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Volltext: Alte und Moderne Kunst XXX (1985 / Heft 198 und 199)

xolomäus von Opstal. Entwurfiürden Franz-Xaver-Altar, 
;422 x 241 mrn, Papier, Feder in Schwarz. rötlich kolo- 
laviert, rechts unten: Maßstab m schwarzer Tusche, 
xurgerwerschuh, links. Blanmine, inschwarzerTusche: 
zwayseitlenbildersarnbtdenzwenobensizemen maren 
en von Undersperger märbl gemachtwerderm Collegsl 
v. S.J., Innsbruck. Nr. IX. 1 
wolomäus von Opstal, Entwur! eines Altaraufsatzes zum 
zrXaverrAltar gehörig, 1666; 182 x 210 mm. Papaer, 
rin Bister, Bieistiftvorzeichnung, laviert und rötbich und 
r kolorien. Collegsarchiv, S.J., Innsbruck, Nr. IX, 1 
whändige Unterschrift des Bartholomäus von Opstal, 
chnin aus dem im Anhang angeruhrten Kontrakt. 
gsarchiv, S.J., Innsbruck. Nr. IX, 1 
 
 
tenkirche Innsbruck, lnnenansicht, linke südliche Sei- 
lpelle, Pirmin-Altar 
tenkirche Innsbruck, innenansicht, rechte nördliche 
nkapelle, Franz-Xaver-Altar 
tenkirche Innsbruck, lnnenansicht. rechte südliche Sei- 
ipelle, Marienaltar 
tungen 7 - 12 
el, L.: Salzburger Barockplastlk. Berlin 1932. s a9. 
da. s. 4a; Pretzel vermutet Venedig und Rum als Ausbildungs- 
in 
siehe: Asche, s: Balthasar Permoser Leben und Werk. Berlin 
Katalog der Ausstellun 'Tl'l0mBS Schwanlhaler. 163-: - 1707. 
f974I75.JakubGer0Id: KT,lX,221.X,71.77,l25.161165252. 
'a. 349. 
übernahm Weißenklrchner die Ausführung zweier Steirlskulptu- 
ir das Portal des Hofmarslalls (ÜKT, xlll, s. 135; Abb 212). 
leSkulpturen desVierzehn-NotheIfer-Allares irl Maria Plain, 167a 
- Prezel, ebenda, s. 19 ; die Dachurlgsengel des Huchaltares der 
drehe in Oberechirlg( KT, x. Fr .412). 
lll [nach Signatur, m, 9." xOpstaln ,Barth0lbma, Bildhauer in salz- 
geb. um 1631. gest. Saizburg. 7. s. 1694. 
e auf Grund eines Ausschreibens 1662 zur Errichtung des Hoch- 
:der Stiftskirche irl Berchtesgaden aus Rom berufen und ließ sich 
in Salzburg nieder. 
Thema-Becker, Bd xxv. s 55a 
rechts den Segmentgiebel mit ovaler Kartusche fast 
wörtlich wieder, was im ausgeführten Altar kombiniert 
wurde. Variationen betreffen weiters die Sockelgestal- 
tung. die Altarbildrahmung; beim Aufsatz die Giebel- 
form sowiedie Flächeneinteilungund den figuralen Auf- 
satzschmuck. Aus den zwei Varianten der rechten 
Blatthälfte wurden für den zur Ausführung gelangten 
Entwurf die Sockeigestaltung und der Engelskopf im 
Friss aus der rechten, die kannelierte korinthische Voll- 
saule aus der linken Altarhalfte verwendet. Die Seitenfi- 
guren sind nicht eindeutig zu identifizieren. 
Neben diesen Bildhauerzeichnungen Wolf Weißen- 
kirchners sind weitere Altarentwürfe zu einem Seitenal- 
tar eindeutig zu bestimmen. Es sind Entwürfe für den 
Franz-Xaver-Altar von Bartholomäus von Opstal, der 
ebenfalls dem Salzburger Künstlerkreis angehört." 
Die Blätter sind nicht bezeichnet, können aber mit 
Sicherheit Bartholomäus von Opstal zugeschrieben 
werden (Abb. 3 und 5). Der von Diözesanarchivar 
Dr. Winkler schon vor einigen Jahren gefundene Kon- 
trakt mit Bartholomäus von Opstal muß eindeutig mit 
den Entwurfzeichnungen aus demselben Archiv als 
zusammengehörig gesehenwerden.(DerKontraktwird 
im Anhang in extenso wiedergegeben.) Da der Kontrakt 
eine Maßangabe enthält, kann eine Beweisführung 
unschwer erfolgen. In dem ausführlichen Vertrag mit 
dem Bildhauer findet sich unter Punkt vier eine Maßan- 
gabe der Höhe des wnach ausweisung der visierungw 
auszuführenden Altares. Der Altar sollte 123 werkh- 
schuech hoch, lnsprugger mässerey-r sein; dies stimmt 
mit den Maßen der Zeichnung (angegebener Maßstab) 
genau überein. Opstal wurde für den Altar schließlich 
mit 1800 fl. bezahlt, was beweist. daß der Entwurf tat- 
sächlich zur Ausführung gelangt war. Bei der besagten 
Zeichnung handelt es sich um den ausgeführten Ent- 
wurf. Die Zuschreibung an Bartholomäus von Opstal 
kann daher geschehen. Mif Bezug auf den Vertrag ist 
das Blatt 1666 zu datieren, Qualitativ weicht die Zeich- 
nung ebenso wie die von derselben Hand stammenden 
Blätter 4 und 5 (Abb. 4 und 5) von denen Weißenkirch- 
ners ab. Opstal ist derber, wenigerfrei und leichthändig 
in derZeichnung. Im Figürlichen derAltaraufsätze wirkt 

	        

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