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Volltext: Alte und Moderne Kunst XXVII (1982 / Heft 182)

 
 
Mensch ist in der Pubertät ein Ausgeselzter, und 
iat episch, Kokoschka lyrisch und visuell die Arw 
ien der neuen Epoche lur diesen Zustand ge- 
Holrnannsthal-Generation gab es die Fruhreif- 
nden, hier bei O. K. und Musil stehen die Naiven 
s, deren Ausgesetztheit existenzielle Angst ein- 
)er MusikerArnold Sch nberg hat den Begriit der 
izfpation der Dissonanzrr geprägt, um den revolu- 
en Akt im Aufgeben clerTonalilät anläßlich seines 
Zyklus Das Buch der hängenden Gärten 1908 zu 
(terlsieren. Die Dissonanz karn voll zum Aus- 
, als Kokoschka auf der Experirnentierbühne der 
erwähnten Kunstschau im Sommei lQOB von Kornrnili- 
lonen der Akademie den Einakter rtMorder Haftnting 
der Frauenrt aufführen ließ. Archetypische Figuren 7 
lediglich als iiDer Mann", "DIE Frauii, "Kfl erii, tiMad' 
cheni gezeichnet - dringen in wild sexuell gefärbter 
Verstrickung aufeinander ein. Das ist alles. und die 
Schreiederverzweileltenfolgen keinernachvollziehba- 
ren Handlungslogik.Esist,alshättederDichterO K ein 
modernes Mikrophon über einen Haulen antiker Anti, 
lielden gehalten, aus denen sich e ie einsame von 
Furcht gepeinigte männliche Gestalt löst, die arn Ende 
von der aulschreienden Frau in noch tiefere Verzweifr 
lung getrieben wird, bis er alles uin sich hinrnordet 
"Ffalf lch will dlch nicht leben tassen Dul 
Du schwachst rnich 7 
ich tote dich u fesselst michl 
Dich ling ich ein f und du hallst rnichl 
Laß laB von rnir - Urriklarnnierst mich 7 
wie mit eisernen Ketten 7 
erdrosselt - los e Hillel 
Ich verlor den Schlussel, der dich festhielt 
Krieger und Mädchen Der Teulell 
Bäridigt ihn, rettet euchl 
Rette wer kann e verlorenlri 
Das ist bereits relnstesAlvtionstheater, dieeigerit 
Akteure sind die Triebe Gefühle, Vorstellunge 
seelischeProzeßistdie Handlung. Das ist schärl:
	        

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