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Full text: Monatszeitschrift XIII (1910 / Heft 12)

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Kopfschmuck aus getriebenem Silber. entworfen von Professor Josef HoHmann, ausgeführt von der Wiener 
Werkstätte 
Vollendung auf allen technischen Gebieten nachzurühmen, ihr ungemein 
segensreiches Wirken auf dem Gebiete der Verbreitung künstlerischen Wand- 
schmuckes gehört schon in das Feld der Kunstpolitik. Die prächtige Folge 
lithographierter Blätter, welche dem Wiener bürgerlichen Heim immer mehr 
unentbehrlich zu werden bestimmt scheint, wurde auch in diesemjahre durch 
künstlerische Mitwirkung vermehrt, ebenso die Folge künstlerischer farbiger 
Holzschnitte; wenn G. Klimt, C. Moll und F. Andri mit Originalarbeiten 
vertreten sind, so ist wohl der Beweis innigen Zusammenwirkens mit 
führenden Künstlern erbracht. 
Wo die unmittelbare Einfiußnahme nicht mehr möglich ist, vermag eine 
farbige Reproduktion, welche so vollwertig ist, wie jene von Schindlers Land- 
straße, sehr viel als Ersatz. 
So geschieht das Mögliche auch dort, wo der unmittelbare Einfluß 
tüchtiger graphischer Arbeit in das Heim verpflanzt werden kann. Es wird 
ihr hoffentlich allmählich gelingen, die minderwertigen und kleinlichen Repro- 
duktionen, die dürftigen Photographien von den Wänden zu vertreiben, die 
nur allzu häufig als Wandschmuck ausgegeben und leider auch verwendet 
werden. . 
Wenn in den Interieurs gezeigt wurde, wie die Bilder in die Wandiläche 
einzufügen sind, so geben die Wände des Säulenhofes im älteren Trakte des 
Museumsbaues den Nachweis, wie viel Gutes zu sehr bescheidenen Preisen 
Günelschließe, in Silber gztrieben, mit Topasen, von Eine Hulzinger-Unger in Innsbruck 

	        
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