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Volltext: Alte und Moderne Kunst XXVIII (1983 / Heft 190 und 191)

 
 
 
 
 
Musik und die Neue Tiroler Zeilung gehören 
zusammen. Denn was lesen Konzerlfreunde 
zum Frühslück, Opernfans im Cafe, Musiker in 
der Probenpause und Schauspieler zwischen 
zwei Auflrillen? Die Kullurseile der N12. Sie 
spiegell Tirols Kullurleben in seiner ganzen Fülle 
und Vielfalligkeil wider. 
Und übrigens: Der Ton machl 
die Musik... 
Monalsabonnemenl nur S 85.- 
Beslellungen bei 
N12, 6020 Innsbruck 
Südliroler Platz 8 
Tel. 05222126864 
Hila 
ierdinand Hodler und das Schweizer 
Jnstpiakat 1890 -1920rr 
Jssteliung im Kunstgewerbemuseum 
er Stadt Zürich 
hweizer Plakate zählen nach wie vor zu den anspruchsvoll- 
en in Europa. Die Wurzeln zu seiner Plakatkunst legt diese 
nr interessante Ausstellung bloß. in einer gelungenen Kon- 
intation wird die Rolle Hodlers als Pionier in seinem Lande, in 
zug auf die künstlerische Alliche. offenbar. Und augen- 
neinlich tritt hierzutage, die Entwicklung des Gedankens. den 
denden Künstler auch lür diese ProduktederStraBezugewin- 
n. als Entwerter guter hochstehender Plakate. Nicht zuletzt 
ilte damit auch eine Brücke von der neueren Kunst um und 
ch 1900 zum Bürger geschlagen werden. Kunst und Werbe- 
sicht sehen anfangs das Plakat als Kunstwerk. - Hodler 
ieltegeradeindiesen Anfängen derSchweizerPlakatkunstei- 
entscheidende Rolle und vor seinen Plakaten sprach man 
stmals von einem nationalen Charakter der Schweizer Kunst 
erhaupt. deren Grundsätzlichkelten er ideal verkörperte. 
in verstand darunter Plakate mit klarer Gliederung und Tei- 
ig des Formats. satten. wohlausgewogenen. mitunter reinen 
rben und prägnanten Umrissen und Konturen. Hodlers legen- 
res Plakat lür die Wiener Secession. 1904. machte als erstes 
n ihm zum Druck bereitetes. mit lrguraier Darstellung Plakat- 
schichte. 
rdern sind Hodlers Erstlingsplakate rein typographisch, um 
emen wie Technik. Elektrizität, Wirtschaft, Tourismus u.ä. 
twürfe. meist unausgeiührt infolge zu hoher künstlerischer 
ienbeharrung des Künstlers? Die Forschung verliel bis hier- 
rohne Kenntnisse und verrät nichtsWie stark Hodlerum mu- 
zrgültige Losungen bemüht war, verraten seine unzähligen 
izzen und Entwürfe, Das Plakat warfür HodlervKunstlür den 
irgerr. für dessen Alltag. das Leben aul der Straße. Hodlers 
tliuß. das beweist die Ausstellung ganz deutlich. war groß. 
nn sowohl Kammüller, Bickel. Baumbergerübernahmen p. e. 
s Motiv von Hodlers iiKunstir. andere manches seiner Stil- 
imente, seine Auflassung der Landschaltsdarstellung und 
nstige Merkmale, die nur ihm eigen waren. Was am Rande 
lser Konfrontation last verborgen bleibt, ist die Problematik. 
rauch bei Hodieraultrat. nemlichdieeinerzu lauten Plakativi- 
in manchen seiner lreien künstlerischen Arbeiten. Auch Kolo 
xser bemerkte das, Künstler und Entwerler in einer Person, 
:er leststellte: u. . . in Hodlers Gemälden nach 1900( - 1910) 
i Plakatives genug: Es ist nicht von der Hand zu weisen. daß 
l schnellere Flächen- und Tageskunst des Plakats bei einer 
l 
  
Doppelkunstlerschalt inerseits zu einer merkberen Erschlaf- 
lung der Phantasie führt, andererseits eine Verdünnung und 
Durchsetzung des freien bildnerischen Schattens durch rekla- 
mebedingle Gesetzlichkeiten bewirkt. diese last ohne Zutun 
einfließen läßt. 
250 Exponate aus privater und öllentlicher Hand und aus eige- 
nem Bestand stellen hier das frühe Schweizer Plakat an der 
Schwelle zum 20. Jahrhundert. an und mit Hodler konlrontlert. 
gut zur Aussage. Das Historische Museum der Stadt Wien lei- 
stete mit einigen Secessionsplakaten gute Leihdienste. Ein 
reich ausgestatteter Katalog liegt aul lür diese Ausstellung, die 
in Zürich noch bis 22. Jänner 1984 lauft. Anschließend soll sie 
ab Februar 1984 in Wien gezeigt werden. I. nelopil 
Kaiserslautern - Pfalzgalerie 
Die Kunsthalle Bremen zeigte eine Auswahl von Gra 
Zeichnungen aus ihrer Sammlung um vEugene Delacroi 
bis 1863)r. Unter den 72 Werken die vollständigen lliustr 
zyklen des Künstlers zu wFaustu und nHamlet-t. 
Kassel - Staatliche Kunstsammlungen 
Aul Schloß Wilhelmshohe, in der Antikenabteilung. zei 
rrTierbilder aus vier Jahrtausenden i Antiken der San 
Mildenbergu, Am Beispiel dieser äußerst lebendigen San 
stehen die mannigfaltigen Tierarten der Antike und de 
vorderen Orients bis zum Niedergang des römischen V 
ches wieder aul. Der Schweizer Privatsammler, so g 
Dr. B. Schnackenburg bekannt, hat diese Sammlung vo 
den USA präsentiert, nun in der Bundesrepublik. Naci 
läuft siejetzt in Kassel. später in Köln. Hamburg, Münct 
Freiburg. 260 Exponate, ausschließlich Tierdarsteliung 
Kleinkunst. wie Statuetten, Mosaike, Verzierungen an Gr 
Stolle. Vasen und Schmuck. 
Gleichzeitig in den Kunstsammlungen in der Neuen Galt 
Ausstellung nNeue Zeichnungen aus dem Kunstrnusei 
seit. 
Paris - Musee d'Art modern de la Viile de Paris 
Nach einer wichtigen wGeorges-Ronaulitt-Ausstellung a 
Beständen des Museums wurden zwei weitere intere 
Ausstellungen eröffnet: wAutour de la Fdntaine Strawir 
NikideSaint-PhalleetJeanTinguelyrsowieiiHerbert List 
photographies: 1930 -1960ll. 
Philadelphia - Helen Drutt Gallery 
Diebekannte,SchmuckkünstiernstetsolleneGalerie.ze 
ne Ausstellung von Werken mehrerer Künstler. unter 
auch die Österreicherin Veronika Schwarzinger, nContei 
ry British and European Jewelryrr. Als Eihzelausstellur 
iiOheryiWardii-GrowthVariance,Arbeiten,die elnersicr 
grafischen Musikalriät unterliegen. 
1983 - kein vBesirn-lndexrr für Orientteppiche 
lnlolge Schwierigkeiten in den Hauptursprungsiänds 
Orientteppiche sind Weriprognosen derzeit unmdglichd 
nes Index erstellen die beiden Wiener Orienttepoiche: 
F. Besim und F. Langauer Marktanalysen im Anschluß 
kaufsreisen. Hauptursache dafür ist vor allem die Siiua 
iran wie auch in der Türkei. inflationäre Gegebenheiten 
blick aul internationale Währungen und deren Anpassu 
den eine extreme Verzerrung der Preissituation bewirk
	        

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