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Volltext: Alte und Moderne Kunst XXVIII (1983 / Heft 189)

 
riserLeopbldl in Schernarchrtekturnrsche, auf den trium- 
rerenden Feldherrn Ludwig von Baden weisend. Fresko 
s der Schmalseite der Galerie 
wblem in einem Fensterzwickel an der Langseite der 
ilerie 
e Liebewird mit Rosen bekrönt. Fresko im Mittelmedsillon 
s Saales der Liebe in der vNeuen Prälaturu 
:21 : Emblemkartuschen an den Gewölbsbcgenfeldern im 
al der Liebe in der i-Neuen Prälatur: 
der Minerva. nLabor cmnia vincitu, die Arbeit besiegt al- 
les, zeigt einen aufTrophäen stehenden Feldherren mit 
Uhr und Palmzweig. Den Emblematazyklus schließt die 
Darstellung der Fortuna ab mit dem Lemma nnulli prae- 
statveloxfortunafidemri,dasGlückerweistniemandem 
schnell Treue. Somit sind alle Emblemata auf den Tri- 
umph des siegreichen Feldherrn abgestimmt und dem 
entsprechen auch die blau mcnochrom gemalten Putti 
in Medaillons über den Fenstern, die verschiedenste 
Rüstungen, Waffen und Kriegsgerät tragen. Unter den 
Fenstern sind Medaillons. wiederum blau monochrom, 
mit nfremdländischenv Landschaften angebracht. 
All die geschilderten Szenen sind eingebunden in 
Scheinarchitekturen und eine farblich reich nuancierte 
Ornamentik aus Lorbeerschnüren, Akanthusblattern, 
Rdsengirlanden und grotesken Blattgesichtern. Der 
dritte bedeutende Raum der Ausstattung des späten 
17. Jahrhunderts ist der "Saal der Lieben in dem von 
Hans Hochhaltinger errichteten und von Jakob Schlag 
stuckierten "neuen: Prälatentrakt. Im Mittelmedaillon 
throntdie von Putten bekrönte Personifikation der Liebe 
mit der Subskriptio namor coronatur amorerr, die Liebe 
wird durch die Liebe bekrönt. Die Krone. die Caritas 
abererhält, ist ein Kranz aus Rosen, den Rosen ausdem 
Wappen des Stiftes Altenburg (Abb. 17). Dem regieren- 
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den Abt des Stiftes, Raimund Regondi, dienen die hier 
angebrachten Bilder zu seinem persönlichen Triumph, 
wenngleich benediktinische. stets gültige Lehrvorstel- 
lung mit einbezogen werden muß. Sternförmig gehen 
die Darstellungen von der Mitte, der Caritas, aus. Das 
Emblem nach der Kirche zugewandt, steht unter dem 
Lemma nurit nun ccmburit amorx, die Liebe brennt. ver- 
brenntabernicht, übereiner Darstellung von zwei einen 
Brennspiegel tragenden Putti, für dessen Strahl ein 
dritter Putto, einen Baum und einen Rosenstrauch aus- 
einanderhaltend, Raum schafft (Abb. 18). Dem gegen- 
über steht das Lemma mectit amoremu, die Liebe fügt 
zusammen, mit drei einen Ring tragenden Putten. den 
sie mit Rosen bestecken (Abb. 19). Die beiden letzten 
Felder stehen unter der Devise vnon onerantur amoreit, 
sie werden durch die Liebe nicht beschwert, und zeigen 
drei eine lnful tragende Putten (Abb. 20) sowie nfulcitur 
amorea, durch die Liebe wird er strahlend, mit einem 
von drei Putten mit Rosen bekränztem Pedum (Abb. 21 ). 
Damit hat Abt Raimund Regondi in dem von ihm unmit- 
telbarnach 1700mit Fresken ausgestatteten Raum sein 
Programm niedergelegt, um in repräsentativer Weise 
seine Herrschaftsvorstellung darzulegen und den 
Glanz benediktinischen Mönchstums wie auch den 
Splendor des Klosters Altenburg zu erhöhen? 
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