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Volltext: Alte und Moderne Kunst XXX (1985 / Heft 201 und 202)

Worigau bei Neumarkt am Wallersee. Filialkirche. Hans 
Valdburger, Marienkrönung, getaßtes Lindenholzrellel, um 
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erkungen 4 - 18 
lronicon wie Anm. 1. hier s. 443- 449: Conslmilem idem Abbas 
lemnitatem anno sequente1732 corpori b Cunradl Marlyris er Abba- 
nosui impendil, quos Passavrr in iusiam homlnis starurum Cnrrlposl- 
n, gemnis ac urlionrhus exornaturrudiel9Apr1l1sredux advenli, ipsa 
minica lI'l Abbaus translatrone lestiva honoraium, alque in summa 
clesiae clauslralis Altari reposttum. scrinioque deaurato lnclusum 
t, fesltvitale octoduanis vicrnarum Parochiarum Processronibus 
lemnitata. 
m Datum 1775; Otto Schmid, Beiträge zur Geschichte des ehemali- 
n Benedictiner-Stittes Mondsae in Oberösterreich, in: Stud u Miit d. 
nediktinerordens ...3.15a2und4,1aa3,rrrar4.1aßs.S.104:-Scngn 
r halbes Jahr nach dem Amtssntritte des Abtes Opportunus Dunkl 
11. 1773], am 9. Mai 1774 trat das Sun ein verheerender Brand .. 
lS Sun blieb erhalten, nur brannte die ganze Dachung weg... 
dolph Hinlerhuber, Morldsee und seine Umgebung, Wien 1969, hier 
9 
uard vOrl Sacken, Die Kirche der ehemaligen Benediktiner-Abtei 
mdseein: Ml1t.d.k kßentralßommissiom. .,NF5, 1875849138 
, hier S. 53. 
rinrich Decker, MeinradGuggenbichler, wian 1949. Kstalognummer 
auf S. B2. 
llried Llpp llTi Katalog der Ausstellung wDas Mondseeland - 
schichte und Kulturn : Ooerbsterreichlsche Landeseusslellung 
B1, hier Katalognurnmer K 1 aul S 467 - 4GB. 
ten des Landeskorrservators für Oberösterreich (damals Dr. Erwin 
iniSCrl), Ordnungsnummer Zl 778136, hier Zitat nach Aktenvermerk 
11 17. Februar 1937, im Bundesderikmalamt, Amt des Landeskonser- 
orsfürüberbsterreioh in Linz. - Ich darlauch an dleserStelle Herrri 
wdeskonservator Hofrat Dr. Wlblral für die Seirlerleit gewährte 
aubrliS zur Akteneinsicht herzlich danken. 
e Anm. 10, hier Zitat als Aktenvermerk vnm 17. Jänner 1938. 
ip wie Anm. 9. 
thar Pretzeti, Salzbnrger Barockplasttk. Berlin 1535, hier S. B. 
l. Anton Legner in' Katalog der Ausstellung lSpätgoltk in Salzburg - 
lslik und Kurlstgewerbec, Salzburg 1976. hier Nr 352 aul S. 164 bis 
5 mit aller älteren Lit. Kurt GSCriWintler, Naturwissenschaftliche 
tersuchungen am Jüngling vom Magdalensberg. In. Mitt blati der 
lseen Osierreichs. NF (H31), 198115 105- 108. 
diesem Problem Franz Wagner, Zur Tätigkeit Veii Eschays als Hot- 
ihauer des Salzburger Erzbischols Wcll Dietrich von Fialtenau. : 
a und moderne Kunst. 23, 1978. Heft 159, S. ii - i5 
a-Nortrud Kaiser. Der Skulptieite Altar der Fruhrenaissance in 
utschlarid. 2 Bde. FrankrtmlM 1978 
aodor Mutter, Deutsche Plastik der Renaissance DIS zum Dreiergish- 
an Krieg, Konigsleinrraunus 196a. s. 14 
red Schadlar m Ka1aldg der Ausste ung -WeIl im Umbruchu, Augs- 
'g 19ao, hier Bd. ll. s. 160. 
 
   
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hungszeit stammende Fassung im Gesichte vorhanden 
ist. Diese wird als Anhaltspunkt türdie neu herzustellen- 
den Flelschlassungen dienen. Von der unter der letzten 
Fassung vorhandenen Vergoldung der Gewänder kann 
nichts erhalten bleiben, weil die zuletzt angebrachte 
Bronzierung sich so test mit der darunter befindlichen 
Fassung verbunden hat, daß diese bei der Entfernung 
der letzten Fassung sich gleichfalls loslöstnm Das 
Ergebnis der wRestaurierungu von 1937 spiegelt sich in 
den Schlußworten der Vermerke des damaligen Lan- 
deskonservators, deren makellos iarockanische For- 
mulierung wahrscheinlich einen Fritz von Herzma- 
novsky-Orlando in hellste Freude versetzt hätte: "Nach 
der Fertigstellung wurde mir bekannt, daß der Alter zu 
neu wirke. Es muß nunmehr auf die natürliche Patinie- 
rung gewartet werden - daher ad Actalr" 
Auf der wschwarz-gotd dominiertenk und somit - wie 
noch zu zeigen sein wird - historisch falschen Neube- 
malung von 1937 mag vielleicht die Meinung beruhen, 
daß der Mondseer Hochaltar rwdie Auseinandersetzung 
renaissancezeitlicher Stiltendenzen . . . mit älteren Tra- 
ditionen zeigtrr". daB in ihm wdie Überlieferungen der 
deutschen Spätgotik sprechem". Nun ist für die Kenn- 
zeichnung der um 1800 einsetzenden und etwa mitdem 
Mondseer Hochaltar im wesentlichen abgeschlosse- 
nen Entstehung des frühbarocken Schnitzaltares im 
Gebiet zwischen Donau und Alpen kaum ein Begriff 
irretührenderalsderderTradition,alsderderÜberllete- 
rung. Die Tradition wie die Überlieferung zur Spätgotik 
hin war doch bereits spätestens dann gebrochen, als 
etwa der rJüngling vom Helenenbergerr, jene 1502 auf- 
gefundene antike Großbronze eines Epheben", seinen 
Einzug in die Residenz der Salzburger Erzbischüle hielt, 
als derSalzburger Bürgermeister und mit Venedig Han- 
del treibende Kaufmann Waginger seinen Vornamen 
Virgil in Vergil umwandelte, als dem nackten menschli- 
chen Körperdas besondere Interesse eines Meisters IP 
und seiner Zeitgenossen galt"; Ute Kaiser's hat die 
Unterschiede des skulptierten Altars der Frührenais- 
sance in Deutschland zum dem der Späten Gotik ein- 
deutig festgestellt und beschrieben. Der abermalige 
Unterschied, derdes frühbarocken Altares nördlich der 
Alpen zu diesen Renaissancealtaren, ist so betracht- 
lich. daß tatsächlich von einer i-Wiedergeburt des 
SchnitzaltaresWzu sprechen ist. SolcheWiedergebul-t 
hat aber nichts mit Tradition zu tun, sondern ist etwas 
ganz anderes. ist derbewußte Rückgriff auf Formen aus 
einerwguten alten ZeituvordenJahrenderReformation. 
was wohl aus Vorstellungen von einer eigenständigen, 
cisalpinen Gegenreformation resultiert." 
Historische Begriffe sind wie Münzen. die man durch 
die Hand gleiten läBt. ohne die Prägung genau zu 
betrachten. Hubert Jedln, der große Geschichtsschrei- 
ber des Tridentiner Konzils, hat in einer ebenso knappen 
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