MAK

Volltext: Alte und Moderne Kunst XXVII (1982 / Heft 180 und 181)

„ab-ß  .. .'1'I',u:u'i2l.i:'- 
':2;"" 7..... .-l?.',it.'at1l01" ß 
inband, Periode I, ca, 1450-1475. Hs. b IV 41 (VD) 
inband. Periode II, ca. 1475-1520. Hs. a XI B (VD) 
rerkungen 1-9 
rsorrders bedeutsam waren daiur die Auisätze: Zur Elhbürldkurißi 
S Saiznurger lllumiriaiors Ulrich Schreier. Gurenbergslahrbucn 
59, 234-253: Der Saizburger Einbandsirl Ulrich Schrerers. 
rtenbergslahrbucn 1960, 371-379. und D19 Lederscnnittbände 695 
lzburger lllurvlirialdrs Ulrich Schreier (Llr den Erzbischof Bernhard 
n Rohr. AICIIIV für Geschichte 1195 BUCIIWSSGHS 5 (1964). 734-775. 
itische Einbände mit Kopistampeldekoration BUS der lnkunabsi- 
mrnlung der Österreichischen Nationalbibliothek GUIBIIDGIQ-Jälir- 
cIl 1962, 474 I. 
0.. 475. 
0.. 475: nur die Stempel 2, 6 und 15 gehören auch zum Siempeibe- 
tnd der Saizburger Werkstatt, 
erliene Einbinden steht hier und auch im iolgenden 1D! die im 
uck beiindliche Publikation: P. Wind, Die verzierten Einbände der 
ndschriften der Erzabtei St Peter zu Salzburg bis 1600. Unter Mit- 
xeit von G. Hayer. Varofferrlllcnungen der Kommission für Schrift- 
ri Buchwesen der sterrelcnischen Akademie der Wissenschaften, 
ihe III, Bd. 1. Belheft.) Wien 1982, 
mnabula li'i the Library oi Congress. iormeriy III the Berredlctine Mo- 
stery oi St. Peter in Salzburg, in: Vortrage des VI. lnt Kongresses 
r Bibliophilen. Wien 1969 (52 JBITIESQEDG der Wiener Bibiiophilen- 
selischaft). Wien 1971, 21-35. 
Anm. 5. 
l. dazu auch E. Kyrlss, verzierte gotische Einbände im alten deut- 
ten Sprachgebiet. Tafelband l Stuttgart 1954, Werkstatt Nr. 27. 
iSe Gruppierungsicrm wurde In Salzburg erstmals In der Werkstatt 
Qßlnlnlßlß alnnAllihn 7.... . e a... zahme... a... 1..... rs v m k w. 
gensburg (vgl. Hs. b Vll 3)' oder auch in Asbach (vgl. 
die Einbände, München, StB, Clm 2776 und 2818), 
schon vor U. Schreier das Kopfstempeidekor Verwen- 
dung fand. Freilich war es dort noch in urtümlicher 
Form vorhanden, und die meist gerade geführten 
wBlattadernr und die mit Hilfe von derben, dickhalsi- 
gen Kopfstempeln gebildeten Blattkonturen konnten 
nur selten einen naturhaften Eindruck eines Blattgeiü- 
ges erzeugen. Auch gab es in diesem Raum noch an- 
dere (vgl. z.B. die Einbände, München, StB, 2' inc. 
c.a. 13289 und 2208d) z.T. klobige, massige Kopi- 
stempelformen (vgl. die Einbände, St. Peter, lnk. 586 
und München, StB, 2' inc. ca. 13306), die in ihrer Ur- 
tümiichkeit wohl als Überbleibsel jener erdhaften, 
schweren Motive zu werten sind. die besonders gern 
in Werkstätten Niederbayerns verwendet wurden, 
aber mitunter auch noch in Oberbayern zu finden wa- 
ren. Auch die anderen bevorzugten Kompositionsfor- 
men dieser Periode, wie das Aufsetzen von Lilien an 
zentrale Rosen (s. Abb. 2 und Einband der Hs. a XI 1).' 
das Zusammenstellen gleicher oder auch gegensätzli- 
cher Motive zur Betonung wichtiger Punkte (vgi. die 
Einbände der Hss. a Xi 1 und a Xi 4), die Bildung von 
Friesen (vgl. Abb. 2 und Einbände der Hss. b VII 14, b 
VI 3G und b VIII 27) oder Astrankenbordüren (z. B. a XII 
4 und b II 16). ermöglichten ähnlich wie das Kopfstem- 
peldekor die Schaffung übergreifender, umfassender 
Motiveinheiten. Die zuletzt genannte Form der Astran- 
kenbildung ist übrigens auch schon in den vorhin er- 
wähnten bayerischen Benediktinerwerkstätten anzu- 
treffen (vgl. die Einbände. München, StB, Clm 5832, 
5969 und 2' inc. c.a. 125a), wo es auch ähnliche 
Biatt- und Fruchtmotive (vgl. die Einbände, München, 
StB, Clm 3302, oder St. Peter, ink. 586) wie in St. Peter 
gab. Auch in den mit Blattbüschein besetzten Rauten- 
ranken (s. Verzierte Einbände, Stempel Nr. 200) der 
Spatzeit dieser Periode ist der Einfluß der Benedikti- 
nerwerkstatten unverkennbar (z. B. Einband. Mün- 
gleichen Motive der vergleichbaren Salzburger il 
statten (vgl. verzierte Einbände. Werkstätten Salz 
IV und V) lilienfdrmige Aufsätze tragen und z.T.] 
der Nürnberger Werkstätten gleichen. 
Speziell geprägt und in seiner Zuordnung genau 
niert ist der Stempeischatz dieser Periode durcl 
Gebrauch von besonderen Eignerzeichen wie 
Spruchband ns benedlu (vgl. Abb. 5, Nr. 18, unc 
bande der Hss. a I 24, a li 34 und b il 39) und der E 
diktusmandorla (vgl. Abb. 5, Nr. 20, und Einbändr 
Hss. b. VII 4 und b VII B). 
Versucht man im Anschluß an die kurze Charakte 
rung des Einbandschmucks der Werkstatt von S1 
ter in der vorliegenden Periode noch einmal au 
Einflüsse anderer Werkstätten einzugehen. so sp 
sofort die Abhängigkeit von der schreierschen V 
statt ins Auge. die bis zur unsymmetrischen Ar 
nung der Stempel reicht und sich auch in der i 
nehme zweier Motive aus der Gruppe Schreier Ii 
Verzierte Einbände. Stempel Nr. 279 und 327) 2 
Andererseits ist auch dieser Einliuß begrenzt. d: 
Zusammenhang der schreierschen Werkstatt mi 
2. Salzburger Werkstatt viel größer ist und sich . 
in der Ausbildung ähnlicher Motive (s. Verzierte 
bande, Kurzcharakteristik der Werkstatt Salzbu 
sowie in der Übernahme von Motiven der Gn 
Schreier lil (z. B. Einbände, Salzburg, u B, W ll 
und 365) auswirkt. Da aber zu den weiteren Salz 
ger Werkstätten des vergleichbaren Zeitraums 
Verzierte Einbände, Werkstätten Salzburg ll-V) i 
Verbindungen festgestellt werden konnten. gev 
der schon in mancher Hinsicht nachgewiesene 
fluß der Werkstätten der bayerischen Benediktine 
te, vor ailern was die Wahl und Ausbildung der Mr 
betrifft, immer größere Bedeutung. 
Periode lll, Ende 15.lAnfang 16, Jh. 
Der Motivschatz der vorliegenden GruDDe von Ein
	        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.