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Volltext: Alte und Moderne Kunst XXVIII (1983 / Heft 190 und 191)

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rszene. Plakette, Bron- 
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m und Abraham Hue- 
ar, um 1725 
Söttweiger Rotelbuch (26). 1669 durch Matthäus 
iagetta ein letztes Mal restauriert, stellt eine bildli- 
telbstdarstellung Göttweigs dar. In der gegenüber- 
1den Schatzkammer im Nordwestturm vermag le- 
heinspätgofischerPrunkkelch(31)ausböhmisch- 
scher Werkstatt von St. Paul im Lavanttal die St. 
aner Provenienzs zu zitieren. nachdem sich auch 
sprünglich für St. Blasien postulierten Handschrif- 
ler Göttweiger Stiftsbibliothek nicht als dortige 
eibschuleö herausstellten. Die Schatzkammer 
eine weitere Attraktion in Form der Hostientaube 
tiesich bisherals Stücknochdes 12. Jahrhunderts 
intierte. Nach neuen Untersuchungen' handelt es 
labei lediglich um eine Barockimitation für eine so- 
nnte Kunst- und Wunderkammer. wie sie damals 
weine Mode" war. Gerade dieser Aspekt hinsicht- 
lammlungsgeschichte hat bisher im kunsthistori- 
1 Bereich kaum Berücksichtigungerfahren. Weite- 
ihepunkte der Schatzkammer sind zwei franziska- 
eEbenholzreliquiaremitSilber-undGoldbeschlag 
erAugsburger Manufakturdes Matthias Walbaum 
34). um 1610, und ein Kristallschnittpokal um 
'40 (36) mit dem Wappen des Abtes David Gregor 
er (1631 - 48) vom Augsburger Goldschmied Da- 
BennerausderSammlung FreiherrCarl von Roth- 
ls. heute Prinz-Fonds in den Städtischen Kunst- 
wlungen zu Augsburg. Maximilian-Museum. Ein 
so einmaliges Exponat ist der Göttweiger Jugend- 
lch (53) des E. Heines aus Osnabrück. 1922. Unter 
endung von Ebenholz. Elfenbein und zahlreichen 
schledlichen Steinen wurde ein Jugendstilkelch 
taffen. der bereits Stilelemente der Beuroner 
tg verarbeitet hat. Diese stilistische Ambivalenz 
rt das liturgische Gerät zum seltenen. wenn nicht 
inmaligen Zeugen dieses Übergangsstils. 
an Raum erhält in der Ausstellung die Archäologie. 
seits stellt das urgeschichtliche lnstitut des Bun- 
enkmalamtes Wien durch G. Moßler erstmals sei- 
abungsergebnisse vom Jahre 1964 vor. wobei die 
tellung einer Siedlungskontinuitat auf dem Berg- 
au bis zur Keltenzeit als neu zu werten ist. Zum an- 
i lassen sich Stellen aus der Vrta Altmanni jetzt 
archäologisch belegen. Durch Jahrhunderte hin- 
durch haben sich in Göttweig Grabungs- und Zufallstun- 
de. besonders aus dem nahen römischen Mautern. an- 
gesammelt. Sie stellten bereits einen beachtlichen Be- 
stand in Bessels Kunst- und Wunderkammerdar. die Sa- 
lomon Kleiner 1744145 in zwei Stichen überliefert hat. 
Das 19. und 20. Jahrhundert hat Ergebnisse systemati- 
scher Grabungen unter Abt Adalbert Dungl und den Pa- 
tres Lambert Karner und Leopold Hacker erbracht. dar- 
unter die berühmte Bronzesitula von Kulfern (1286). die 
Leihgabem der prähistorischen Abteilung des Naturhi- 
storischen Museums Wien ist. Die römische Sammlung 
zeichnet sich durch einen geschlossenen Bestand an 
Terra sigillata und durch eine umfangreiche Öllamp- 
chensammlung aus. Alle diese Objekte sind zusammen 
11 
 
mit Kleinbronzen der ersten nachchristlichen Jah 
derte durch M. Stiglitz geordnet und bearbeitet wo 
Das Münzkabinett in der Bearbeitung von Prof. D 
bert Göbl. Wien. mußte sich bei dem Umfang au 
Auswahl beschränken." In über 280 Exponaten 
sie christliche Motive in der Münz- und Medaillenl 
den: Mundus christianus in nummis. Dieser behe 
christliche Zeichen und Symbole. Schrittworte un 
giöse Sinnsprüche. die hauptsächlich im protes 
schen Bereich anzutreffen sind. dann biblische S2 
und Gestalten, Heilige. kirchliche Hierarchie in Äi 
und Einrichtungen. kirchliches Bauwesen, christl 
Leben und Kirche und Staat. im Anschluß prase 
sich im zweiten Fürstenzimmer die wiederentd 
Plaketten- und Medaillensammlung in ihrer zahle 
ßig beachtlichen Bestandshöhe. Hier finden sich 
zegüsse und Bleirepliken von Peter Flötner d.J 
Nürnberg. Antonio Abondio und Andrea Riccio 
mythologische Sujet ist vorherrschend. Teilweise 
delt es sich um durchaus seltene Stücke von vor 
cher Qualität, die in keinem alten Inventar aufsche 
Die Plaketten dienten einst Silber- und Goldsc 
den als Vorlagen für diverse Treibarbeiten und v 
daneben auch begehrte Sammelstücke lür Rarlt 
kabinette. 
Nicht sonderlich umfangreich ist die Kleinskulpt 
sammlung im letzten Fürstenzimmer mit Jagdmc 
autdengelben Byß-Tapeten. Dalürbeinhaltetsiew 
ge Stücke in Elfenbein, wie einen Kruzlfixus um 17 
derArtBalthasarPermosers(725)odereinenGeiß: 
land als Hohlguß in Bronze aus der unmittelbarem 
folge Giambolognas (608). Einzelne Stücke. die a 
onhard Kern heranreichen. sind Holzstatuetten als 
demiearbeiten (601 - 602) nach antiken Vorlagen. 
Mariade Victoria(599) muß zum Auverra-Kreis in l. 
burg gezahlt werden, und der Göttweiger Büttenr 
um 1 520 in nachträglicher. signierter Silbermontie 
von 1609 (598) gehört zu den frühesten Stücken s 
Gattung. Weitere Beispiele sind hölzerne Spieltulp 
Ahorn und Palisander aus Berchtesgaden oder Hc 
kalemit100 hauchdünnen. punzierten lnnenschale 
in Flngerhutgröße (736). Zwei Wechsgemalde mi 
Taufe Jesu im Jordan und der Büßerin Magdalena
	        

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