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Volltext: Alte und Moderne Kunst XXVII (1982 / Heft 183)

iizen 
 
eland - Museum of Art 
iat Marcel Breuerhiereine Ausstellung iiM. B. - Furniture 
iteriorsii gewidmet. Nach dem 1 , Weltkrieg, in den Wirren 
achkriegszeit begann M. B ,jung und aufgeschlossen, die 
garde anzulühren. Als Pionier der 2. lunktionalistlschen 
zdes Bauhauses zwischen Weimar und Dessau richtete er 
iach dem Studium eine Werkstatt ein. Nun unabhängig, 
mit ihm auch eine neue Entwicklung des Designs in Europa 
ie geht in Richtung wVerbesserung der menschlichen Um- 
Im Gegensatz zu vielen Produkten dieser unruhigen Jahr- 
e, die Staub ansetzten, hat sich das Wesentliche in Breu- 
'erk irisch, ja unverletztich und zeitlos gehalten. Somit be- 
tsich Le Corbusiers Meinung. Breuers Design sei zwar kalt 
rutal, jedoch entsprechend und ehrlich. Sein vielgerühm- 
uhl aus Stahl, didaktisch diszipliniert, von ideologischem 
ätge - heute zu olt variiert w, brachte die Synthese von 
t und Industrie in die Geschichte des Designs. Das vorerst 
) einnehmende. kaltblitzende klinisch-sterile Gestänge, 
trukiion einer ldee, prägte den Ausdruck dieser Jahre. 
er ging 1937 nach Großbritannien und den USA und ist seit 
mit dem Cleveland durch den Education Wing verbunden. 
twarfdiesen wichtigen Zusatzbau und errichtete ihn auch. 
thlt man hier auch zu jenen 5 Designern des 20. Jahrhun- 
. die in neue Richtungen vorstießen, Ohio Arts Council. 
Corporation und National Endowrnent for the Arts halfen 
elungenen Breuer-Exhibition. Christopher Wilk, Codirektor 
ers, verfaßte eine aulschlußreiche Monographie 
inlSt. Pauls - Galerie Prielhof 
Aaler lvo Rossi-Sier bestatigtden neuen Trend in der Male- 
iehr Form und Verständlichkeit in der Bildaussage. 1949 
ren, kam er über München, Venedig und Bozen zur Karnt- 
Iunstszene Nach Bekanntwerden mit Professor Holzmel- 
studiert er in Wien an der Akademie der bildenden Künste! 
Heike und M ikl Nach Exkursen in die Architektur in Sudtirol 
er zur Malerei zurück. 1979 an der Hochschule für ange- 
tte Kunst in Wien ein Kurzstudium 1980 ein bedingungslo- 
leuanfang als lreischafrender Maler. Heute lebt und malt 
in Sudtirol Spricht davon, als Mensch und Künstler Unru- 
l der Art zu leben und zu arbeiten, zu haben. iwWirklichv wird 
n im Lebensprozeß, in dem alles in Auflosung und Verbin- 
zueinander ist, ausschließlich die leere Flache der Lein- 
i. Seine Bilder atmen Ruhe Fiächige klare "dinglichen Ma- 
Von Depressionen, denen er angeblich in Werdensprozes- 
u neuen Bildern verrallt, keine Spur, Rossi-Sief betreibt sei- 
alerei so, daß sie ihm zum Leben wird. 
ingen - Die Künstlergilde e. V. 
eit lauft hier die Ausstellung wHugo Steiner 7 Prag I Bilder, 
"inungen, Graliken und Buchkunstii. Neueste Verörrentli- 
g: eine Monographie über iiAlbert Ferenzii. 
t - Museum voor schone Kunsten 
doze kündigt uns eine große Retrospektive iiGeorg Minne 
tieKunstum 1900ii(19. 9. - 15.12.1982)an.Minne(1886 
941), im unruhig brodelnden Klima Gents autwachsend, be- 
l um 1900 als junger progressiver Künstlervon Brüssel aus 
irken. Er wurde zum führenden Vertreterdes Symbolismus 
der Art Nouveau, Henry van de Velde und Julius Meier- 
ite sahen in ihm als Skulpteur jenen Künstler, der ihnen eine 
e Verwirklichung ihrer kunstidealistischen Anschauungen 
nte. Minne, heute noch vielfach unbeschrieben, unausge- 
iptt als Kunstler und Person, bekommt mit dieser Ausstel- 
ein erstes umtassendes Bildzeugnis. Schwergewicht seine 
eren Skulpturen, Serien von Holzkohlezeichnungen, die ihn 
ales im 1. Weltkrieg jene triste Zeit festhalten ließen. Über- 
hende Übereinstimmung beim Versuch, Minne in die euro- 
:he Kunst einzuordnen mit Rodin, Meunier, Hodler, Klimt, 
ch, Schiele, Kokoschka, Kollwitz und Lehmbruck. Ein Kata- 
ann als Basiswerk gelten. 
ldo-TadinoIUmbrien - Pinacoteca Communale 
icorso internazionale delta Ceramica vorn 21. B. - 30. 9. 
lineinwettbewerbdes w22.ConcourslriternationaldelaCe- 
queii. vereint Künstler und Keramiklachieute unter dem 
na iiDe laTerre de Francois de Assisi un Messageii. Würdi- 
jdes Heiligen wie in allerWeltunterdern MottoiiFriede, Brü- 
chkeit, Solidarität k Franz von Assisi, der Mann des Ver- 
dnlSSESrt. Als Kunstform vorgeschrieben: PanneaulFlach- 
Hochrelietmaximalt mäodereineSkulpturmax. H70cm. 
Preise a 5.000.000 Lire, zwei Preise ä 1.500.000 Lire, 10 
lplaketten und Anerkennungsdiplome. 
lsruhe - Badisches Landesmuseum 
einer interessanten Fotoausstellung, ägyptischer Kunstge- 
net, venrvres man auf die eigene kleine, aber bedeutende 
mtung ägyptischer Kunstwerke. Kurt Flimm, Architekt, hat 
att des Zeichenstirtes die Kamera zur Hand. Er erfuhr bis 
i Amerika damit Beachtung. 1955, 24jährig, erstmals In 
aten, unterlag er der Faszination seiner antiken Schätze. 30 
eh tolgen. Flimm haulte Tausendevon Farbrotos. Mlt seiner 
räseritation hier sieht er in bestem Kontrast zu allen unzähli- 
Reproduktionen oder WSChÜUbildDUÜlikaÜUTienti ägypti- 
ir Kunst. Naherte er sich diesen Objekten anders? Der au- 
iewöhnliche Ausschnitt wird zur medialautonomen Aussa- 
ilimmtotoorafiert magisch mit derSeeledes echt Einrühlen- 
 
 
 
MODE 
19304970 n 
12 
MUSEUM 
BELLERIVE 
ZÜRICH 
 
sende zurück ungemeine Lebendigkeit in der Wiedergabe v 
Objekten und Personen. Er veredelt durch seine Kunst das Ei 
dieses antiken Erbes an sich dermaßen, daß man atrirmativc 
se Fotos gerne als echte schöpferische Leistung anerkenn 
Kassel - Gesamthochsohule der Universität des L2 
des Hessen! Fachbereich 24 
Noch einmal i-K 18 Storfwechselri, die parallel zur iidocume 
7ii bis 29 9. lautt Die Fabrikshalten-Ausstellung! Veranstal 
und Planer werden als iienfants terriblesii in der Otlentlichl 
angekreidet.Wedereineiianti-documentaii nocheinKontrap 
zurTextilkunst. Nurderkonsequente Versuch -seit Jahren 
neue Talente zu finden, die das iiweiche-i Material künstleris 
auswerten können. In Wien, im Österreichischen Museum 
angewandteKunst,zeigen4junge Künstlerinnen in deni-Verl 
dungenii, daß sie das gleiche anstreben wie hier in Kassel. Nä 
lich vom "Fluchen des Handwerklichen loszukommen und i 
Schöpfungen als freie Kunst bewertet zu wissen. In Kassel 
dabei die Österreicher Linda Christanell, Waltraud Coor 
Wolfgang Denk, Norbert Hintenberger sowie l-iansi Hubrr 
letztere ist auch jetzt in Wien bei den wVerbindungenii präs 
tiert. Was will die Kasseler Ausstellung wirklich? Keinesl 
groß Akzente setzen in die eine oder andere Richtung, sond 
ihren Bereich innerhalb ihrer Projektgruppe einengend 
stecken. Symptomatisch. eine Abbruchstatte, die Fabriksh. 
iwK tßii, als Ausstellungson. Real-coole, vorn Maschinen 
stampte entwohnte Atmosphäre, tot-lebendiger Hintergrc 
Wichtigster Aspekt: die bedingungslose Kooperation zwiscl 
Veranstaltern und Künstlern. 
London - Electrum Gallery 
Bernhard Schobinger, Schmuckkünstler, drangt hettig aus 
ner Schweizer Spießigkeit. 1970 erstmals im Gewerbernuse 
Winterthur mit Schmuckcbjekten. Fast kindhaft sein Bernür 
ja überschwenglich, alles um sich zu verwenden, was an l 
men und Material im Alltag herumliegt So findet er eine ni 
Form mit zwei doppelspiraligen Metallstreiten zum Armband 
Sardinenbücrisenelfekt als solcher Schließe. Frisch. unbeki 
mert. mit Witz, aber auch mit Scharfe. eine neue unkonver 
nelle Variante der Ästhetik in Schmuck Schobirigers QDJE 
quellen uber in Phantasie und vorausweisender Magie. 
München - Bayerisches Nationalmuseum I Sch 
Obernzell 
Eine neue Außenstelle, ein sog. Zweigrnuseum, eroltnete 
Bayerische Staatsminister für Unterricht und Kultus P 
Dr. Hans Maier mit dem neuen Keramikmuseum Schloß Obi 
zell. Im Rahmen des Museumsentwicklungsplans der Bay 
schen Staatsregierung realisiert, rührte es vordem durch J: 
hunderte den Namen Halnerzell. Wohl weil hier die Hari 
kunst, begünstigt durch den Graphitabbau im südlichen B: 
rischen Wald, eine blühende Niederlassung hatte. Das n 
Keramikmuseum, direkt an der Donau, hat ca 1200 Objekt: 
ca. 800 Objekte aus dem Stammhaus - vor dem Publikum. 
rund B50 m? Ausstellungsfläche 21 Ausstellungskompartirr 
te. Handwerkliche Keramik in ihrer Entwicklung: Objekte 
Vor- und Fruhgeschichte, Romerzeit, Mittelalter bis heute. l 
sen, Kacheln, Fayencen und Steinzeug, Schwarzware und 
sierte lrdenware aus Bayern und angrenzenden Gebieten I- 
frontiert mit Fabriksprodukten an Metali- und Glasgeschirr 
wie Steingut und Porzellan aus heutigen Werkstätten, 
Zürich - Museum Bellerive und Kunstgewei 
FTIUSSUITI 
In der Ausstellung iiMcde 1930 -1970ii ein Querschnitt 
Haute-Oouture-Modellen. Von den 30er Jahren ausgehend, 
chen die Kreationen der verschiedensten Modeschöpfer 
ans vorletzte Jahrzehnt. 
Tomi Ungererist im MuseumrurGestaltung mitCartoons, PI. 
ten undCollagen noch bis 1.8 1982 prasent Der Künstler ist 
von seiner Ausstellung im Österreichischen Museum tur ai 
wandte Kunst, Wien, in Erinnerung. Damals mit anderen Hu 
risten vereint, scheint nunmehr seine Kritik an der Gesellsc 
noch sarkastischer, noch scharfer. An einem Beispiel vertie 
sie: iiDamenportrati mitSpinnenaugen, l-lasenschartenmur 
einer Hundephysiognomie. Eine zutiefst ätzende Aussage. 
seinerzeit, 1977, mit Darstellungen sexueller Auswüchse, 1 
autcmatismen und -rnaschinerien schockierend, tliegen hi 
seine zeichnerischen Hiebe und Pfeile aus seiner rieuseelz 
schen oder kanadischen Eremitage gezielt in die Morbidität 
Gesellschaft. Unverfroren, frisch wie eh und ie, alles desavc 
rend. leopold ne 
1 Maicel Breuer 11902 1951) iri der Zelt der ErriCrtlUrtg U95 Educ: 
Wtrtg im Cleveland Museum 
2 Marcel Brauer, IWasSilyii-Sturil Ende i927lArtlarig 1928. Start 
und Leinen Collection orThe Museum ot Modern Art, New York 
schenk von Herbert Bayer H 
lvo Rossi-Siei, lPBISOHilCrICS Siiiieben-i OI 
Ansicht von Gualdo-Tadino, Urnbrien 
Teller aus Gualdo-Tadino mit Darrieripcrträt 
Zierkopreirier Harte mit den Zugeri Echnatons. Holz, um iaeov 
Foto von Kurt Fllrrtm 
Kassel, i-k ie w Stortwechselii, Frederic Arriat, New YorklGreerit 
Textile Fiugkonstruktiori 
Vollrad Kutscher, FrankrurtlM. kBlurniger Mänrierakiirlri Blumenv 
Werner Arndt, Figurales Objekt in Kerkersituation 
Woligarig Niesner, iiDer MalerAnton Bruder vor der Buste seines 
rers Oskar Kokoschkan Silhouette 
1mm. llnnnrnr nKnrilralilrrr 
I 5mm a niuisu
	        

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