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Volltext: Alte und Moderne Kunst XXVIII (1983 / Heft 189)

IundTitelkupierderamweitestenverbreitetenzeitgenös- 
hen Lebensgeschichte des Prinzen Eugen in deutscher 
ache. Das von einem unbekannten Verfasser stammende 
'k umlaßte 6 Teile. die zu verschiedenen Zeiten (Teil V, 
S, Teil VI, 1739) erschienen sind 
spokal mit dem Fleiterbildnis Prinz Eugens, Vermutlich 
Christian Georg Schneider in Warmbrunn in Schlesien. 
5 - 1740 
SPOKBI (Abb. 2) mit der Darstellung eines türkischen 
ers 
spokal (Abb. 2)mitderScnlachtvon Belgrad. Die belager- 
tadt unddie kärnpfendenTruppen in kartographischerArt 
dergegeben 
kungen 1 - a 
llm Mrazek. Kunstgewerbe. in Glimschitz, Feuchtmüller. Mrazek. 
zk m Österreich. Forum-Verlag, Wien. ieez. s Auflage. s au 
rlosser. Das alte Glas, Braunschweig rasa, s. im - 170 
og der Prinz-Eugen-Ausslellung. Wien iesa. s. 137 e 211. 
ten produzierten Gefäße in einem neuen Glasstil, derdie 
barocken Stileigentümlichkeiten in einmaliger Weise 
realisieren konnte. Entgegen dem bisher gültigen vene- 
zianischen Brauch waren die Gefaßwandungen nicht 
mehr zart und dünn ausgeführt, sondern wurden stark 
und kantig gebildet, dasieerst, durch Schliffund Schnitt 
veredelt, ihre zeitgemäße Stilform erhalten sollten? 
Die bevorzugte Glasform war der Pokal mit und ohne 
Deckel. Seine Grundform bestand aus Fuß. Schaft 
(Stiel) und Kuppa mit und ohne Deckel, die sich mannig- 
fach dekorieren ließen. Die Kuppa. trichter- oder be- 
cherförmig, sowie der Deckel und die Fußscheibe lie- 
ßen sich durch Schliff und Schnitt zu Gebilden von 
unterschiedlicher Art veredeln. Mit Hilfe von Facetten, 
Klar- und Mattschnitt sowie von szenenreichen figura- 
lem und ornamentalem Dekor auf den Wendungen ent- 
standen jene zauberhaften Glasgebilde. die nicht nur 
das Herz des Sammlers und Liebhabers erfreuen, son- 
dern darüber hinaus dort. wo sie aktuelle Ereignisse 
oder lebende Persönlichkeiten wiedergeben, auch von 
höchstem historischen Interesse sind. 
Das, was in jenen Jahren alle bewegte und interessier- 
te, waren vorallem die Kriegsereignisse, die im Zusam- 
menhange mit der Auseinandersetzung des Hauses 
Habsburg mit dem osmanischen Reiche stattfanden? 
Hier aber waren es wenigerdieJubel- und Repräsenta- 
tionsporträts der Kaiser und fürstlichen Herren als viel- 
mehr die des Troupiers Prinz Eugen von Savoyen und 
dessen Siege. die das Interesse erregten. Als dann mit 
der Eroberung Belgrads 1717 und dem darauffolgr 
Frieden von Karlowitz im Jahre 1718 das Kriegs 
endgültig Prinz Eugen zufiel. fand das Flühmen de 
serlichen Feldherrn und seiner Heldentaten kein 
Mit der Niederlage des türkischen Entsatzheere 
Belgrad am 16. August 1717 und mit der Einnahrr 
ser fürdie Türken so wichtigen Festung am 22. A 
hatte er nicht nur in einem Zweifrontenkampf eir 
kes türkisches Entsatzheer in die Flucht geschl 
sondern auch mit der Kapitulation derTürken in d 
lagerten Stadt das Ende der Bedrohung aus dem i 
erreicht. 
Die Schlacht um Belgrad, über die Prinz Eugen in 
Botschaftnüchtern an den Kaiserberichtete, wurr 
gen der Nähe zum Mariahimmelfahrtstag bald d: 
als ein besonderes nWunderK propagiert, das de 
tergottes Maria zu verdanken war, die ja schon i 
als liSchutzherrinu und ivGeneralissimaw der Hat 
ger betrachtet wurde. 
Alle Berichte und Nachrichten über diese entschr 
de Wendung des Krieges mitden Türken waren Sii 
einmaligen Bedeutung dieses Ereignisses bewu 
Jahre 1716 schon hatten die Siege des Prinze 
Papst veranlaßt. ihn vor aller Welt mit dem g 
Schwert und Hut auszuzeichnen. Der Papst beai 
tete damit ein Geschenk Prinz Eugens an ihn, de 
der Türkenbeute stammte. Das päpstliche Gesc 
eine seit dem Mittelalter von den Päpsten an verl 
Fürsten und Herrscher verliehene Auszeichnung
	        

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