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Volltext: Alte und Moderne Kunst XX (1975 / Sonderheft Europäisches Denkmalschutzjahr 1975) (1975)

 
der Grundlage einer Beschreibung in der 
burger Kunstzeitung vom 30. Oktober und 
Jovember 1772 ausführlich dargestellt. Für 
Deckenbild des Festsaales gibt es eine Ent- 
izeichnung im Grazer Jaanneum (lnv. 
227) und eine Ulskizze im Wiener Barock- 
uma. 
folgen der Fachliteratur mit einer Kurzbe- 
ibung der malerischen Ausstattung mytholo- 
-bukolischen Charakters. 
aal: 
e: 
ttelteil: Apollo veriagt die Finsternis: Der 
nnengott im Strahlenkranz auf einem Vier- 
spann, gegen die östliche Schmalseite zu 
flügelter Genius mit umgekehrter Fackel, 
gleitet von Fledermaus, Eule und Putten, 
ßt im Sturz das gestirnte Himmelvelum der 
iCl1l mit sich. 
en Rahmenzonen: die Freuden des Land- 
tens. 
che Breitseite: Vertumnus und Pomona. In 
r Mitte des Rckokoparks und vor einem 
irtenhäuschen Pomona mit dem Apfel in der 
nd, wendet sich der neben ihr sitzenden 
en (dem verkleideten Vertumnus) zu. Rechts 
Springbrunnen mit vier Mädchen mit Blüten, 
die auf die Blumenzucht hinweisen; links blu- 
mengeschmücktes Mädchen auf den Stufen 
eines Podestes. 
Südliche Lüngsseite: Musik und Jagd. Links der 
Berg Parnaß, davor Apollo mit der Lyra, 
umgeben von den singenden und musizieren- 
den Musen und Putten (Abb. 3); rechts Wald- 
szenerie, davor Zelt mit Diana und ihrem 
Gefolge beim Aufbruch zur Jagd (Abb. 4). 
Westliche Breitseite: Ackerbau unter der Herr- 
schaft der Ceres (Abb. 4). Die Göttin steht 
unter einem Palmenbaum und weist auf Früch- 
te, die ein neben ihr sitzendes Mädchen in 
einem Korb hält, während Ceres auf einen 
Drachenwagen blickt, mit dem ein Genius 
einen Getreidebund herbeiführt. lm Vorder- 
grund links bringt ein Satyr zwei unter einem 
Sonnenschirm sitzenden Nymphen Wurzeln, 
Rüben und Melonen (Abb. 5); vorne in der 
Mitte führt ein Mädchen eine von Putten" ge- 
zogene Egge, rechts davon säen Putten und 
ruhen sich zwei Erdgeister (Satyrn) mit Feld- 
werkzeugen von der Arbeit aus. In der rechten 
Ecke zwei Knaben bei einem Steinblock, der 
die Signatur des Künstlers zeigt. 
Nördliche Längsseite (Fenster zum Hof): Va 
und Fischfang. Von links nach rechts: l 
und zwei Knaben mit Vogelkäfigen; zwei F 
nerinnen auf einem Felsblock (Abb. 3); : 
Jägerinnen mit erlegter und erspähter Be 
unter dem Turm Frau einem Junker einen F 
onbietend; Fischer mit Kahn ziehen Netze 
Land. 
Wände: An den beiden Längsseiten in gei 
tem Rahmen acht tafelbildartige Dorstellur 
mit mythologischen Szenen: Luna und Ei 
mion; Herkules und Omphale; Pan und Syr 
Meleager und Atalante (Abb. 6]; Zephyr 
Aurora; Alpheus Arethusa; Leda und Jup 
Bacchus und Ariadne. 
Holbrundes Vorzimmer: Raub des Ganymec 
der Literatur' bekannt, iedoch nicht ider 
ziert, da die Malerei übertüncht ist. Der R: 
befindet sich südlich des Festsaoles, ZWlS( 
diesem und dem ehemaligen kleinen Sp( 
saal (ietzt als Seminarraum vorgesehen; 
Abb. 7). Einige Freilegungsproben ergaben 
Reste der Szene an der Decke und Archi 
turmalerei an der Wand. Anscheinend s 
fragmentiert. 

	        

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