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Volltext: Alte und Moderne Kunst XVIII (1973 / Heft 130 und 131)

 
äääßßßäääfräüiiä-ä 
Hiroshige, Hsukushima in Aki, „60 Provimen" 
James Whistler, Noclurne - Old Buffersea-Bridge 
Hiroshige, Kye-Brücke 
James Whisiler, Zeichnung zur Bafterseu-Brüdxe 
Hiroshige, Die Nihonbrücke im Schnee 
Comille Pissarro, Chelsea-Brücke 
Hckusai, Taiko-Brücke bei Kcmeidolßierühmie Brücken" 
Paul Chevel, Japanische Brücke 
Hugh Flinl, Jupanisdie Brücke 
Hiroshige, Brücke 
Richard Becher, Die Brücke 
Hiroshige, Trommelbrücke 
Claude Monei, Japanische Brücke 
Hiroshige, Heimkehr der Fischerboote nach Yubnse 
Paul Signac, Bewegle See 
Japanische Färberschablone 
Emil van de Velde, Vignette 
dt wurde, Grundsätzlich sind es Formen, die be- 
„Abstrakte" überführen. Die iapanisctie Färber- 
e blieb bis in die Gegenwart ein äußerst anr 
Jnd für die Künstler Europas begehrtes Requisit, 
Vorbild genommen wurde. Felix Vallottan, Otto 
. Gustav Klimt, Marcus Behmer, Adolf Bölim, 
mil Orlik, H. van de Velde und andere haben die 
iablone gekannt. 
m Meer, ein Thema iapanlscher und euro- 
r Maler im 19. und 20. Jahrhundert 
7-39) - (S. 54, 55) 
Sbguin. der Chronist der Maler von Pnnt-Aven, 
in der Zeitschrift „L'Occident": „Der Felsen erhält 
r beständigen Reibung durch die Welle die Form 
iter Ungeheuer, die er vielleicht einmal beherbergt 
Abb. 37). Der Saum einer Woge bildet eine weiße 
i auf dem Blau des Meeres." In der diinasisdien, 
h vor allen Din en in der iapanischen Malerei wird 
iin Meer in zu llasen Variationen wiedergegeben, 
 
Für China war es das Symbol der Langlebiglreit und tiir 
Japan das Emblem der Beständigkeit. Der Felsen wird 
zwar vom Wasser gesdilitfen, dodi gibt es diesem einen 
anderen Riditungsverlaut. Der Fels bestimmt die Fluten. 
Der Japaner verbindet überdies mit dem Felsen die Gottheit 
Kuan-yin, die aut ihm ruht. Nicht nur der Felsen steigt aus 
dem Meer empor, auch der Boddhi-Dhorma, der Gründer 
der buddhistischen Kentemplatiansselrte ruht wie ein Fels 
über dem Meer. In zahllosen Folgen hu en die iapanischen 
Ukiyo-erMaler den Felsen im Meer wiedergegeben. Spitze 
Felsnadeln, riesig autgetürmte Bergspitzen, gesdilitfene 
Kuppen oder aber gezadcte Formationen ragen aus dem 
rousdienden Wasser empor (Abb. 27, Q9, 31, 33, 36-39). 
Der Felswird nadi bestimmten Systemen entwidrelt und genau 
umrissen. Die chinesisdie Malanleitung des Senfkorngartens 
umschreibt die Felsmalerei wie tolgli „Wenn man mit Ma- 
len beginnt, soll man die drei Dimensionen der Steine deut- 
lich herausarbeiten. Einen Menschen beurteilt man vielleicht 
nach der Stimme oder nach dem Körperbau. Steine bilden 
das Gerüst des Himmels und der Erde und besitzen eine 
eigene Atmosphäre. Ein Stein ohne Atmosphäre ist nur ein 
Klotz. . . Unter dem Pinsel wirkt aber kein Stein tot. Die 
Steine haben vielfältige Formen, die sich aus ihrer Bezie- 
hung zum Erdboden, einer Quelle oder dem Meer ablei- 
ten. Es gibt keine geheime Lehre, es gibt nur ein Zauber- 
wort ,lebendig' . . ." Die Neigung der Europäer, dem iapa- 
nisdien Vorbild zu tolgen, führte dazu, Steinportrats zu ma- 
len (Abb. 35). A. Sisley, Langland-Bay, die ebenfalls in 
ihrer bizarren und gealterten Struktur iene neue Wirkung 
erhalten, die vor allem Monet und Gauguin (Abb. 2B, 30) 
in ihren Felsbildern im Meer wiedergegeben haben. Silhouet- 
tenhaft baut sich die Felsmaterie aut, und meist wird die 
bewegte Wassertlädie durdi Weißhöhungen in tlädiigen 
Pinselstrichen und Fledren vermittelt. Manet und Riviera, 
die selbst japanische Farbholzsdinitte sammelten, tienen 
dieses Thema zu einem zentralen, persönlichen Anliegen 
emucht. Ein Beispiel, wie kongenial sie die Auffassung 
er japanischen Künstler verstanden hatten (Abb. a0, a2, a4). 
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