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Volltext: Alte und Moderne Kunst XIV (1969 / Heft 106)

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xwwnmnn und Johann 
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zu unterhalten. Es handelte sich um lebens- 
große Wachsßguren mit Karikatutgesich- 
tern, die wahrscheinlich wie die Figuren in 
der Einsiedelei von dem Hofstatuarius 
Joseph Graf Deym von Stritetz (1750 bis 
1804) stammten". Das nächste Kabinett, 
im Anbau mit dem Festungsturm, war ein 
Ankleidezimmer. Hier bedienten Tiere, was 
Widemann folgendermaßen beschreibt: 
Pudel und Spitze, {um Aufwarten abgerielatel, 
und berühml wegen ihrer Fähzlgkeit {um appar- 
Iiren und rieb hndeln {u lauen, rleljen melarnar- 
plmxirt al: Haarkräurler mit Pnzlerznnnlel, 
Karnrn und Puelerrärkelzen da; der Kammer- 
diener, {um Bären truueriirl, trug! den Spiegel, 
und zwei Kamrnerrnädellen rnrluezz rieb gefallen 
laxxen, a1: denmrkjrle Aßen die Pußerl (I! 
lzallenl5. Über das Interieur selbst, das im 
Modell illusionistisch als Waldlandschaft 
gestaltet ist, fehlen Hinweise; Gaheis er- 
wähnt nur die kiinstliebe Glarerarbeil an den 
farbigen Fenstern, wo die zur Tailette ge- 
lzäizlgen Gegenstände sehr anziehend erbgebildel 
waren. Das dritte Seitengemach, unterhalb 
der „Ochsenmühlä, wird von Gaheis als 
Canfeet-Zimmer bezeichnet, War also eine 
Art Trinkstube, die nicht weiter ungewöhn- 
lich gewesen sein dürfte; hier zeigten die 
Fenster die Farben der verxebiedenen Wein- 
mrtenlb. Der vierte Nebenraum, unter dem 
großen Vogelbauer, enthielt die Küche. 
Dort saßen einige Teufel auf dem Herd 
und spielten Karten, während andere durch 
den Rauchfang ausfuhren 17. 
Aus der Küche gelangte man durch eine 
kleine Tür in den Turm, wo eine Spindel- 
stiegc mit buntbemalten StaHeln in das erste 
Stockwerk führte. Man kam zunächst in 
einen Salon, der kleiner als der darunter 
liegende, aber ebenfalls oval war und ein 
Musikzimmer vorstellte. An der Wand 
waren Titelblätter oder Stücke von be- 
rühmten Komponisten aufgeklebt. Van 
einigen rind ganze Hefte (um Umblällern an der 
Wand. Xogar die Xeuel und Tixelle bexlehen au: 
Blasilulrurelenten, und der Kronleurljler irl eine 
kleine Pauke, an weleber rundherum Wald- 
bärner die Leuebler uorrtellen. Die Quaxle 
bildet eine Saekpfefe. Hinter der Tbür lehnt 
ein Vielen, welcher {uzgleieb a]: Älutikalien- 
karren gebraucht nlerden kann. Sogar auf dem 
Fußboden liegen hexebriebene Natenblälter her- 
102113. Die Türe zur Linken führte in ein 
kleines Seitenzimmer, das ganz mit kunst- 
voller Stroharbeit austapeziert war. An 
Stelle des Lusters hing ein niedliches Stroh- 
körbchen von der Decke. Man betrat nun 
einen zweiten Salon, von gleicher Größe 
und Gestalt wie das Musikzimmer, der mit 
den kaxtbarxlen engliuben Kupferilienenw dicht 
bchingt war. Auf zler Anßenreile de: Häng- 
leuebler: Jind uerrebiedene Xtellungen einer Tän- 
gerin dzrgertelll. Ob e: Vrgano oder VeJtri: 
sey, konnten wir nirbl aurrnzrhen 20. Der vierte 
und letzte Raum, ein kleines, dem Stroh- 
zimmcr entsprechendes Seitengemach, stellte 
eine Bibliothek vor, um Wände und Boden 
rnil lmnderlerlei Brorelmrentileln und Brief- 
Jkiggen beinah]! sind, um ein Glnbn: al: Lurter, 
und die Tinlen- und Slreugzefnße zu Seueln 
dienen Z1. 
Aus der Bibliothek gelangte man durch das 
Musikzimmer wieder in den Turm. Gaheis 
berichtet: Eine leiebte, rehrnnle, nur für eine 
Permn geräumige, mit Guirlanden auf da; ge- 
rehmarkzßollxle gegierle Treppe führt auf den 
Dnebbaden. Die farbigen Fenxter an den Seiten 
werfen eine 10 magixehe Beleuihtung auf die anf- 
und nhrleigenden Permnen, daß man rieb de: 
Gedanken: an jaenbx Himmelxleiter nirht er- 
wehren kann. Gang ähernurhend ixt ex, in diexer
	        

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