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Volltext: Alte und Moderne Kunst XVIII (1973 / Heft 128)

 
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Pfarrkirche Laxenburg, Prophet Jesaias, K0; 
J. B. Struub, Ftußgott-Personifikution 
Moldau, Kopf, um 1751, Augsburg, Stödt 
Kunstsammlungen 
Pfarrkirche Luxenburg. J. B. Straub, Jt 
Predigt in Ninive, Kanzelreliet 
Ehem. Stiftskirche Diessen a. Ammersee, P 
äaredigt dem Volk, Relief vom Kunzelkort 
738f39 
Benediktinerabtei Kirche Ettol, J. B. St 
Anbetung des Kindes, Kunzelretief, 1757-17! 
Pfarrkirche Laxenburg, Engelkrndergruppe 
Prophet Jeremias, Ausschnitt vom Kanzelkol 
Ehem. Stiftskirche Diessen a. Ammersse, 
Straub, Engelkindergruppe. Bekrönung de: 
bernakels auf dem Rosenkranzaltar, um 173' 
J. B. Straub, Ausschnitte v. e. Vasenentwur 
zwei sitzenden Putten, ca. 78x58 mm (Ge: 
größe 195 x 149 mm), Bleigrittel. München, 5 
liche Graphische Sammlung, lnv.-Nr. E 
(Halm-Maftei W87) 
J. B. Struub, Ausschnitt v. e. Vasenentwur 
stehenden Putten, ca. 78x59 mm [Gesamtg 
197x149 mm, Bleigriffel, München, Stau" 
Graphische ammlung, lnv.-Nr. 30.502 (t- 
Maftei W87) 
Altes Residenztheater München, J. B. Sti 
Puttengruppe mit Kurhut über der rei 
Proszeniumsloge, 1751-1753 
 
zrke nichts miteinander gemeinsam. Ein festes 
tum für die Entstehung der Laxenburger 
aub-Kanzel ist nicht überliefert. Ein Terminus 
sie ist jedoch dadurch gegeben, daß, wie 
'eits erwähnt, Kaiser Karl VI. die Schwarz- 
inierklosterkirche durch einen Besuch am "I2. 
tober 1732 beehrte. Diese Besichtigung setzt 
Sicherheit die zu diesem Zeitpunkt bereits 
[endete und damals sicher schon in Gebrauch 
iindliche Straub-Kanzel voraus. Es wäre ein 
Inder, wenn die Straubsche Kanzelinvention 
ht ihrerseits wieder weitergewirkt hätte. Tat- 
:hlich gibt es dafür Beweise. Bei der von 
em bisher unbekannten steirischen (?) Bild- 
1er geschaffenen, ebenfalls ganz vergoldeten 
nzel (1741) in der Wallfahrtskirche Maria 
iutz am Semmering (BH. Neunkirchen), NU.", 
ib. 9), gehen sowohl der Typus der dreifach 
erteilten Schalldeckelform wie das Motiv der 
auf befindlichen Darstellung einer Himmel- 
rt Mariä, umgeben von einem Strahlenkranz, 
ilken und Engelkindern, auf das in der Qua- 
t nicht im entferntesten erreichte Straubsche 
Werk zurück, das rund zehn Jahre früher ent- 
standen ist. Das gleiche gilt für eine über eine 
Generation später ausgeführte Schalldeckel- 
bekrönung in Gestalt einer Glorifikation des heili- 
gen Paulus. Diese Kanzel wurde um 1764 von 
dem Bruder unseres Bildhauers, Philipp Jakob 
Straub in Graz, für die Pfarrkirche Schmerzhafte 
Mutter Gottes in Ehrenhausen (BH. Leibnitz), 
Steiermark, ausgeführt". 
Mit dem in Laxenburg befindlichen Werk J. B. 
Straubs sind Entwürfe (bzw. Ausführungen) für 
Kanzeln zu vergleichen, die sein späterer Schü- 
ler in München, Franz Ignaz Günther (T725- 
1775), etwa eine Generation später schuf. Unter 
ihnen ist besonders der 1760 dotierte, ausge- 
zeichnete Entwurf für die Pfarr- und Wallfahrts- 
kirche Maria Himmelfahrt in München-Ramers- 
dorf hervorzuheben (Nürnberg, Germanisches 
Nationalmuseum, Hz. Nr. 3902". In der Art, 
wie hier der Evangelist Johannes, am Kanzel- 
korb sitzend, dargestellt ist und über ihm in 
einem „plastischen Bild" das von einem großen 
Strahlenkranz umgebene Apokalyptische Weib 
in einer Vision erscheint, ist zweifellos eir 
mittelbores Nachwirken von künstlerischer 
ventionen zu sehen, die auf seinen LehrerJo 
Baptist Straub zurückzuführen sind. 
Von der Laxenburger Kanzel aus ergibt 
eine Reihe höchst bemerkenswerter Beziehu 
zu Werken, die Straub nach seinem Aufen 
in Wien schuf. Tratz der abweichenden Zv 
bestimmung ist mit der Laxenburger Kanze 
um 1739 ausgeführte Kreuzaltartabernakel ll 
ehemaligen Stiftskirche in Diessen a. Ammi 
(Abb. 10) formal zu vergleichen. Man bea 
wie ähnlich dort und hier das Komposit 
prinzip ist, bei dem jeweils an die Seiten 
Gehäuses sitzende Gestalten als deutlich 
kierte plastische Akzente gesetzt werden 
wie jeweils als unterer Abschluß eine g 
Muschelkonsole gewählt ist, die an Dekori 
innern, wie sie bei gleichzeitigen Möbeln 
kommen. Im figürlichen Dekorationsprinzip 
mit übereinstimmend ist ein anderes X 
Straubs, das im höfischen Bereich behein 
ist. Es handelt sich dabei um den von
	        

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