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Volltext: Alte und Moderne Kunst XXV (1980 / Heft 172 und 173)

der Darstellung huldigender Barbaren oder u 
woriener Völker in der römischen Triumphalk 
entwickelt. Die verehrenden Untergebenen na 
sich in raschen großen Schritten, einem Zei 
der Ehrerbietung, dem zu Verehrenden und tr 
Kränze, meist in verhüllten Händen. Diese Kr 
sind golden, sie sind das naurum coronari 
das der unterworfene dem Kaiser nebst anc 
Kostbarkeiten zu bringen halte. 
Die frühchristlichen Bilder der Magierhuldil 
von den Sarkophagreliefs (Abb. 4) bis hin zu 
Mosaiken von S. Apollinare Nuovo in Flavf 
(Abb. 5) nehmen das Zeremoniell des nauruml 
nariumu auf und folgen alle den Darstellungel 
dem Galerius-Bogen in Thessalonike und der 
stantinssaule In Konstantinopel. Dort wird 
Kampf Roms gegen die Parther und deren r 
malige Besiegung festgehalten. Parther, als 
treter der östlichen Völker, huldigen dem 
dem Kaiser. Darum ist die Tracht der Magier 
sisch, sie tragen phrygische Mützen, ku 
schürzte Röcke, reichgeslickfe Beinkleider 
den Mantel, die Chlamys. Auf der nicht mel 
 
haltenen Konstantinssäule waren auch Kn 
mit goldgefüllten Schalen, die von einem P 
und einem Germanen vorwärts geschoben 
den, dargestellt. Diese Schalen tragen die M 
von San Apollinare Nuovo in Ravenna, die übe 
Paradleseswiese, isoliert vom Hauptgeschi 
in huldlgender Haltung schreiten. 
Im Perikopenbuch Heinrichs ll. (1007 oder 
(Abb. 6) tragen die Magier immer noch persi 
Hoftracht, nähern sich im zeremoniellen S4 
des waurum coronariumu - allerdings nicht 
eilend, sondern Im Kommen in tiefer Verer 
verharrend - mit goldgefilllten Schalen 
durch eine Seite getrennt, isoliert unter Ark 
thronenden Madonna. Sie lädt sie mit der Rec 
zum Kommen ein, währenddem das erwach 
Zuge tragende Kind in ihrem Schoß sie mi 
gensgeste erwartet. Die Kopfbedeckung der 
gier aber ist verändert. Sie tragen edelsteinve 
te Tiaren anstelle der phrygischen Mützen um 
len wohl iranische Könige sein. 
Mit Gaben gefüllte Schalen bringen die beide 
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