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Volltext: Alte und Moderne Kunst XXVIII (1983 / Heft 190 und 191)

 
irück zu den Naturtarben bei Orient- 
ppichen: das DOBAG-Projekt 
ii dem sogenannten DOBAG-Projekt handelt es 
zh um einen langfristigen Plan zur Wiederein- 
irung von Naturtarben und alter, bereits ver- 
ssener Färbemethoden bei Dorfteppichen in 
atolien. 
sgangspunkt für dieses Projekt waren die Aus- 
irtungen chemischer Farbanalysen an alten 
kischen Teppichen und die Ergebnisse botani- 
her UntersuchungenAufdieserBasiswird nun 
t staatlicher Unterstützung der Bevölkerung 
l Ayvacik und im Yuntdagh wieder das Färben 
n Wolle mit Ptlanzenfarben gezeigt. Die inter- 
sierten Frauen kommen am Dorfplatz zusam- 
an, um wieder vneues Altes" zu lernen. 
e beiden Gebiete wurden gerade deshalb aus- 
wählt, weil durch die Abgeschlossenheit der 
ge die traditionelle Knüpfkunst bis heute unge- 
achen überlebt hat. Die Hauser und Moscheen 
aserGegendbergen wahre Schätze an Mustern 
d Motiven in ihren Teppichen und Flachweben. 
heber des DOBAG-Projekts ist Dr. Harald Böh- 
er, ein Teppichexperte, der viele Jahre an der 
utschen Schulein lstanbulChemieunterrichte- 
lm Zuge seiner Lehrtätigkeit betaßte er sich 
ch mit Farbanalysen. Dank seiner Initiativen 
irde dertürkische Dortteppich zu neuem Leben 
iveckt, dem im vorigen Jahrhundert zwei Ereig- 
lSG hart zugesetzt hatten: die Kommerzialisie- 
ig und die Verwendung von Anilintarben. 
irch das Angebot an grellen, unharmonischen 
rben verloren die Knüpterinnen ihr überliefer- 
xFarbgefühl. Diegute Knüptarbeitwurdedurch 
iaufdringlichen Farben entwertet und der Tep- 
:h seiner Ursprünglichkeit beraubt. 
r das renommierte Wiener Orientteppichhaus 
il Besim war es fast eine Selbstverständlich- 
t, sich tür dieses Projekt sofort zu begeistern. 
wdlich wird uns wieder die Möglichkeit gege- 
n, wirklich ursprüngliche Teppiche zu erwer- 
nrr, meint Ferdi Besim zum Thema DOBAG. 
ese neuen anatolischen Teppiche werden be- 
ts bei der diesjährigen Adil-Besim-Ausstellung 
Hübners Kursalon vom 11. bis 20. November 
zeigt. 
ihrend der Wiener Antiquitatenmesse zeigt das 
us Adil Besim natürlich wie immer Teppich- 
tiquitäten und Tapisserien von erlesener Qua- 
it. Unter den gezeigten Exponaten befinden 
h unter anderem ein anatolischer Uschak des 
.Jahrhunderts(Abb.oben), Maße18O x 140cm, 
Nie ein kaukasischer Baum-Kasak aus dem 
hen 19. Jahrhundert (Abb. s. S. 66). 
aceslp. rikonrad 
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WIENER 
WEQKäTATTE 
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Inhaber. 
Christa ZeHer 
A-4 O4 O Wien 4 
- Lobkowitzplorz 4 
ß äßß Tel 02224534446 
 
Kosien wexß, Messing, co 4904 
Schule Koiomon Moser 
Höhe 4,96 m e Breiie 4,43 m - Twefe 66 cm 
Wiener KunsT- und Anüquiföfenmesse 4983 
42.- 20. 4 4 . 4983, Zeremoniensool, STond 54 
Tel. 0222! 575574
	        

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