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Volltext: Alte und Moderne Kunst XXVI (1981 / Heft 178 und 179)

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dem Titel Oggettivita Metalisica in Italia tra Ie due 
Guerre waren Arbeiten von 24 Malern der Zwi- 
schenkriegszeit zu sehen. Qualitativ stark unter- 
schiedlich und auch verschiedenen Stilrichtungen 
angehörend, dokumentieren die Bilder doch jene 
Zeitspanne. Vom späten Jugendstil des Gerardo 
Dottori, der uns heute mit seinem falschen Pathos 
nur mehr ein Lächeln abnötigt, über die Neue 
Sachlichkeit, einen Monumentalismus bis zum 
Realismus eines Cagnaccio di San Pietro waren 
die verschiedensten Gestaltungsweisen vertreten. 
Die metaphysische Komponente wurde einem be- 
sonders bei Massimo Camplgli, Carlo Carra, Feli- 
ce Casorati und Maric Braglio bewuBt, von Gior- 
gio de Chirico waren für seine Arbeitsweise unty- 
pische Werke vertreten. Ubaldo Oppis und Achille 
Funis spiegelten die Richtung der italienischen 
Malerei des Faschismus wider. 
Sehr erfreulich ist es nun, daß bei einem so rei- 
chen und unterschiedlichen Angebot der Galerien 
die österreichischen Künstler meist mit einer Aus- 
wahl vertreten waren und sind, die sich durchaus 
mit anderer internationaler Beteiligung messen 
kann, was sicher wieder auf die sachkundige Aus- 
wahl von Walter Zettl zurückzuführen ist, denn 
diese in den römischen Galerien laufenden Aus- 
stellungen österreichischer Künstler werden in 
enger Zusammenarbeit mit dem Österreichischen 
Kulturinstitut in Rom organisiert. 
An Einzelausstellungen hat etwa die Galerie Far- 
nese Robert ZeppeI-Sperl. die Galerie Trilalco den 
Zeichner Sigi Schenk und den Maler Georg Eisler, 
die Galerie La Medusa Ernst Fuchs, das Studio S 
- Arte ccntemporanea symbolische Fotografien 
von Andreas A. Raab gezeigt. im Palazzo Barberini 
wurde die große Wanderausstellung Friedens- 
reich Huhdertwasser beherbergt. 
Schon 1969 wurde vom Kulturinstitut die erste 
Ausstellung von Künstlern eines österreichischen 
Bundeslandes vermittelt. Niederösterreichische 
Maler und Bildhauer der i-Gruppe 641- präsentier- 
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ten - leider in diesem Fall etwas unvollständig 
und einseitig - das Kunstschatfen einer Region. 
1977 folgte eine von 10 Künstlern aus Oberöster- 
reich beschickte Exposition. Vertreten waren 
Ernst Baliuf, Erich Buchegger, Fritz Fröhlich, 
Hans Hoffmann-Ybbs, Hans W. Jascha, Peter Ku- 
bcvski, Hans Plank, Fritz Störk, Waltrud und Ar- 
thur Vieböck sowie Helmut Zobel. Die Zusammen- 
stellung lag in Händen von Prof. Lydia Rauch und 
dem Verein zur Förderung zeitgenössischer Kunst 
(CDB), Linz. Ein von E. Buchegger gestalteter Ka- 
talog mit einem Vorwort von Dr. Otto Wutzl beglei- 
tete die Schau. 
1979 kamen 10 Burgenlander, der Kulturverein 
Neumarkt an der Raab war ln Österreich in diesem 
Fall aktiv. Die Künstler waren Martha Jungwirth, 
Elfriede Ettl, Rudolf Kedl, Feri Zotter, Franz Vass, 
Hermann Serient, Peter Pongratz, Johannes Wan- 
ke, Eduard Sauerzopf und Rudolf Klaudus. Alfred 
Schmeller schrieb ein launiges Geleit im gut bebil- 
derten Katalog. 
1980 folgten 10 Künstler aus Kärnten. Diesmal wa- 
ren Hans Bischofthausen, Giselbert Hoke, Corne- 
lius Kolig, Maria Lassnig, Valentin Oman, Arnult 
Rainer, Sepp Schmölzer, Hans Staudacher, Wolf- 
gang Waikensteiner und Reiner S. Wukounig die 
österreichischen Vertreter. Auch hier gab es einen 
bebilderten Katalog mit einer Einführung und Vor- 
stellung der Künstler durch Karl Newole. Als näch- 
ste BundesIänder-Ausstellung sind für 1981 Salz- 
burger und für 1982 Tiroler Künstler in Vorberei- 
tung. Es ist zu hoffen. daB die Qualität weiterhin in 
dieser Art wächst. Die Galerie La Pigna gibt je- 
weils wichtigen und guten Rahmen zu dlesen 
überblicken. 
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