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Volltext: Alte und Moderne Kunst XXV (1980 / Heft 172 und 173)

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Erweiterungen in den apokryphen Schriften. 
In den Texten der Heiligen Schrift wird im N1 
Testament nur im Matthäusevangelium von 
Magiern berichtet: "Als nun Jesus geboren w 
Bethlehem im Lande Juda in den Tagen des 
nigs Herodes, da kamen Weise aus dem Moi 
lande nach Jerusalem und sagten: ,Wo ist 
neugeborene König der Juden? Denn wir h. 
seinen Stern im Aufgehen gesehen und sini 
kommen, ihm zu huldigen}  Dann schick 
(Herodes) sie nach Bethlehem  und siehe 
Stern, den sie im Aufgehen gesehen hatten 
vor ihnen her, bis er ankam und stehen blieb 
dem Ort, wo das Kind war. Als sie aber den 5 
erblickten, hatten sie eine überaus große Frc 
Sie traten in das Haus ein und schauten das 
mit seiner Mutter Maria, fielen nieder und ht 
ten ihm. Dann öffneten sie ihre Schätze 
brachten ihm Geschenke dar, Gold, Weihr 
und Myrrhe ...(( (Matth. 2, 1-2 und 9-11). 
den Zeitpunkt, wann die Fremden, deren Zar 
bekannt bleibt, Bethlehem erreichten, gibl 
Evangeliumsbericht keinerlei Auskunft. 
Unter den Prophezeiungen des Alten Testame 
ist vor allem die des lsaias 60, 1-6 auf der 
such der Magier bezogen: "Der Herr der Her 
keit strahlt über dir. I Denn siehe, bedecket 
Dunkel die Erde l Und hüllet die Finsternis ei 
Völker, I Über dir strahlet doch Gott  l Be 
nem Licht wandeln die Völker, I die Könige 
Glanz, den du ausstrahlst  I deine Söhne t 
man von ferne  l Eine Flut von Kamelen bet 
dich, l Die Erstlinge Madians und Ephas. I V0 
ba auch kommen sie alle I Und bringen dir 
und Weihrauchß 
Weiters Psalm 72, 9- 10: "Die Bewohner der 
ste sinken nieder vor ihm, I seine Gegner kü 
den Staub. Könige von Tarschisch und von de 
seln bringen Geschenke, I Könige von Saba 
Scheba kommen mit Gabenß Und schließlic 
in Hinblick auf den Stern die Prophetie Biiean 
4. Buch Moses (Nm. 24, 17) "Ein Stern geht au 
Jakob ...tt von Bedeutung. 
ln den apokryphen Texten wird bei Pseudo-. 
bus die Anbetung der Magier sieben Tage 
Christi Menschwerdung in die Höhle der G1 
verlegt. (Ps Jac. 21), Matthäus läßt zwei Jahn 
der Geburt vergangen sein (Ps. Mt. 16). 
Auf Grund der alttestamentlichen Bezüge w: 
die Magier oder Weisen schon von dem ch 
chen römischen Schriftsteller Tertullian (un 
bis nach 220) den Königen gleichgesetzt. 
alexandrinische Kirchenvater Origines (18! 
254) legt ihre Zahl (Gn. hom. 14, 3), wohl in 
blick auf die Dreizahl der Geschenke, mit 
fest. Im 6. Jahrhundert wurden die Gaben sinr 
lich auf die Würden Christi bezogen. Dern l 
gebührt Gold, dem Gott der Weihrauch, die M 
dem Arzt, der durch seinen Tod und die Aufr 
_ - b Ü hung der Menschheit die Erlösung b 
V ( I _ v " Die Legendenbildung um die drei Könige s 
NRWÜUJUNIÖUNLVÜINMMMMMLWMxuNItWNtWtW während des 6. Jahrhunderts vor allem im ( 
._ - . ., - _  .-.  ein und da wieder besonders in Syrien. li 
"Schatzhöhleu wird erzählt, Adam habe be 
Vertreibung aus dem Paradies drei Gaben - 
Weihrauch und Myrrhe - erhalten und in 
Höhle verborgenß Ein Stern ist den drei Ma 
oder Königen zwei Jahre vor der Geburt Chri: 
schienen und in ihm ein junges Mädchen, d. 
nen Knaben getragen habe. Die Magier holte 
Gaben aus der Höhle, zu der ihnen der Steri 
Weg wies, um sie dem wahren Adam zu brii 
Sie reisten nach Bethlehem und beteten . 
 
 

	        

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