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Volltext: Alte und Moderne Kunst XXVII (1982 / Heft 183)

7. L. Lücke. nAllegorie des Herbstesu. Tmelaufsatz, Wien. 
wingrad, Slaamche Eremitage 
7. L. LückemFlohbemw Wien NewYorkTheMetropolnan 
seum of Art, Gift o! Irwm Untermyer. 1964 
I. L, Lucke. wTabaksdoseu Wwen. Paris, Privatbesxtz 
7, L. Lücke, Waidmessergnll. Wien Englischer Pnvalbe- 
 
ntenden Bauern und Bäuerinnen sowie einem ge- 
ltenden Figurenpaar in die Periode 1744-49 
alle möglicherweise von einem Modelleur stam- 
,FürdiesezeitlicheEinordnungsprichtu. a.dieEr- 
Jng solcher Gruppen - v2 zankende Figuren ge- 
rn; Bauer und Baurin rnit Kraxen mit bunter Far- 
f doppelte Figuren gemahlennß - in den Ver- 
isten von 1746 und 174965. Ftdustschreibtjedoch 
ese niederländischen Figurentypen der Trinker, 
"ien er auch Exemplare mit der Blaumarke und 
iingedrückten Bossiererzeichen i-Ari nachweisen 
l, ebenso wie die Tänzergruppen und Calloto- 
ie - diese als früheste - S. Ducret folgend 
.. Lücke um 1750 zu und möchte hypothetisch 
ossiererzeichen iiArr auf diesen beziehen. 
chende, sitzende Männerfigurrnitgroßer Deckel- 
irn Österreichischen Museum für Angewandte 
, 17,4 cm hoch. mit dem gepreßten Bindenschild 
er Marke Dill versehen (Abb. 20W lehnt sich mit 
ihnlichen Figuren ebenda" direktan MeißnerVor- 
von J. J. Kaendler von bald nach 1748 - dort al- 
gs mit Körben - an", was fürdieWiener Figurei- 
rminus post ergäbe. Diese zwei Figurenpaarernit 
zbzw. großen runden Töpfen - als Senfschalen? 
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- haben nun wie die letzte Gruppe von von der Ernte 
sich ausruhenden und teilweise musizierenden Bauern 
nichtnureinen rriehroderwenigerdetaiiliertgestalteten 
Bodensockel, sondern unterscheiden sich von derTrin- 
kerserie durch weniger derb breite, eher - bei den 
Frauen z. B. - kindlich wirkende, zugespitzte Physio- 
gnomien, freiere Bewegung und Komposition und eine 
llüssigere, großzügigere Modellierweise. Das machen 
vor allem die ausruhenden Schnitterinnen - das Wiev 
ner Stück mit Kind" -, aber auch der neben seinem 
Früchtekorb gelagerte Bauer (Abb. 21)"deutlich,beide 
mit dem unlerglasurblauen Bindenschild und den Mar- 
ken iiEll bzw. wPrr (gepreßt) versehen, was auf eine Ent- 
stehung nach Ende 1749 deutet. Wenn man auch die 
durch die Stiche oder Meißner Vorbilder bedingten Un- 
terschiede berücksichtigt, lassen sich doch - z. B. im 
Vergleich u. a. mitdem Schülerputto (Abb. 2). der Lenin- 
graderAllegorie (Abb. 12), mit den Berliner Elfenbeinbü- 
sten (Abb. 1, 2)i an J. C. L. Lücke erinnernde Züge et- 
wain derCharakterisierungderAttribute,an dengroßen 
Händen, in den Kopftypen feststellen. Der Zwerg ilDan 
Hagelrr" zeigt am Boden übrigens zremlich genau die 
gleichen Blätterlormen wie der Sitzende mit der Kanne 
(Abb. 20), während die vergleichbaren Motive bei den 
sogenannten Jahreszeitengruppenm reicher u 
schickter gezeichnet erscheinen. Dem eingep 
Schild entsprechend könnten die gelaßhaltende 
ren gut vor den Liegeliguren entstanden sein. 
Wiener Manufaktur über Lücke selber in diesen. 
Verbindungen zu Meißen hatte, wo er l728l29 tä 
wesen war? Ob eher als alle diese genannten Gi 
Figuren wie die Colombine mit schwarzer Masi 
eingepreßtem Bindenschild in Wien" oder de 
nach Meißner Modell vor 1749 (7) entstandene: 
bende Kavalierm und verschiedene Kornödienfig 
zumindest Lückes Einfluß dokumentieren? Was 
dings voraussetzte, daß erschon vor Beginndes. 
1750 in Wien war. wie es C. Scherer vermute" 
nach einer Quelle von 1784 nachweist, daß . 
Lücke1748- in Dresdenwohl-das Bildnisdes 
lichen D. Löscher, und zwarausGips oderWachs 
tigt habe. Und T749 soll er auch noch in Dresd 
derri mecklenburgischen Geheimsekretär Fluhl: 
verhandelt haben". Hier wäre zu prüfen, ob nich 
Purpur gemalten Signaturen Lückes und vor allr 
violett aufgemalte Bindenschildmarke bei dem V 
kind in Osnabrück (Abb 7) und den Messer 
(Abb. t5)undz, Bauchdie PreßmarkeaufderFig 

	        

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