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Volltext: Alte und Moderne Kunst XXVIII (1983 / Heft 186 und 187)

 
3 Rabenstein. Schloßiüre. um 1600 
4 Josef Kuwasseg, vRabenstein-l in romantischer Darstel 
des 19. Jahrhunderts. llußabwärts der Mur gesehen 
5 Karl Reichen. nRabensleinc _ mit dem steil abfallen 
Schloßlelsen. Lithographie 
6 C. Kreuzer, nRabensteinc - von Süden mit dem sog. 
nierplatz. Aquarell 
'arb. den Verfall im späten 18. und beginnenden 
Jahrhundert sowie seine Bewahrung und Rettung 
dem volligen Untergang während der beiden Besit- 
aerioden unter Ritter von Mandell und Ludwig von 
wtoyer und schließlich durch das Wirken der Familie 
ninghaus im letzten Jahrhundert von 1887 bis 1981. 
'vorhin erwähnteStichJohannMartinVischerszeigt 
iloß Rabenstein bereits nach Vollendung des frühba- 
ken Umbaues. Der Stichkunstler hebt den Saalbau 
den großen Fenstern hervor und unterscheidet die 
nen Fenster des Südtraktes von den der Form und 
rahmung des 17. Jahrhunderts entsprechenden 
istern der beiden Mitteltrakte. Diesen Fenstern be- 
inen wireinheitlichwiederbeidernoch bestehenden 
staltungdes Hofes? Haupt- und Bibliothekstrakt - 
lderWestfront DieZeichnungenausderZeltMonto- 
s und die Zeichnung von Kreuzer zeigen, daß auch 
damals verfallenen Raume des südlich am Berg lie- 
iden Traktes Fenster in der Form des 17. Jahrhun- 
ts hatten. Ein einheitlicher Charakter der Fassaden- 
rderung des Hofes war somit erreicht. 
Erhöhung der Fassade derOstseite im 17. Jahrhun- 
t mit den zeitgemäßen größeren Fenstern ermög- 
lichte es. im ganzen 2. Stock die gewünschte Höhe der 
Raume zu erreichen. Man erkennt das Bestreben, 
gleichmäßig hohe Räume zu schaffen. DerQuerschnitt 
Rabensteins zeigt die geniale Art auf, in welcher das 
Schloß unter bestmöglicher Ausnutzung des felsigen 
Geländes angelegt wurdefDleserPlanermöglichteszu 
verstehen, wie an dem festen Kern des Schlosses Teil 
um Teil angefügt wurde. Der Trakt der beiden Säle liegt 
aufgewachsenem FelsundSchuttung. lnglelcherHohe 
sindder2.StockdesSchlosses,derGang undviergroße 
Raume angefügt. Der Gang des 1. Stockes liegt wieder 
an dem bloßen Felsen an. Der Durchgangsraum eben- 
erdig,zwischenSchloßeingang und Felsengartemzeigt 
diesmal beidseitig den offenen Felsen, wie eine über- 
baute Fetsenrinne. 
Als bestimmende repräsentative Räumlichkeit zeigt 
sich der große Rittersaal. Vor Jahrzehnten meinte man 
eine ParallelezurberühmtenSaalanlagedes Schlosses 
Frain gefunden zu haben und hat die Vermutung geäu- 
ßert, dieser Bau wäre ein Jugendwerk Fischer von Er- 
lachs. Wenn diese Vermutung auch längst überholt ist, 
reizt doch die ähnliche Lage und barocke Durchgestal- 
tung eineraltenWehranlageauf steilem Fels mitbeherr- 
 
' Wwenevvmlhev. Jnselme Maria I-SlelYlSChE Innendekorationen von den 
ersxen Deckengestaüungenltahemscherslukkaleurerm15 blszum 18 
Jh - Drsser1at10rLGraz1952 
' G Brucher Die barocke Deckenmalerer In derärerermark. l973.Akade' 
mrscne Druckw und Verlagsanstalt, Graz 
5 Enea Tallone geb 1876, Prolessoran der Konslrukuonsschule In Lugir 
m). Nchllekl. Errichtete 4m Tessin Zahlreiche Bauten 
rerkungen 2- 5 
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Schloß Rabenstein. 
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.Schnru A B durch Flinersäle Z 

	        

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