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Volltext: Alte und Moderne Kunst XXVII (1982 / Heft 183)

A Künstlerprofile 
 
 
Franz Katzgraber 
Das neue Werk des Bildhauers 
Bis zum Jahr 1967 sehen wir im Schalten des Bildhauers Franz 
Katzgraber eine zerrissene Struktur, die, auch aul Grund des 
verwendeten Materials, Eisen bzw Stahlgestange, und der Her- 
stellungsweise, Schweißtechnik, einen verbrannten, lädierteri 
Eindruck macht. Ketzgraber, der immer von der menschlichen 
Figur ausging, zeigte mit diesen zerrissenen Strukturen und 
Schweißldchern, mit den verbliebenen verätzlen Stahlgestän- 
gen, die durch den letzlen Krieg, im besonderen durch den Ab- 
wurl der Atombombe. verbrannten und zersldrten Leiber 
Schon 1967 schuf der Bildhauer aber kleinere. etwa 25 bis 30 cm 
große Plastiken aus vollem Material, Stanlwellen, die er, nach- 
dem ersie sparsam im Horizontalen gegliedert hatte, durch ver- 
tikale Einschnitte in voneinander abhängige Teile formierte. 
Dernächste Schrittwarderzurgroßen Form. Esentstanden etli- 
che geschlossene Figuren aus verschweißten Eisenblechen, 
die im Enlternten an riesige Schachfiguren erinnern am stark- 
sten an königlich aulgerichtete Bauern Diese Formen übertrug 
erauch in LindabrunmdernOrt der niederösterreichischen Bild- 
hauersympdsien, bei denen er einige Jahre die Leitung innehal- 
te. in den Stein. 
Ab 1 968 tendieren nun seine großen Metallarbeiten wieder zu ei- 
nerAussage. die jener der lrunen Epochen ahnlich ist, nur daB 
sie ietzt infolge derGröße, oder sollen wirvielleicht Monumente-
	        

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