MAK

Volltext: Alte und Moderne Kunst XXVII (1982 / Heft 184 und 185)

 
chergefäß. China. Kupfer mit mehrfafbigem Zellen, 
il. Periode Cffien-lung, 1736- 1795. OMAK, lnv. Nr. 
I3 I Em 457 
Sammler Anton Exner (Aufnahme 8. Juli 1947) 
ispieierin, China. Ton. Fiesle der Bemalung. Frühes 
ihrhunden (Tang-Dynastie, 615 - 907). OMAK, Inv. Nr. 
76 l Ke 8890 
 
 
rt, wenigstens iürChina, dessen Kunst und Kunst- 
rerk im Rahmen des Gesamtbestandes überwie- 
sfolgtJapan, während Korea in einem wesentlich 
ieren Ausmaß vorhanden ist. dem sich wenn auch 
erisch bedeutende, jedoch nur wenige Belege 
bet und Südostasien anschließen. Diese Fiang- 
wg entspricht im wesentlichen den übrigen Be- 
an aus dem Fernen Osten im Österreichischen 
im,wobeisichinnerhalbderSammlung Exner, die 
ständigen Schauräumen durch einen roten Punkt 
mst immer als solche benannt isi, zwei Gebiete 
en, die chinesische Keramik und der japanische 
alzschnitt, die dem Sammler ganz besonders am 
n gelegen sein mußten. 
wronologischen Auftakt bildet eine aus Pan-shan 
Provinz Kansu stammende bauchige Amphore 
im Ende des 3. oder vom Anfang des 2. Jahrtau- 
v. Chr.)miteinem Spiraldekor,deralseinZeichen 
s Gewitter oder für den Umlauf von Sonne und 
nterpretiert wurde (Abb. 4). Danach folgt eine lan- 
liche Lücke innerhalb der Kollektion. die auf dem 
iiksektor erst wieder mit allerdings hervorragen- 
iispielen des Han-Zeitalters (206 v. - 220 n. Chr.) 
Jrtsetzungfindet, so u. a. in einem das Bronzevor- 
chahmenden Gefäß vom Typus hu, das eine Blei- 
jlasur deckt, oder in Modellen eines Getreide- 
ers (Abb. 6) und eines Ziehbrunnens. die man 
oten auf seine letzte Reise mitgab. 
ausarne Sitte der früher geübten Mitbestattung 
von Sklaven war schon unterden Chou (ca. 1 1 . Jahrhun- 
dert - 256 v. Chr.) durch figürliche Grabbeigaben ab- 
gelöst worden, die zur Han-Zeit entweder nicht bemalt, 
bleiglasiert oder mit kalten Farben bemalt vorkommen, 
gleich dem von Anton Exner erworbenen Pferd, das ein 
einfacher Realismus bestimmt. 
Fürdie Periode von den Drei Reichen (220 - 2B0)bis zur 
Sui-Epoche(581- 618), ein Abschnitt, in dem die figürli- 
che Grabkeramik einen wichtigen Platz behauptete. 
sind glasierte sowie bemalte Krieger und Reiter vorhan- 
den, an denen die charakteristischen Eigenschaften der 
Zeit, neben manieristischen Proportionen und ausge- 
sprochen naturalistischen Werten, möglichst geschlos- 
sene Umrißformen deutlich werden. 
lnderSui-Periode(581 - 61 8)wurden westliche Einflüs- 
selaut, die noch stärker in derT'ang-Epoche(618 - 907) 
durchschlagen, inderChina eine seinergroßen kulturel- 
len Blütezeiten erlebte. Das illustrieren Amphoren, Fla- 
schen oder Töpfe der Exner-Kollektion, die von römi- 
schen, heIlenistisch-vorderasiatischen oder persi- 
schen Vorformen inspiriert wurden. Wichtigstes Ereig- 
nis war die nunmehr einsetzende Erzeugung von ech- 
tem Porzellan (Hsing-yao), für das als Merkmale ein 
hartgebrannter, transparenter Scherben, Klingen beim 
Anschlag und Nichtritzbarkeitdurch Stahl gelten. Dane- 
ben lebten die älteren Steinzeugarten - weiße Waren 
etc. - weiter, Die Hauptmasse aller keramischen Wa- 
ren bildeten jedoch bleigiasierte Tongefäße In der soge- 
nannten wDreifarbenu(san-ts'aD-Glasur (Abb. 7). bei de- 
nen das für die Bleiglasur typische Verfließen der 
ben als künstlerischer Effekt ausgenütztwurde. Ke 
ken dieser Art wurden, übrigens auch marmorierte 
verschiedenem Ton bestehende Waren und das Pi 
lan. bis in den Vorderen Orient exportiert. lnnerhal 
gesamten keramischen Produktion, über die die E 
Sammlung sehr ausführlich berichtet, erlangten r 
gürlichen Grabbeigaben aus Ton ihre nicht mehr 
troffene Vollendung; glasiert oder unglasiert, abe 
malt oder mit bunten Bleiglasuren gedeckt, präse 
ren sich die Figuren zumeist in einem beschreibe 
Naturalismus, dem in Proportionen und Bewegun 
meist manieristische Züge anhalten, gegenüber dl 
teren statisch aufgelaßten Exemplaren aber im a 
meinen verbunden miteineriebendigen Auffassuni 
in den hochbewegten Reiterfiguren am deutlicl 
sichtbar wird (Abb. 3). 
Auch für den Zeitabschnitt der 5 Dynastien (907 - 
und der Liao-Dynastie (916 - 1125) verfügt die E. 
Sammlung überanschauliches Material. Von den l 
mischen Sorten erfuhr unterden 5 Dynastien das s 
früher erzeugte Yüeh-yao. ein grauscherbiges, 
hartes, mit grünen bis bräunlichen Glasuren über: 
nes Steinzeug, seine höchste Verfeinerung, wäh 
unter den Liao das Erbe der vDreifarbenglasuru u. 
Tablettforrnen, die aufT'ang-Vorstufen in Silberzul 
gehen, welterlebt. 
Nicht schlechtervertreten alsdieTang-Zeitistdie 
sische Periode der chinesischen Keramik unter
	        

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