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Volltext: Alte und Moderne Kunst XXVIII (1983 / Heft 188)

ler unter anderem für die Vollendung des Baues 
eatiner allein Sorge zu tragen hatten. 
isen historischen Gegebenheiten ist es nicht ver- 
irlich, daß das Ensemble der Innenausstattung 
lzburgerKajetanerkircheaIleStilstufen zwischen 
ahweren BarockderachtzigerJahre des 1 7. Jahr- 
rts und dem zarten Spatbarock der dreißiger Jah- 
18. Jahrhunderts umfaßt, Hans Sedlmayr hat in 
wöchst einfühlsamen Studie über Bau und Aus- 
1g darauf hingewiesen", daß Zucalli Berninis 
rt für Kirche und Kloster des Jesuitenkollegs der 
aganda Fideu in Rom gekannt haben muß, der 
alls in einer Straßenfront eine querovale Kirche 
rgleichen Kreuzarmen eingefügt hat. Die vFtaum- 
schaleu Zucallis erweckt den Eindruck großer Ruhe. 
nicht zuletzt hervorgerufen durch das Verhältnis 1:1 der 
Höhe des unteren Teiles des Kirchenraums mit der fast 
gleichen Höhe von Tambour und Kuppel zusammen. In 
Außenansichten erkennt man, daß neben den vier korb- 
bogig geschlossenen Lunettenfenstern des Kuppeitam- 
bours in den Hauptachsen noch vier weitere in den Dia- 
gonalen von Zucallivorgesehen waren. Denktman dazu 
andie mitden Stukkateuren für die Kuppelflache verein- 
barten acht nHistoriem, so hatte gewiß dieses erste 
Ausstattungskonzept eine andere Wirkung hervorgeru- 
fen als sie es heute ist, 
Mit den acht uHistorienri sind wohl figurale Stuckreliefs 
(wie die auch von den Brennos in der Nonntaler Erhard- 
kirche geschaffenen)" gemeint, was eine in eir 
Biidfelder aufgeteilte Kuppeldekoration als Grun 
gehabt hätte. In der zweiten Planungsphase de 
stattung von 1 696 biszurJahrhundertwende sche 
hann Michael Fiottmayr den Gedanken der acht v 
rienu, die wohl der Vita des hl. Kajetan entnomms 
ren. wieder aufgegriffen zu haben: Eine aquare 
Zeichnung von ihm mit der Darstellung des wHl. K2 
in der Glorie als Fürbitter gegen die Pestaß geht 
nem Dekorationsschema an, wie es in einem Gru 
entwurt des Fischervon Erlach türdie Salzburgei 
faltigkeitskirche eingezeichnet ist's Der zweiter 
stattungsperiode gehört auch die figurale Stucl 
Marmorplastik des Matthias Wilhelm Weissenkiri
	        

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