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Volltext: Alte und Moderne Kunst XVIII (1973 / Heft 128)

fix g; __ schen Kunstsammlungen; die Verantwc 
' a. ' trägt deren Leiter Bruno Bushart, der nicf 
h  durch die Neuaufstellung dieser Sammli 
ä seine bedeutende Position unter den Mus 
fachleuten markiert hat. 
Neben den mit der Person des hl. Ulricf 
bundenen Zimelien werden etwa 250 in" 
tianal bedeutende Werke der Plastik in 
Holz und Elfenbein, der Goldschmiedekuns 
der Buchmalerei, ferner Textilien, Bronzer 
einige Gläser gezeigt. Eine Reihe von St 
kannte anlößlich der Ausstellung restauriert 
den, andere wurden erstmalig wissenschc 
bearbeitet oder der Besichtigung zugängli: 
macht. Wichtig erschien den Veranstalter 
Frage nach den Einflüssen der verschiet 
Kunstgattungen untereinander so wie die 
dem Sitz der Werkstätten. Da sind die alß 
nischen Fürstenhöfe der Frühzeit, da sini 
klösterlichen Zentren wie St. Gallen, die Rei 
au, Ellwangen, Hirsau, St. Blasien, Zwief 
Ottobeuren, Weingarten oder Salem, da 
die Bischofsstüdte Augsburg und Kanstai 
nennen. Der zu dokumentierende Zeitraum 
sich ungefähr mit den sieben Jahrhunderte- 
der Christianisierung der Alemannen bis 
Ende des schwäbisch-alemannischen Herzog 
im Jahre 1268. 
So kann der Besucher nicht nur drei der gi 
Prophetenfenster und die Branzeportale 
Augsburger Domes oder die sogenannten l 
scheiben des Konstanzer Münsters aus nöi 
Nähe bewundern. Aus den Tresaren der 
lichen und weltlichen Schatzkammern entst 
die alemannischen Prunkfibeln aus dem V 
linger Fürstinnengrab, die Vortragekreuze 
Zwiefalten und Villingen, die Reliquienbel 
aus Ellwangen, Gruol und Rheinau wie 
neben vielem anderen, die Fridolinskase 
Söckingen. Die Benediktinerabteikirche 
beuren entlieh den sogenannten Mantel 
hl. Alexander, den Toto, der erste Abt, de: 
dem Kämmerer des Bischofs von Vienne get 
war, von dort mit den Alexanderreliquien 
Ottobeuren gebracht hatte. Unter den 
malereien und Handschriften glänzen die 
Bände des sogenannten Stuttgarter Passion 
dem einzigen erhaltenen Werk der Mal- 
Schreibschule des Klosters Hirsau, oder c 
der Landesbibliothek van Fulda verw 
Weingartner Welfenchronik. Die Existenz 
berühmten Stauferbildes (Kaiser Friedrich 
barossa zwischen seinen Söhnen König He 
und Herzog Friedrich von Schwaben) in c 
Welfenhandschrift wird dadurch verstört 
daß Weingarten von Welf VI. H79 an Frie 
von Schwaben verkauft worden ist. Für Kt 
und Liebhaber ist ein besonderer „Leckerbi 
bereit: Ein Hauptwerk der Reichenauer 
malerei vom Ende des lO. Jahrhunderts, 
weltberühmte Evangeliar Kaiser Ottos lll. 
aus dem Bamberger Domschaiz stammt uni 
Bayerischen Staatsbibliothek gehört, kann 
Restaurierung und Faksimileeditian zerlegt 
allen seinen Illustrationen und dem gleich: 
entstandenen Einband präsentiert werden. l 
Handschrift enthält neben zwölf reichgeschr 
ten Kanontafeln das Bild des Kaisers und gi 
über das der huldigenden Länder, zu Ar 
eines ieden Evangeliums das Bild des Evz 
listen und 29 ganzseitige Bilder mit Darstt 
gen aus dem Leben Christi. Die Mitte des 
deren Einbanddeckels, eines Hauptwerks o 
scher Galdschmiedekunst, schmückt ein by: 
nisches Elfenbein mit der Darstellung des 
rientodes, wohl die feinste Arbeit der soger 
ten malerischen Gruppe, 
Die Anfänge dieser frühen Kunst in Schw 
.5. 
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