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Volltext: Alte und Moderne Kunst XXVI (1981 / Heft 177)

ar also die Forschungsiage bis 1970 und hat 
seither nicht geändert. 
an Umfang von Rohdes Tätigkeit zu erfassen, 
nan bisher, wenn sich die Gelegenheit einer 
ireibung bot, bloß auf die von Arens veröf- 
chten Reproduktionen des Sekretärs von 
28 angewiesen, da ihm wegen seiner reichen 
ration und besonders wegen der Signatur ei- 
itscheidende Schlüsseisteilung im Qeuvre 
leisters zukommt. 
eser wird sich meine freudige Überraschung 
allen können, als ich vor einigen Jahren, an- 
h einer Besichtigung der Reprasentations- 
a des Palais Liechtenstein in Wien, plötzlich 
am als vermißt geltenden Schrank von Rohde 
.' Es konnte kein Zweifel bestehen, daß es 
im das von Arens abgebildete und beschrie- 
Möbel handelte, zumal sich die Signatur - 
äitig unter Glas gerahmt - in einer Lade vor- 
ltte sich denn der Zufall, wie so oft, als der 
Helfer der Wissenschaft erwiesen. - Aber 
eb nicht bei dem einen Mal. Als mich einige 
päter ein Besuch in das Haus des bekannten 
sammlers Rudolf Kremayr führte, fand ich 
einen weiteren Schreibschrank (Abb. 5- 10), 
it dem Liechtensteinischen Exemplar so viel 
zhkeit aufweist, daß er nahezu als Gegen- 
und darum unzweifelhaft als ein Werk von 
Rohde gelten kann. 
ufbau der beiden Möbel ist mit Ausnahme 
.onstruktion des Schreibfachs im wesent- 
l der gleiche. Am Liechtensteinischen 
nk liegt die Verschiußplatte nicht schräg, 
irn waagrecht auf und wird zudem wie ein 
ndeckel nach rückwärts hochgeklappt. Um 
tikaier Position fixiert zu werden, benötigt 
1e Verstrebung. Diese ist an der Innenseite 
 
irelbschrank. Ludwig Heinrich Rohde, Mainz. Da- 
t 1725- 1726 und signiert (Abb. 4). Splegel mlt ge- 
inlttenem und geschlittenem Dekor aus der Entste- 
igszeit. Maße: 194,5x109x69 cm. Sammlung des 
ilerenden Fürsten von Liechtenstein, Wien 
ztites Haupt (Seitenwand) vom Aufsatz des Schreib- 
iranks Abb. 1 
telmotlv der Deokplatte des Schreibiachs von 
J. 1 
natur des Schreibschranks Abb. 1 
irelbschrank. Ludwig Heinrich Ruhde, Mainz, nach 
6. Maße: 194x107x61 cm. Sammlung Rudolf Kre- 
yr, Wien 
irelbschrank Abb. 5 geöffnet. Die Bodenplatte zwi- 
ien den Seitenladen des Schreibfachs laßt sich zu- 
kschieben und gibt ein Fach frei, das vier Laden 
hält; zwei frontal, je eine an den Seiten (z.T. geötfl 
l 
kungen 1 - 5 
Arens, Melsterrlsse und Mebel der Mainzer Schreiner. 
z 1955, s. sor, Tafel 150, 151. 
rich Kreisel, Die Kunst des deutschen Mbbels, au. 2, Mun- 
1970, S. 110: l-Nltschke  war Beamter des Kurfürsten.- 
rel, 1.3.0. S. HOL, Anm. 209. Eine wellere Abb. des Schran- 
lndet sich bei: Ludwig Baron Ddry-Jobeheza, Ein Kabinett. 
ank mit Ellenbelnkruzlfixus im Rheinischen Lendesmue 
l, In: Bonner Jahrbuch, Bd. 166, Bonn 1966, S. 454-473, 
B. 
lleeer Stelle mochte Ich S, D. dem Regierenden Fürsten 
z Josef ll. meinen aufriohtigsten Dank dafür aussprechen, 
er mlr In großzügiger Weise die Genehmigung erteilte. die 
al des Wiener Palais besichtigen und gegebenenfalls publi- 
n zu dürfen. 
rr ist die Signatur seit damals in Verlust geraten, doch be 
lt sich eine Fotografie derselben ln der Direktion der fürstli- 
Semmlunq In Vaduz in Verwahrung, - Auf dem Passeper- 
um den Zettel Steht 7 niDht von Randes Hand. sondern 
a1 geschrieben: rElferrbeln-Pracht-Tressour betreffe - Lt. 
xel. l.a.O., S. HD. bezeichnete man in't 18. Jh, einen 
elbechrank eigentlich als -Canf.dr-, während man unter nTrl- 
einen Kommodenschrenk mit Aufsatz verstand. Scheinbar 
man es mit der differenzierenden Anwendung dieser Termi- 
:ht so genau.
	        

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