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Volltext: Alte und Moderne Kunst XXVII (1982 / Heft 184 und 185)

dessen luliiiam uvguuuiillcuvil r... sinne U66 SJVBHIIIV 
kunstwerkes reagieren oderoberseine Individualität im 
Bauwerk aufgehen lassen soll, wird seitJahrzehnten mit 
wechselnder Intensität und sehr unterschiedlichen Ld- 
sungsvorschlägen geführt. Die von Lux in seiner Aus- 
stellungsbesprechungformulierteTheorievom Verhält- 
nis des Künstlers zum Raumkunstwerk zeigt. in wel- 
chern Maße die Gedanken der Jahrhundertwende zur 
 
uuiw lüllgnullolulu gesehen... . 
tierfeld diente vor allem auch die Zeitschrift Wer Sa- 
crumu. in der sowohl theoretische Überlegungen als 
auch praktische Versuche zur Idee gegenstandsloser 
oder zumindest vcm Naturvorbild weitgehend abstra- 
hierter künstlerischer Formgebung zu finden sind. 
Im Katalog der 14. Secessionsausstellung wurde ein 
Text von Max Klinger abgedruckt," ausdem Luxiriderri 
 
 
den Kampf der nAvantgarder gegen die Existenzbelrec 
tigung der traditionellen Malerei bestimmen sollten. 
Das Phänomen, daß revolutionäre Neuerungen nicht 
dem jeweils führenden Medium, sondern zuerst e 
vNebenschauplätzenrr in Erscheinungtreten, läßtsicl 
der europäischen Kunstgeschichte mehrfach nachw 
 
T4 
Behandlungdieser Problematik beitragen können. Dies 
kommt auch in dem folgenden, auf die Beethovenaus- 
stellung bezogenen Satz zum Ausdruck. iiEs galt dabei, 
sichtbar zu machen, wie sich die Ästhetik der Malerei 
und der Plastik in Bezug auf den architektonischen Ge- 
danken änderißi ' Fur das Verständnis des künstleri- 
schen Stellenwertes der Schmuckplatten ist diese Idee 
vom experimentellen Charakter der Ausstellungsge- 
staltung von großer Bedeutung. 
Sowohl Lux als auch Hevesi berichten, daß die Kunstler 
diese Aufgabe als Experimentierfeld fürden Einsatz un 
gewöhnlicher Materialien und Techniken sowie neuer 
Dekorationsmöglichkeiten benützt haben.' Hevesi 
obenerwähnten Bericht ausdrucklich iene Stelle zitiert, 
diegeeignetisLdie Form-und Materialexperimenteder 
Secessionskunstler theoretisch zu untermauern. "Die 
Einheit des Raumes und die Eindringlichkeit seiner Be- 
deutunglorderngeradezuaul,diesonstsostreng GlfiZll 
haltenden Formen-und FarbengesetzederNaturauizu- 
losen zu Gunsten einer rein dichterischen Verwendung 
der Mitteln? Klinger unterscheidet hier im obigen Sinn 
zwischenderandieTradiiion gebundenen Formgebung 
in der Bildkunst und neuen Wegen des künstlerischen 
Gestaltens, die im Rahmen der iiFtaumkunstrr beschrit- 
ten werden sollten. 
AuchineinemTexLderdie5.AusstellungderSecession 
 
sen. Ein Beispiel dafur ist der gotische Realismus in 
Malereidesi4.Jahrhundertsderzunächstinden Ra 
leisten der illuminierten Handschriften iierprobtrr l 
erst in der Folge in den l-lauptbildern aufgegrif 
wurde 
In der Kunstder Secession sind vor allem Raurnauss 
tung und graphische Gestaltung Trager der neuen T 
denzen. Dagegen verharrt die Bildkunsi mit wenig 
Ausnahmen in eher tradrtionellen Bahnen. 
DerKunsthistorikerHansTietzelindet in einerLaud: 
auldosef Hoffmann einetrelfende Formulierung für 
vieldeuiige Stellung der Secessionskunstler zwiscl 
dem Historismus und den radikalen Umwalzungenr
	        

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