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Volltext: Alte und Moderne Kunst XXVIII (1983 / Heft 188)

ranz Luby, wrpheusx. Großer Mitteiausschnm 
1olz. 58 X 79 cm 
HarUÖl au! 
den Sturzbach vergleichbar und in einem trunkenen 
Rausch des schöpferischen jene Meisterwerke zu 
schaflen, die uns das Los des Menschen und das Elend 
unserer modernen Zivilisation vor Augen führen. Wer 
ahnte um die Mitte des Jahrhunderts. daß in Wien in der 
Stille ein Meister herariwuchs, der ein neues Kapitel der 
österreichischen Kunstgeschichte einleitete, uns vor 
allem aber in seinem Werk eine Höchstleistung von 
menschlicher und künstlerischer Integrität darbot, wie 
sie sich jenseits aller rebellischen Kunstdoktrinen orga- 
nisch entwickelte und reifte. 
Der Stachel des persönlich Erlebten machte ihn hellhö- 
rig. Enttäuschung, Schmerz haben seine Geduld bis 
zum Unerträglichen gespannt, die Notwendigkeit des 
Lebens und die drängende kreative Energie haben sei- 
nen Geist tast zersprengt. Und wie man im Mittelalter 
die Zukunft aus einer Kristallkugel vorhersagen wollte, 
denn die vollkommene Ganzheit und Helle, die Klarheit 
dieser Kugel schien es zu versprechen. so haben wir 
versucht, uns in die Ganzheit der geheimnisvollen Ele- 
mente von Lubys Kunst einzulühlen um seinen Geist zu 
deuten, der dem Logos nicht gehorcht. Denn die logi- 
sche Denkweise kann niemals in eine prälogische Sin- 
nesart eindringen. 
8 Franz Luby, ßrUngleiches Paark. HarzlÖl aul Holz, 23 x 

	        

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