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Volltext: Alte und Moderne Kunst XXIX (1984 / Heft 192 und 193)

auius van Vianen. Corpus Christi aus der Kreuzigungsgrup- 
e für Erzbischof Wolf Dietrich. Gold. in sechs einzelnen Tei- 
rn gegossen, Höhe 30 cm. Florenz. Sammlungen des Paiaz- 
J Pitti. lnv. Nr. 1545 I A. s. e. 
ans Karl. Buchdeckel für ein Missale. mit rrgroßernr Wap- 
en des Erzbischols Woii Dietrich. Silber. Email. Höhe 
B cm. Breite 29 cm. im Ledereinband des durch Piantin in 
niwerpen gedruckten Missales gnldgepreßtes Wappen 
Ioii Dietrichs und Jahreszahl 1598. Salzburg. Domkustodie 
ans Karl. gravierte Innenseite des Buchdeckeis aus Abbil- 
ung 14 
ierkungen 62 - 112 (Anm. 94A 1 12 s. Text S. 12) 
ossacher wie Anm 50. hier Kai. Nr. 122 auf S. 154 
tahi wie Anm. 49. hier S 365 
andesarchrvsaizburg. Hotkammerpretoknlie Nr. 337. unpaginiertun- 
er diesem Datum. 
iie Anm. S4. Hoikammerprotokoiie Nr 339.1. 101? g Zu Hans Karl 
Q1." John F. Hayward. Vinudeü GOldSmiIhS arld lhe Triumph D1 
iannerlsm. London 1976. S. 268- 169 u. passim. 
He Anm 21.1595l1596.1.117' 
He Anm. 54. hier Nr. 338.1 57 
He Anm. 21. 1595196. hieri 175 
He Anm. 1 1. hier ZA 219.1.B3' 
iagner wie Anm. 13 
iv. Nr. 83-87 l A. S. e. 
ossacher, wie Anm. 50. Kat Nr. 1267130 auf S 156 m 157. 
lie Anm. 1a. hier Trauungsbuch I. l. 4'. 
onsistorlaiarchivSalzburg. Konsistorialprotokolle1591 - 1595.1. 13. 
lle Anm 21,hier HS. Nr 38. 
andesarlzhiv Salzburg. Steuerbeschreibung 160a : Geh Arch. 
XVlll11. 1. 52. 
andesarcniv Salzburg. Steuerbeschreibung 1623 I Geh Arch. 
XVlll12. f. 8. 
lie Anm 1B. hier Trauungsbuch ll. 1. 221. 
lie Anm. 1B. hier Tauibuch l. l. 339. 1. 331 . 1. 358 und 1. 144' bzw. Taul- 
uch ll. 1. 224.1 3OG,1.163'und1.1B9'. 
lagner wte Anm. 1. hier S. 87 -88. 
iv. N1. 1623. ich dari auch an dieser Stetie dem Leiter der Fotnabtei- 
Ing des Kunsihisroriscrlen Museums, Herrn Dr. Georg Kugler. iur die 
beriassung des Farbdiapositivs und die zugehörige Publikations- 
riaubnis herzlich danken. 
rnst Kris. Meister und Meisterwerke der Stalnscllneldekunst Iri der 
alienischen Renaissance. Wien 1929. 2 Bde .Nachdruck1979.S 125 
nd Abb. 531. 
iuellen zur Geschichte der kaiserlichen Haussammlungen und der 
unstbestrebungen des allerdurchiauchtigsten Erzhauses, in Jahrb. 
.Allerh. Kaiserhauses. 11. 1893. ll. Teil. S. LXXVIII. 
ris wie Anm. B2 
ossaclier wie Anm 50. Nr 131 auf S. 157V 158. 
ossaclier wie Anm. 50. hier S. 148 7150. 
ranz Martin. Erzbischol WoliDietrich unddie Goldschmiedekunst. ini 
alzburger Museumsblaiter. 8. 1929. Heft 515. S. 1 - 7. 
lie diesbezügliche Celllni-Literatur bei Martin wie Anm. 8G. hier Ari- 
lerkungen 6 -8 aui S. t. 
Ialter Holzhausen, Deutsche Goidemaiiarbeiten um 1600i!!! PSIQZZO 
itti in Florenz. in: Pantheon. 1D. Bd.. 192115453 ri. 
lartin wie Anm. B6. 
ossacher wie Anm. 60, hier Kai. Nr. 60161 auf S. 69- 71. 
atlannes Grat Moy. W011 Dietrichs Goidgeschirr und die Gewerken 
an Gastein und Rauris, in: Mitt d Ges 1. Saizb. Landeskunde. 107. 
967. S. 225 - 234. 
ranz Pagilz. Unbekannte Quellen zum Niedergang des Goidbergbau- 
s iri Gasteiri und Rauris. in Mitt d Ges 1. Salm Landeskuride. 107. 
967. S. 235 - 251. 
icnard 1711110711. Studien zur Industrie-Archäologie lll: Die goldenen 
rinkschalen des Salzburger Fürsterzblschofs Woii-Dietrich von Flai- 
2nau.Wlen 1970 : Sitzungsberichte der PhilrHist. Klasse derÖster- 
eichischen Akademiederwissenschaiten. 266. Band. 3. Abhandlung. 
iV. Nr. 1545IA. s. e. 
urt Hussacher. Einegoldene Kreuzignngsgruppe des Paulus van Via- 
eniiirErzblschciwoli Dietrich von Flaitenau. iri: AnzeigerdesGerma- 
ischen Nationalmuseums Nürnberg. 1964. S. 71 -B2. 
ossacher wie Anm. 60. hier Kai. Nr. 62 auf S. 71'. 
Iie Anm. 1B. hier Tauibuch ll. t. 49. 
ossaciler wie Anm. 50. hier S. 17 -18. 
IieAnm.2i.hier H5. Nr. 37.1. B8. FemerSiirtsarchivSt. Peter. H5 
713 I Abieirechnungen 1589. 2'. 
Ile Anm. sa. hier Nr. 336. unpaginrert unter diesem Datum 
Iie Anm. 13. hier Tauibuch l. 1. 255. 
eilng wie Anm. 37. hier iii. Nr.1 . 
fle Arlm. 64. hier Nr. 337. unpag iert unter diesem Datum. 
rankenburgerwie Anm. 29. hierS. 334. 
andesarchiv Salzburg. nPirckmayerregestend 
eiing wie Anm. 37. hier lll. Nr. 735. 
fie Anm. 1a. hier Tauthuch li. i. 27a. 
teuerbeschreibunq 150a wie Anm. 7s. hier r. a. 
Iis Anm. 3a. hier Hs. Nr. 42. i. 2324. 
Iie Anm. es. hier Hs. Nr. 42. i. 274. 
Iagner wie Anm. 7. hier Melsterverzeichnis Nr. 1es. 
laupt wie Anm. 30. hier S. lll. 
 
 
lich auf andere Werkstätten hinweisen. deren Tätigkeit 
abzugrenzen noch nicht gelungen istr." 
Manche der Arbeiten derSaizburger Hoigoidschmiede 
aus dem ersten Jahrzehnt des 17. Jahrhunderts gehö- 
ren zu den Spitzenwerken der europäischen Gold- 
schmiedekunst und sind schon öiters behandelt wor- 
den. so daßdieAufzeigung derwesentlichen Meisterha- 
men hier genügen kann. 1598. also wohl zu Beginn sei- 
ner Saizburger Tätigkeit. schur Hans Karl die Rücken- 
und Deckelverkleidung eines Prachtmissaies für den 
Saizburger Dom. Das 1596 bei Plantin in Antwerpen ge- 
druckte Meßbuch ist in SchweinsiectermitGoldpragung 
gebunden und weist am Vorsatz das eingeprägte Datum 
1598 auf. Die 38 X 29 cm großen Siiberdeckei sind mit- 
tels eines durch vergoldete Rahmenieisten betonten 
Hochrechtecks gegliedert und werden mit teils figürli- 
chen Schweifwerkornamenten verziert. im hochovalen 
Mittelteil der Deckel ist in Gcldemail das von einem En- 
gei vorgewiesene (große) Wappen Erzbischols Wolf 
Dietrichs angebracht (Abb. 14). Rücken und Innen- 
deckei sind graviert: am vorderen Christus als Schmer- 
zensmann in Haibtigur. umgeben von Ornamenten und 
den Leidenswerkzeugen. am hinteren lnnendeckei die 
Halbligur Mariens in ähnlicher ornarrientaler Umrah- 
mung (Abb. 15). nAuf Grund der Qualität und der Über- 
elnstlmmung des Emaiidekors in Ornamentik. Technik 
und Farbwert mit dem Goldemailservice Woii Dietri 
im Palazzc Pitti. vor allem mit der Flasche aus die: 
Service. die 1602 von dem erzbischöfiichen Goidar 
ter Hans Karl signiert wurde, ist auch das Missale 
sern Meister zuzuschreibenß" 
Dieses Service, eine Flasche und vier Trinkschaie 
alles aus 18karatigem massivem Gold und mit Ema 
beithöchsterQuaiitätverziert. hat irnieauigehörLdL 
seineköstliche Existenzdasästhetischeund geschi 
liche Interesse in Anspruch zu nehmenrr". im 19. Ji 
hundert wurde es sogarCeilini zugeschrieben." We 
Holzhausen hatte dann 1928 aufgrund der Signatur 
Meisterrrage gelöst" und Franz Martin ein Jahr Spi 
jene Archivaiien veröffentlicht". die für Hans K 
Stellung am Salzburgsr Fürstenhof so aufschiußn 
sind. Selbstverständlich waren die Trinkschalen (Abi 
ebenso Mittelpunkt der Forschungen Rossachers 
der Saizburger Ausstellung von 19678", wo sie Joi 
nes Graf Moy" und Franz Pagitz" zu weiteren l 
schungen veranlaßten. Der daraus und aus den figi 
ien Darstellungen auf den Schalen resultierende 
sammenhang mit der Geschichte des Goidbergbau 
den Hohen Tauern. insbesondere in Gastein und in 
Rauris. erwies sich als wertvolle Indirekte Quelle füi 
chard Pittionis Studien zur nIndustrie-Archäoiogier 
hochalpinen Bereiches in Österreich."
	        
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