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Volltext: Alte und Moderne Kunst XXV (1980 / Heft 172 und 173)

 
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lt, weil sie angeblich schon überholt sind. 
erreichs für die Biennaleauswahl verantwortli- 
Kommissäre Werner Hofmann und Hans Hol- 
verstanden es abermals, auch taktisch richtig 
aondieren. Sie entschieden sich im ersten Bei- 
l für die Malerin, Zeichnerin und Filmemache- 
vlaria Lassnig, der sie in vergleichbarer Zusam- 
ifassung die freilich schwieriger zu präsentie- 
den Werke der Aktionistin sowie Fiim- und Vi- 
künstlerin Valie Export zur Seite stellten. 
erreichs Auswahl wurde so - gewollt oder un- 
rollt und ohne falschen emanzipatorischen Ap- 
I - auch zu einem unübersehbaren Hinweis 
die deutlich erstarkte und verbesserte Posi- 
der Frau innerhalb der Kunst des letzten Jahr- 
 
  
 
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zehnts. Ein vorbildlich gestalteter und getexteter 
Katalog ergänzte diesen Beitrag, der nachdrück- 
lich die außergewöhnliche malerische Potenz der 
Lassnig unterstrich und Valie Export die offizielle 
Chance gab, ihre vielfältigen künstlerischen Lei- 
stungen auch im Sinne der notwendigen histori- 
schen Chronologie zu belegen. 
Eine komplette Enttäuschung boten diesmal die 
Deutschen, die mit Anselm Kiefer und Georg Ba- 
selitz _zwei bombastisch aufbereitete Fehlbeset- 
zungen vornahmen. Die Malerei von Baselitz, über 
die man zwar streiten, der man aber zugleich ge- 
wisse orthodoxe Qualitäten nicht absprechen 
kann, wurde überhaupt nur in Abbildungen des 
Katalogs sichtbar. Dafür zeigte man als einziges 
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Baseiitz-Exponat eine vor kurzem geschnitzte 
bemalte Holzfigur, deren räumliche Exklusi 
die nicht vorhandene künstlerische wettmat 
sollte. Die meist großen Formate von Kiefer 
gleichfalls nichts anderes als der verkrampfte 
such einer Malerei, die mit seltsam vertrackte 
haltlichen und stilistisch-handwerklichen A 
hen ihr nDeutschtumu zu unterstreichen gede 
Wie schon so oft, bot diesmal auch Japan be 
Kenswerte Künstler auf. Hier hinterließ Koji 
kura mit seinen subtil-meditativen Stoffbil 
den entscheidenden Eindruck. Er verbindet h 
sches und malerisches Feingefühl mit Verst 
nis für das Material und die Größe der gewäi 
Dimension. Ein ungemein anschaulicher Bei 
der aufzeigt, daß Malerei gerade heute auch t 
Kraftakte und Gewolltheiten viel zu sagen verr 
Die USA konfrontierten mit einer großen Grup 
schau zum Thema der Zeichnung der letzten; 
Jahre. Sie konnte zwar kaum überraschen, b 
jedoch im vorliegenden Katalog ein wertvl 
Nachschlagwerk, das vom Institut für zeitgenl 
sche Kunst an der Universität von Pennsylv 
erarbeitet wurde. Die Auswahl war vielseitig 
enthielt neben Beispielen der Zeichenkunsl e 
Dennis Oppenheim, Christo, Joel Shapiro ode 
cas Samaras auch solche von Künstlern, die 
in Europa fast gar nicht oder überhaupt r 
kennt. 
Unter den spanischen Realisten schien Jose 
Pascual in seiner ätzenden Plakativitat der i 
essanteste. Juan Gomila entpuppte sich als 
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für sich einnehmender Maler, der rhythmiscl 
schwingt und farbig höchst reizvoll geWiSSl 
kenntnlsse des abstrakten Expressionismus 
lnformel mit solchen des amerikanischen Pa 
Paintings zu verbinden versteht. 
Jugoslawien zeigte Dokumentationen seiner 
en, von den Plastikern Dzamonja, Tihec und Z 
vic geschaffenen nationalen Monumente um 
gab sich somit der Chance einer unmittelb 
Kunstbegegnung des an Photos wohl kaum i 
essierten Publikums. Mit dem Fladierer i 
Stein, dem Landschaftsmaler Wilfrid Moser 
dem Eisenplastiker Oscar Wiggli erreichte 
Schweiz solides Mittelmaß. Sie wurde von 
land, das diesmal den Bildhauer und Land 
sten Nicholas Pope sowie den deutlich zur 
zeptuellen Photographie und photographisch- 
lusionismus neigenden Tim Head vorstellte, 
übertroffen. 
Sonderausstellungen über Frantisek Kupka 
die bis in die zwanziger Jahre reichende kl 
sche Moderne der Tschechoslowakei und 
1908 in Paris geborenen, heute in Rom lebei 
geheimnisumwitterten Maler Balthus runc 
das von den Länderbeiträgen gekennzeich 
hauptsächliche Geschehen ebenso eigenstä 
akzentuiert ab wie die Ausstellung der Gen 
Strindbergs oder die Dokumentation über di 
fahrungen und Ergebnisse neuer kunstpadai 
scher Versuche in Bordeaux.
	        

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