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Volltext: Alte und Moderne Kunst XVIII (1973 / Heft 128)

GEORG PRACHNER 
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GALERIE IQUHN 
ANTIQUITATEN 
 
Seltene Münze des Pharnabazos - 
Neuerwerbung des 
Badischen Landesmuseums Karlsruhe 
Einem Bericht des Xenophon, der „Hellenica", 
zufolge bezahlte Pharnabazos, der persische 
Satrap, der mit Hilfe Mindarus, des spartanischen 
Admirals, die mysische Stadt Kyzikos 411 v. Chr. 
eroberte, seine Söldner mit einer am Orte der 
Eroberung selbst geprägten Münze. Diese 
„Pharnabazos-Münze" ist eines der seltensten 
Obiekte antiker Numismatik, trägt sie doch anstelle 
des bis dahin üblichen Götterkapfes das Porträt 
des Prägeherrn. Mit dieser glücklichen Neuer- 
werbung ist das Karlsruher Museum nicht nur im 
Besitz eines in der antiken Literatur erwähnten 
historischen Dokumentes, sondern kann seinen 
Besuchern eine antike Münze zeigen, die das erste 
menschliche Porträt trägt, eben das des Pharna- 
bazos mit der Kyrbasia. Auf der Rückseite trägt 
die Münze ein Schiffsvarderteil, das von einem 
Thunfisch und Delphinen umgeben ist (siehe Abb.). 
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Museum und lndustrial Design 
Knapp vor Redaktionsschluß kam uns die 
Ankündigung einer Tagung „Museum und lndustrial 
Design" (am 24. und 25. Mai 1973) im Zentralinstitut 
für Kunstgeschichte, München 2, Meiserstraße 10, 
auf den Tisch. 
Die Tagung, vom Deutschen Werkbund Bayern und 
dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte getragen, 
sollte mit der Erörterung der Frage „Wie verhält sich 
das Kunstgewerbemuseum gegenüber heutigen und 
künftigen qualifizierten Produktformen, die in 
Massen industriell hergestellt werden und letztlich 
legitime Nachfolger der ehemals handwerklich- 
kunsthandwerklichen Erzeugnisse sind?" eine eminent 
wichtige Grundsatzentscheidung bringen. 
International besteht ein Selbstverständnis, Werke 
der Plastik und Malerei oder Handzeichnungen 
und Graphik, auch wenn ihre Entstehung iüngsten 
Datums ist, dem Bestand von Museen zu integrieren 
und sich wissenschaftlich in der zuständigen 
Disziplin mit diesen Obiekten auseinanderzusetzen. 
Das gleiche gilt für die moderne Architektur, 
obwohl sich auf diesem Feld gewisse Entscheidungs- 
schwierigkeiten gegenüber dominant technisch 
ausgerichteten Bauwerken abzeichnen. 
Nach der Klasseneinteilung der bildenden Kunst 
zählen iedoch nicht nur die verzeichneten Sparten 
zu ihrem Bestand, sondern auch das sogenannte 
Kunstgewerbe. Dieses Gut stellt rein quantitativ den 
größten Teil der in Museen bewahrten Dinge 
überhaupt dar. Das Museum und in konsequenter 
Folge auch die Kunstgeschichte haben es iedoch 
bisher weitgehend verabsäumt, eine Entscheidung 
darüber zu fällen, wie mit den Obiekten verfahren 
werden soll, die das ehemalige Kunstgewerbe in 
unsere Zeit fortsetzen, gilt es doch zu tragen: 
Gibt es heute noch ein Kunstgewerbe in der 
vorgestellten, üblichen und bisher zumeist 
gesammelten Farm, der Form des Unikats nämlich? 
Ist nicht das Unikat weitgehend von der industriell 
hergestellten Froduktform abgelöst worden, 
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