittelalterlicher Gesell- 
tft nach Jacobus de Cesulis: De moribus et of- 
sviventium; König, Königin, Ritter, königlicher 
lt, Bauer, Richter, Schmied, Kaufmann, Arzt, 
'elspieler, Bademagd. 
t Zisterzienserorden von Zwettl erklärt sich 
Anwendung von Gebrauchsschriften (Predig- 
Traktate) wohl auch zusätzlich durch das 
halten an der Forderung nach einfacher Aus- 
Jng wie auch aus wirtschaftlichen Erwägun- 
da gerade in der ersten Hälfte des 15. Jahr- 
lerts die Existenz des Stiftes gefährdet war. 
rerwüstung des Stiftes durch die Hussilenein- 
, besonders 142611427 unter der Führung 
richs von Plass," bewirkte außerdem im 
tler Skrlptorium eine weitgehende Reduzie- 
der Schreibtätigkeit. Der Zwettler Abt (1646 
1671) und Historiograph Bernhardt Linck" 
dert das Ereignis folgendermaßen: n... Circa 
zrkungen 39, 40 s. Text S. 10 (Anm. 23-38 s. S. 7) 
Drobnä, Der Jenaer Kodex, Eine hussilische Bildsatire vom 
de des Mittelalters. Prag 1970. Der lllumlnator der reich mit 
tlaluren ausgestatteten Handschrift ist Janlöek Zmllelv aus 
tek. - Eine weitere, dem Jenaer Kodex ähnliche Hussiten- 
wdschrift befindet sich lrl der Universitatsbibllolhek von Gül- 
gen mit der Signatur M55. Theol. 182 von ca. 1464. 
Jnterklrchar (Anm. 26) 90. 7 H. Merihardt (Anm. 26) 851 - 852. 
H. L. Werneck, Das Kräuterbuch des Johannes Hartlleb, Eins 
JiSChe Bllderhandschrift aus der Mitte des 15. Jahrhunderts. 
.9. v. F. Speta, sie; 1980, ss e 4a. 
 
ortum soll's Hussilae unanimiler urgentes cum ra- 
to exercitu ad Monasterium Zwell properabant per 
totam diem ubi moranfes monasterium Iunditus 
comburant poriiler murcs e! omnes domus pisreri- 
nae, granariorum, abbatum, hcspifum, hospitale, 
et chorum cum omnibus capellis er altaribus, reli- 
quitam-r Die Ausartung der Greuelhandlungen ist 
zeitgenössisch nur in vereinzelten Beispielen 
überliefert. In einer Hussitenbibel des zweiten 
Viertels des 15. Jahrhunderts (Prag, Universitäts- 
bibliothek, Ccd. XVII A 34) (Abb. 7) ist auf fol. 115r 
in Federzeichnung eine Randdarstellung der 
Schlacht zwischen den Hussiten und Kreuzrittern 
abgebildet." Die beiden Kampfgruppen von Rei- 
tern und Fußvolk bilden in sich geballte Blick- 
punkte. Die ganze Harte der Kampfhandlungen er- 
läutert die Darstellung eines Kupferstichs der 
Sammlung Rothschild (Paris, Louvre), die vermut- 
lich von einem bayerischen Künstler um 1430 
stammt (Abb. 8). Von Lilii Fischel wurde die i-Gro- 
ße Schlachtu als Kopie einer auf eine niederländi- 
 
 
 
 
sche zurückgreifende Vorstufe angesehen, nach- 
dem die Darstellung bislang als "Burgunder- 
schlacht-r gegolten hat." Fischel und später 
Ch. Sterlingß haben schließlich die Komposition 
als Hussiten-Bataille identifiziert. Links im Bild ist 
das von den Hussiten schwer bedrängte Kreuzrit- 
terheer (Fahne: Löwe), rechts das Hussitenheer 
mit der i-Gansu als Fahnensymbol erkennbar. Die 
in drastischen Einzelszenen geschilderte Kompo- 
sition ist streumusterartig auf der aufgeklappten 
Bildfläche mit hohem Horizont verteilt. Waffen, 
wie Lanzen, die Wagenburg, große und kleine Tart- 
schen sind strategische Kompositionselemente. 
Verstreute Gliedmaßen, die von Hunden gefres- 
sen werden, veranschaulichen ein abschrecken- 
des Beispiel der Zeit. Der auf den Betrachter zie- 
lende Armbrustschütze ist in Werken der süddeut- 
schen Malerei und Graphik zu finden, etwa in der 
Kreuzigung von Benediktbeuern (München, Alte 
Pinakothek; Bayern um 1440)." Entsprechend Mo- 
tiven im Kupferstich" beinhaltet die Kreuzigung 
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