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Volltext: Alte und Moderne Kunst XXV (1980 / Heft 172 und 173)

atizen 
 
d Homburg - 2. Homburger Gespräche 
en Verlauf und Erfolg meldete uns Jutta Sahr vom 
sjührlgen "Hamburger GESPYÄCTW. Namhafte Wissen- 
aftier, Kunst- und Kulturhistoriker der Länder um die 
see versammelten sich neuerdings, um über Probleme 
Erhaltung des Bewußtseins der künstlerischen Kultur 
baltischen Völker zu diskutieren. Ein hoffnungsvoiles 
nühen, ähnlich dem weltpoiitisch bedeutsamen Ver- 
h, mittels Nord-Süd-Dialogs der gewohnten Umklam- 
'ung West-Ost zu entgehen. Was erreichen soll, daß 
voliig grundiose Negation des europäischen Nordens 
ngunsten des attraktiveren kunst- und kuiturgesättig- 
Südens ein Ende habe. 
ivator der "Homburger Gespräche-r die ttMartin-Cari- 
ilf-Bockler-Stiftungu. Diese privatinitiative Vereini- 
rg des Bad Homburger Ehepaares Dr. Erich und Lis- 
h Bbckler ehrt Wissenschaftler, die sich Verdienste 
die Erhaltung des künstlerischen Baitikums erworben 
ien. in teieriichem Akt verlieh OB Wolfgang Assmann 
1 dlesjährig ausgezeichneten Prof. Dr. Sten 
iinglStockhoim die Medaille wmare baiticumrr. Der 
ihrte, Jahrgang 1906, seit 1932 den Lehrstuhl für 
tstgeschichte in Dorpat innehabend, widmet sein Le- 
swerk der Kunst der baltischen Staaten. Prof. Sten 
iing erfüllt damit im Sinne der Leitlinien der i-Böckier- 
tung-t, die tatsächlich erwiesenen Abhängigkeiten 
schert den Kulturkreisen um das Mittelmeer, den At- 
:ik und die Ostsee zu erforschen, seine Aufgabe als 
tsenschaftier. 
'll'i - Rheinisches Landesmuseum 
Dienste der Fotografie (aus dem reichen Programm) 
ll Ausstellungen: uEisenstaedt: Deutschland - Foto- 
lien von Alfred Eisenstaedi 1928- 1935 und 1979180: 
rie wPorträtfotografien in vier Generationen - das Fo- 
leiier Schafgans in Bcnntr. 
sseidorf - Galerie Vömel 
ter Stoever, im vergangenen Herbst hier zu Gast, ist 
h Rainer Beck "Vertreter einer neuen Richtung in der 
genössischen Landschaftsmalerei-r. Seine Malweise 
errschen das bewußt Fragmenthafte, nicht ganz Ferti- 
ivie das lneinander- und Verarbeiten amorpher techni- 
er Materialien oder Substanzen, Leinen, Sand u. a. Der 
istier greift sichtbar Struktureiies, Substantlelles im 
at auf, erreicht gleichnishafte Abbilder der Natur mit 
.tnter kosmischen Bezügen. Seltsame t-Dynamik des 
iens-r vorn kleinsten Detail der Gruppe aus wirkend, er- 
stark verinneriichende i-Harmonien des absolut Ein- 
ientt, Stoever zieht im absickernden Boom der Ab- 
ktion eine deutliche Spur in die wiederzugewlnnenden 
itade t-erIes-barer- biidhafter Kunst. 
tiingen - Die Künstiergilde e.V. 
r der Neckarstadt meiden wir die Ausstellungen "Be- 
nungen. 30 Jahre in Bayernn, veranstaltet vom Lan- 
verband Bayern der Künstlergilde mit dem Adaibert- 
ter-Verein München und die Preistragerschau der 
istiergiide des Lovls-Corlnth-Preises für 1950 mit Alex- 
er Camaro, Johanna Obermüiier, Günther Thiersch. 
de Ausstellungen finden in Regensburg in der Ost- 
tschen Galerie statt. Die Lovis-Corinth-Preisträger 
steilen noch bis 4.1.1981 aus. 
nkfurt - Buchmesse 1980 
s nneue Lesart-r forderte hier die Werkstattpresse 
-nlHermann Gruber mit Buchobiekten. Sein internatio- 
es Buchprojekt wDerTeii und das Ganzen ist zweifellos 
kühner künstlerischer Husarenritt. 500 Weiipappete- 
in A4 warf Gruber wie Bumerange in das internationa- 
"ostnetz. Forderte seine künstlerischen Adressaten 
diese zu be- und überarbeiten. Alle machten mit. Gru- 
stelite als Ergebnis sage und schreibe 44 Bücher her 
hier vor. Man denke sich, pro Buch und Seite unikatlv. 
(l) Künstler Europas und aus Übersee aus nahezu 25 
dem. Versuchsbailon für Frankfurt war eine Piiotaus- 
iung in Amsterdam, brachte ersten Erfolg. in Frankfurt 
der Buchmesse war dieses Internationale Buchpre- 
, inmitten Grubers übrigen Werkstattpresseunikaten, 
stigen Buchobjekten, wie künstlerischen Büchern In 
ntormat, Krönung. Distanzierte er sich damit doch 
ernd von aller gängigen vorgelegten Buchkunst und 
re. Letzte Feile an Grubers Prciekt - kurios genug - 
zten Infolge öffentlicher Transportierung die Wege- 
Zeitspuren. Diese nveroriginalisiertentr ins zeitnah 
iirtelle. 
isruhe - Badisches Landesmuseum 
Deutscher Deelgnertag 1980 in Karlsruhe. im i-Badl- 
am erster Anlaß, sich mit Heinrich Loffelhardt (1901 
1979) zu beschäftigen. Eine großzügige Schenkung 
rit mit, um dem ehemaligen Koibeschüler und Design- 
"en Wilhelm Wagenfeids gerecht zu werden. Ergebnis: 
i erste umfassende Würdigung. Technische Brillanz, 
gnerlsche Konzentriertheit sind an iedwedem seiner 
Gegenstände abzulesen. Als ausgereifte künstlerische 
Persönlichkeit befähigt, größeren Unternehmungen wie 
den Porzeilanfabrlken Arztbarg und Schonwald, dem Je- 
naer Glaswerk Schott St GenJMainz wie auch den Farben- 
glaswerken Zwiesei vorzustehen. Hier in seinen eigentli- 
chen Aufgabenbereichen hat Löffelhardt weltweit ent- 
scheidend zur Durchsetzung moderner Formprinzipien 
mit beigetragen. 
Der Designerpionier am Beginn der 2. Hälfte des 20. Jahr- 
hunderts, zahlreich ausgezeichnet, bewies auf Triennaien 
in Mailand, Messen in Vicenza, Utrecht und Hannover sei- 
ne maßgebende Position. Loffelhardts höchste künstleri- 
sche Würdigung war 1969 der Bundespreis für wGute 
FÜYITIM. 
Kassel - Staatliche Kunstsammlung 
in der Neuen Galerie der Stadt Kassel sind seit 25. 10. 
1980 Zeichnungen und Dokumente von Ernst Ludwig 
Kirchner ausgestellt. Man sollte nicht versäumen, diesen 
heuer besonders geehrten Künstler des Expressionismus 
(noch bis 4. 1. 1981 möglich) Reverenz zu erweisen. 
Köln - Kunstgewerbemuseum 
Gleich Löffeihardt im "Badischena, im Overstolzenhaus 
der amerikanische Designer Charles Eames (1907 -197B) 
mit einer Exhibition. v 
Designer, Experimentator in Methoden zur Verformung 
von Sperrholz, gilt er, Eames, als der eigentliche Erfinder 
der Verbindung von Holz und Stahl. Womit er revolutionie- 
rend in die Möbelindustrie eingriff. Ein amerikanischer 
itThonett-r, wenn man will, denn drei seiner Stühle gelten 
als bedeutende Schöpfungen des 20. Jahrhunderts. Eben- 
so weltbekannt sein nLounge Chairtr für den Wiener Billy 
Wilder, den großen amerikanischen Regisseur. Eames 
realisierte vorwiegend mit seiner Frau Ray seine Vorha- 
ben in den Bereichen der Architektur, der Cineastik, der 
Aussteiiungsgestaltung, aber auch als Fotograf, Spiel- 
zeughersteller und Pädagoge. Professor Max Bill, Ielzte 
lebende, schon legendäre Bauhausgröße, erwies dem gro- 
ßen Kollegen mit einführenden Worten die Ehre. 
London - bei Richard Nathanson 
Präsentation nPierre Bonnardw (1867-1947) - The Com- 
piete Collectlon of Orte Hundred and Four Brush and Chi- 
nese ink Drawings vor Octave Mirbeau's 1908 Traveiogue 
nLE 628-E8rx. Diese Zeichnungen sind eingeschlossen In 
die hiesige Bonnard-Exhibition, die von Herbst 1980 bis 
Frühjahr 1981 läuft. Bonnard begleitete 1906 und 1907 
zeichnerisch sehr virtuos Mirabeau in einen kleinen Teil 
Frankreichs und weiter nach Belgien, Holland und 
Deutschland. Damit entstand eine Reihe brillanter illu- 
strationen des enthusiasmierten, Mirabeau zugeneigten 
Bonnard, die Übereinstimmung und harmonische Annä- 
herung zwischen Künstier und Dichter bestätigen. in der 
einfachen zeichnerischen Disziplin also frische Einsicht 
in den künstlerischen und menschlichen Genius Bonnard. 
Regensburg - Ostdeutsche Galerie 
Nachgetragen die Ausstellung des geborenen Dresdners 
Peter Schubert [Gemälde und Zeichnungen vorn Frühjahr 
dieses Jahres. 1929 geboren, übersiedelte Schubert nach 
der Absolvierung der Kunstakademie in Dresden nach 
Westdeutschland, studierte von 1950- 1952 in Stuttgart 
bei Prof. Willi Baumeister. Schubert, heute freischaffend 
in Berlin, hat bereits Aufnahme in das Archiv moderner 
Kunst in Nürnberg gefunden. Seine Malart, auf den ersten 
Eindruck hin verwirrend, zumindest scheint es so, ist a 
priori vorn Duktus des Unbestimmbaren getragen. Eine 
Einschau iaBt erkennen, daß das Werk, von doch bezwin- 
gender Homogenität, ihn zu den wenigen deutschen Ma- 
iern zählt, die in ihrer eigenen Maiweit leben und schaf- 
fen. 
St. Gallen - Erker-Galerie 
Einer der prominentesten österreichischen Künstler, Ne- 
stor der Internationalen Piastikszene, Karl Pranti, zeigte 
hier im Herbst seine "Steine 1978 -1980it, Kurt Lüthi und 
Eugen Gomringer schrieben Abhandlungen in seinem Ka- 
talog. Kristian Sotriffer sprach einführend zu den Werken 
des Künstlers. leopoid netopii 
1 Krone der goldenen Madonna aus der Sammlung bedeutender 
kunstschatze des Münster-Schatzes der Stadt Essen. Hier tagte 
heuer die Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst und Land- 
schaftspliege mit dem Thema wt-listorische Freiräume und Dank- 
malpflegeu 
Dieter Stoever, t-Calanngrannstt. AcryiILeinwand 
Aus der Werkstattpresse WlenlHermann Gruber. Katalog, innen- 
titel 
Heinrich Löffelhardt, Entwurf für ein Keichglas, 1966. Form 
t-EWOPM. mit Glpsmodeil und technischer Zeichnung 
Charles Eames, Kartensteckspiel r-House ol cards-r. Detail 
Karl Prantl in der Erker-Galerie, St. Gallen 
mvlamro
	        

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