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Volltext: Alte und Moderne Kunst XXVII (1982 / Heft 184 und 185)

Anschauungsmaterial, sowohl für die Sorte, bei 
it undGrün vorherrscht, kombiniert mitGeibocker 
Jrkis sowie gelegentlich mit Unterglasurblau, für 
genannten 115 Farben der Wan-li-Zeitrl (1575- 
bei denen sich eine spezifische Freude an kräfti- 
chmelzen äußert, als auch für die gröberen und 
g bemalten, vom Hafen Swatow nach Japan, in 
dsee, nach Indonesien, Indien und Persien ausge- 
n Porzellans. 
stattiichererscheint der Bestand an keramischen 
gnissen aus der Chüng-Dynastie (1644-1912), 
eichfalls ein vielfältiges Bild charakterisiert, in 
lie Qualitäten der Spatzeit eine ansehnliche Ge- 
ewinnen, wieder Übergangsstilvon 1620 -1683, 
e H5 Farben der Wan-li-Zeltc fortsetzt und zu der 
en Familien führt, deren Name von den vorherr- 
den Grüntonen abgeleitet ist. Nicht weniger in- 
iv erscheinen die von Exner gehcrteten Beispiele 
n weitertradierten san t'sai-Dekor, für das wemail 
scuittr des 17. bis 1B. Jahrhunderts, und für die 
iangsphase von der Ming- zu der Ch'ing-Dynastie 
EH mit Kobalt unter der Glasur bemalten weißen 
ilanen. in besten Exemplaren wirddie späte Blüte- 
ies Blau-Weiß unter der Regierung Kang-hsi 
- 1722)deutlich, in der die Kompositionen an Fri- 
xerloren haben zugunsten eines mehr oder weni- 
biosen Gleichgewichtes derdekorativen Elemen- 
eaufgekommenen Neuerungen, so die geschlos- 
I blauen Gründe usw., sind berücksichtigt, gleich 
inderen monochromen Glasuren, uOchsenblutr 
ipeach blooma, die in der Leuchtkraft alle älteren 
ien übertreffen. 
en Porzeliansorten nach der Ära K'ang-hsi dürfen 
innen: Blau-Weiß, überglasurrote Waren, verbun- 
iit Unterglasurblau, die unter europäischem Ein- 
ehende i-Rosa Familien, deren Hauptfarbe ein zar- 
zsa bildet (Abb. 8), irTeadustir, nBataviaporzelian-i, 
ring Yellowu, monochrome und gefiammte Glasu- 
Mirror Blackw und die historisierende Mode des 
hrhunderts, nichtzu vergessen das in Europa zum 
rfoigreich nachgeahmte nblanc de Chinew mit sei- 
iguralen Arbeiten. Die Vorstellung vorn kerami- 
l Schaffen unter der letzten chinesischen Dyna- 
'äre unkompiett, wäre nicht auch das vom 17. bis 
ahrhundert bei Kanton in Shekwan produzierte 
Tonwaren aus nicht naherbestimmbaren Manufakturen 
sowie eine Reihe von eindrucksvollen Baukeramiken 
des 17. und 18. Jahrhunderts. 
Kein Sammelgebiet auf dem chinesischen Sektor inner- 
halb der Sammlung Exner besitzt einen gleich großen 
Umfang. Trotzdem sind die wichtigsten Epochen der 
chinesischen Kunstgeschichte und die verschieden- 
sten Techniken jeweils mit ein paar exquisiten Beispie- 
len demonstrierbar. Die Frühzeit markieren Ritualbron- 
zen vorn ersten Hochkulturstadium unter der Shang- 
Dynastie (ca. 1G. - 11.Jahrhundert v. Chr.) (Abb. 10), 
aus dem Zeitalter der Chou (ca. 11. Jahrhundert - 
256 v. Chr.) und der Ära der Han (206 v. Chr. - 
220 n. Chr.),die sich zwarkaum mitden Werken in ande- 
ren Sammlungen messen können. die aber immerhin ei- 
ne Ahnung von der hochentwickelten Bronzetechnik 
vermitteln und gestatten, die stilistische Entwicklung in 
groben Zügen abzulesen, von den reich mit geometri- 
schen und tierischen Ornamenten, denen symbolische 
Bedeutung zukommt, dekorierten Objekten des 12. bis 
1 1 . Jahrhunderts v. Ohr. über die vergröberten Formen 
des MitteiChou-Stiles (ca. 900 - 600 v. Chr.), für den 
ein Zurückdrängen der Tiermotive charakteristisch er- 
scheint, bis zu Kochkesseln und Gürtelhaken des 4. bis 
3. Jahrhunderts v. Chr., die den Spät-Chou-Stil reprä- 
sentieren mit kurvigen Ornamenten und flachen bunten 
Einlagen aus Türkis, Maiachit, Silber und Gold. 
Einen eigenen Sammelbereich bilden Münzen vom 8. 
bis 3. Jahrhundert v. Chr. und die im nomadischen Um- 
kreis beheimateten Ordosbronzen vom 4. bis 3. Jahr- 
hundert v. Chr. und aus der Han-Dynastie, die im übri- 
gen innerhalb der Metallarbeiten auch mit Ritualgefä- 
Ben zu Wort kommt, bei denen auf eine glatte Oberflä- 
che und harmonische Proportionen Wert gelegt wird 
(Abb. 11). 
Bei den Spiegeln des Zeitalters - ein früher, noch dem 
Spät-Chou-StilzugehorenderundzweisogenannteTLV- 
Spiegel um 100 v. bis 100 n. Chr. - sind hingegen die 
Rückseiten reich mit ornamentalen Motiven, darunter 
mythologische Tiere und kosmisch-symbolische Ele- 
mente, geschmückt. 
Für den Zeitraum vom 3. bis zum 7. Jahrhundert ist das 
Material in der Exner-Sammlung äußerst bescheiden, 
lediglich drei Stangenaufsätze, ein Schwertgriff und 
eine Ordosbronze, während sich die Tang-Periode 
an Stein- und Metaiiarbeiten abzulesen sind: eint 
naturaiistische - besonders bei den Tierwieder- 
wie etwa an einem Hochrelief mit dem Bodhisat 
hsien (skr. Samantabhadra) - und eine stärker 
sierende, vom Indischen her berührte - dies v 
kleinen Bronzefigürchen besonders deutlich 
rundpiastisch undorganisch empfundenen Figur 
klassische Schönheit anstreben. 
Ansonsten ist die Periode in Wandgemäidefragr 
und Spiegeln dokumentiert, die den vollzogenei 
del gegenüberden älteren Exempeln veranschai 
mit aus dem Westen übernommenen wTraut 
sternn, einer sparsamen Verteilung der einzeln 
mente oder einem gelappten Rand, der die Forr 
geöffneten Blüte annahert. 
Exner-Erwerbungen demonstrieren ferner die E 
lungsphase der chinesischen Skulptur unter da 
Dynastie(960 - 1279). Jetzt lebtan den aus Holz 
tigten Plastiken zuweilen das Feine und Edle der 
Tradition noch nach und wirdteiiweise überraffin 
allgemeinen geht jedoch der vergeistigte Gehal 
ren zugunsten - das können u. a. Bodhisattvakt 
1200 bezeugen - einer möglichst der Wirklich 
hekommenden Auffassung. Neu sind das barock 
finden und die durch die Polychromierung wirke 
terstützten realistischen Qualitäten, die die göf 
Gestalten weitgehend vermenschlichen (Abb. ' 
gleichen stilistischen Qualitäten lassen Eise 
Bronzeexemplare der Sammlung Exner erkenne 
realistische Einstellung und ein Nachleben des 
Erbes, wogegen sich die Spiegel durch neue Mu 
bungen auszeichnen. 
Während der Herrschaft der mongolischen Yüar 
stie(1271 -1368)iehnten sich die Skulpturen en 
Sung-Vorbiideran, verbunden mit Rückgriffen at 
Traditionen und mit einer Steigerung der realis 
Qualitäten. Weitere Tendenzen waren eine Vorl 
eine dramatische Wirkung und eine Zunahme 
rocken Elemente, die gelegentlich malerische 
besitzen. Das alles läßt sich an Exner-Beispiele 
weisen, die auch fürdie Malerei der Epoche etw. 
ner getreuen Kopie des Chao Mäng-tu (1254 - 
überdas Leben des Dichters Su Tung-p'o(1036 - 
und mit einer Hangeroile von der Hand des zu 
des 14. Jahrhunderts tätigen Ch'en Chung-i 
 

	        

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