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Volltext: Alte und Moderne Kunst XX (1975 / Sonderheft Europäisches Denkmalschutzjahr 1975) (1975)

5 Krems - Haus Margarethenstraße 12. Zustand zu 
Beginn der Restaurierung und Revitalisatian, 1960 
6 Krems - Haus Margarethenstraße 12. Das restau- 
rierte und revitalisierte Gebäude, 1966 
7 Krems - Haus Obere Landstraße 5. Bürgerspital 
8 Krems - Haus Obere Landstraße 5. Das sanierte 
 
Bürgerspital mit der freigelegten gotischen Halle 
im Erdgeschoß 
9 Krems - Haus Schmiedgasse 3 nach der Revita- 
lisation 
10 Krems - Haus Schmiedgasse 3 vor der Restau- 
rierung 
1D 
 
der Bürgermeister ist, verfolgt den Zweck, die 
Bemühungen der Stadtgemeinde Krems um die 
Erneuerung der historischen Zentren von Krems 
und Stein zu unterstützen, sei es in ideeller 
Weise oder in materieller Hinsicht durch finan- 
zielle Zuwendungen oder durch den Erwerb von 
Liegenschaften. Der Verein hat in den letzten 
Jahren jene Grundlagenforschungen durchfüh- 
ren lassen, die für einen Erneuerungsplan von 
Krems und Stein notwendig sind, insbesondere 
wurde jedes Haus in einer Kartei nach bestimm- 
ten Kriterien beschrieben. 
Die Institution, der die praktische Durchfüh- 
rung der Sanierungen obliegt, ist die von mir 
schon erwähnte Gemeinnützige Siedlungs-AG 
(GEDESAG), in der die Interessen der Stadt 
durch einen Kapitalanteil von 66,67 Prozent ge- 
währt sind. Diese Gemeinnützige Siedlungs-AG 
hat mit der Sanierung der beiden Häuser Stei- 
ner Landstraße Nr. 66 und 68 sowie des Kom- 
plexes des ehemaligen Bürgerspitals, des bisher 
umfangreichsten Proiektes, Pionierarbeit in der 
Stadt geleistet. 
IV. 
Sanierte Baudenkmäler und 
Wohnungsbauten 
An einigen Beispielen sollen nunmehr die Aus- 
wirkungen der Maßnahmen, die die Stadt Krems 
ins Leben gerufen hat, dargelegt werden. Im 
Zusammenhang mit der Sanierung wird immer 
wieder der Begriff „Revitalisierung" gebraucht. 
Eine solche konnte bei den nachstehend ange- 
führten Wohnbauten aus dem 16. und 18. Jahr- 
hundert erreicht werden: 
1. Das Haus Steiner Landstraße Nr. 72 war vor 
seiner Sanierung in einem völlig desolaten Zu- 
stand, weshalb auf dem großen Areal nur mehr 
drei Personen wohnten. Nach der Sanierung 
1959 wurden dort 57 Bewohner untergebracht, 
darunter viele kinderreiche Familien. Das wich- 
tige Problem der Entkernung konnte gleichfalls 
gelöst werden, die verbaute Flüche von ursprüng- 
lich 1142 Quadratmetern wurde auf 674 Quadrat- 
meter reduziert. 
Die beiden Objekte Steiner Landstraße Nr. 66 
und 68 wurden unter Zuhilfenahme komplizierter 
bautechnischer Maßnahmen saniert. Lebten im 
Haus Nr. 66 vor der Sanierung sechs Bewohner 
in sechs Wohnungseinheiten, sind es nach der 
Revitalisierung 1971 20 Personen in acht Woh- 
nungseinheiten. Im Hause Steiner Landstraße 
Nr. 68 existierten vor dem Umbau fünf Woh- 
nungen, in denen elf Personen lebten, nach der 
Sanierung sind in acht Wohnungen 22 Personen 
untergebracht, das ergibt für beide Obiekte eine 
Steigerung der Bewahnerzahl um 147 Prozent 
bei gleichzeitiger Reduzierung der verbauten 
Flüche von 1140 auf 830 Quadratmeter. 
2. An zwei weiteren Objekten soll demonstriert 
werden, daß Sanierung auch wesentlich billiger 
als Neubauen sein kann. Der gewaltige Ge-
	        

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