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Volltext: Alte und Moderne Kunst XXVII (1982 / Heft 182)

JKUflSl der Aursteiiung der Epnesosiunde ange- 
rt werden mußte: die Stücke kamen - wie die 
ischen - aus österreichischen Ausgrabungen 
rigen Jahrhunderts. Sie entstammen demselben 
rreis. und sie sindArchitekturteilevon hoher Qua- 
e aus den Depots ans Licht der Öffentlichkeit tre- 
ißten. 
der größten Probleme stellte der Transport der 
rgewichtigen Objekte der Architektur, der Sta- 
nd insbesondere der bruchgefährdeten Parther- 
idar. Aber nicht nur technische. sondern auch fi- 
lle Probleme ergaben sich, da die Kostenschät- 
ica,2,5MillionenSchillingbetrugen. Besonderer 
iiltdaherder Luftschutztruppenschuledes Öster- 
chen Bundesheeres, das den gesamten Trans- 
istenlos durchführte und unseren Restauratoren 
ellung beim Aufbau der Architektur leistete. Die 
ate mußten zum Teil aus schwer zugänglichen 
äumen des Kunsthistorischen Museums geho- 
im Heldenplatz geschafft und dort, weil die Stie- 
r Neuen Burg dem Gewicht nicht standgehalten 
mit einem 40-Tdnnen-Autokran, den die Wiener 
vehr zur Verfügung stellte, durch ein Fenster in 
istellungsraumedes1.Stockwerkes gehievtwer- 
eben den Aufstellungsarbeiten wurden 1978 die 
1er Beschriftungen. des Kataloges und des Bu- 
Ephesos - Weltstadt der Antikes fertiggestellt, 
ikumenlation und ein Buffet eingerichtet. Am 
zember war es soweit: das Ephesos-Museum 
unter dem Ehrenschutz des Herrn Bundespräsi- 
Dr. R. Kirchschlager eröffnet. 800geladene Gä- 
i dem ln- und Ausland waren anwesend. 
}ll1l'l des neuen Museums steht eine Architektur- 
les Artemisionaltares". Es handelt sich um Teile 
irinkos, der prunkvoll ausgestatteten Umfas- 
iauer des Opferaltares des Artemistempels. der 
rtum zu den Weltwundern gezählt und nach der 
tiftung des Herostrat im Jahr 356 v. Chr. wieder 
et wurde. Auf derselben Stelle stand der Kolos- 
der archaischen Epoche, hier hatten um 1000 
die koionisierenden Griechen die Kultstätte der 
chischen Muttergöttin und Beherrscherin der 
phesiavorgefunden ImLaufderZeitidentiiizier- 
die ionischen Griechen mit ihrer Artemis, die 
indete Amazone vom 
isionaltar, 2 Hälfte 
v Chr 
eathlet. Kopf, 
:he Kopie nach grie- 
iem Original der Zeil 
OISQD v Chr 
oriries. Schlacht ZWl' 
Griechen und 
am, nach 167 v Chr 
ingen 4 - 9 
er in Ouri 49, Beinen 2, 
'f.,Abb. i li , Oberleilnel. 
aus EptiesOS und Samo- 
S. 66 ff ,Abb, 4B ff 
.8 42 fl.,Abb. 2a ii.. 
lf.,Abb.106 ii. 
nwaiitier) 
.s SOVLKst Nr.1 ii. 
ff. (A. Bamrner) 
.s 95ff,Kzt mesti. 
n. (A. Hammer) 
4 
ner von Pergamori lll i 
ieos), lll znsto). 
nicht nur Jagdgöttin, sondern ebenfalls Natui 
war. 
In der2. Hälfte des4. Jahrhunderts v. Chr. wurd 
ge der Wiederaufbauarbeiten der vor dem Ten 
hende Opferaltar mit einer prunkvollen Umfa 
mauer versehen. von der eine lnnenecke im E 
Museum aufgestellt ist; sie besteht aus einem 
der mit einem Lattenzaunornament. einem M 
band und einem figürlichen Fries geschmückt 
diesem ist nureine verwundete Amazone(Abb. 
ten, die ermattetden rechten Arm aufden Kopf lt 
über erhob sich eine ionische Säulenhalle. 
lm Ephesos-Museum gelangt man über eine re 
tative Stiegezu den Raumabschnittemwelche E 
chitekturstücke und die Bauteile des großen T 
von Ephesos aufgenommen haben. Dann wei 
der Blick in einen großen Saal. an dessen Wan 
nahezu 40 Meter langen Reliefbänder des Par 
numentes stehen und in dessen Apsis die Arc 
des Oktogons bis zum Gewölbescheitel ern 
(Abb, 1). Das Oktogon (Abb. Gfisteinachteckigi 
sches Marmorgrab, dessen Kernbau von einerl 
schen Säulenstellung umgeben ist. im Sockel t 
sich die Grabkammer, in der in einem Sarkopf 
Skelett eineretwa 20iährigen Frau aufgefunden 
Eine Seite des Achtecks konnte im Ephesos-lv 
wiederaufgerichtet werden. 
EinerderSchwerpunkte der Neuaufstellung ist. 
los das Partherdenkmalß, das aus Anlaßdes rön 
Sieges im Krieg gegen die Parther (i61-i65 n.t 
Ehren des Kaisers Lucius Verusum 170n. Chr. e 
wurde. In fünf Themenkreisen wird der Herrscl 
den Oberbefehl uber die romischenTruppen ini 
und der in Ephesos sein Hauptquartier aufgesc 
hatte, verherrlicht; erste wichtige Begebenheit 
nem Leben ist seine und des Mark Aurels Adoptio 
Antoninus Pius im Jahr 138 (Abb. 4). Zentrales E 
ist die Schlacht, ein wildes Gewoge kämpfender 
und Barbaren (Abb. 5), Ein heftig bewegter baroc 
f stark beeinflußt von dem mehr als drei Jahrhi 
zuvor entstandenen Zeusaltar von Pergamong 
sich dem Thema an, während die Personen de 
tion in feierlicher Ruhe repräsentieren. Thema 
Lucius Verus umgeben von Stadtpersonifikatioi
	        

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