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Volltext: Alte und Moderne Kunst XX (1975 / Sonderheft Europäisches Denkmalschutzjahr 1975) (1975)

dkersburg; Hauptplatz auasene, rassaaenaa- 
cklung nach Plänen von Studenten der Tech- 
chen Hochschule Graz (Lehrkanzel Prof. Schu- 
-r, Prof. Klose). 
dkersburg; Langgasse, Rathaus (Informations- 
wtruml, Eingang. 
dkersburg; Langgasse Nr. 32, Hausportal 1662. 
dkersburg; Langgasse Nr. 26, Hausportal 1792 
t Jugendstildekor. 
dkersburg; Hauptplatz Nr. 12, Wurmbrand- 
ies Haus; Einfahrt und Innenhof während der 
stourierung. 
Bliadkersburg; ehemaliges Palais Nadasdy, 
ute Hauptschule, vor und nach Aufstockung um 
l Geschoß. 
dkersburg; Wehrturm an der Kapuzinerbastei, 
ute Kindergarten. Sgraffitodekoration 1963 van 
zu Prof. D, Kerciku. 
dkersburg; Emmenstraße Nr. 9; ehemaliges 
ughous, heute Museum und Musikschule, Innen- 
f. 
rtor und das südliche Grazer Tor) geschleift. 
z nimmt die „Altstadt" von Radkersburg 
ein Zehntel der Flache des 195 ha umfas- 
zn Stadtgemeindegebietes ein. Von der mit 
Einwohnern angegebenen Gesamtbevölke- 
leben 60 Prozent in der Altstadt, woraus 
Dichte von 60 Einwohnern pro Hektar re- 
rt. Die Altstadt zählt 200 Höuser (ohne 
chaftgebäude, Lager, Nebengebäude), von 
1 30 den Rang von Baudenkmölern ein- 
en. (Stadtpfarrkirche, Frauenkirche Maria 
die profanierte Kapuzinerklosterkirche, Rat- 
Palais Herbersdorff, Wurmbrondhaus, Po- 
Nadasdy, Dechanthof, altes Pravianthaus, 
aliges Zeughaus, Schworzhaus, Freihof 
tall-Neuweinsberg, Laubenhöuser 2 und 4 
fauptplatz, altes Rathaus, Stammhaus der 
nberger, sogenannte Pistarkaserne, ehema- 
Artilleriekaserne am Hauptplatz, das Fuch- 
Langgasse 39 und 41, Emmenstraße 5 
7, ferner Langgasse 14, 17, 19, 21, 26, 53, 
itplatz 5, 7 und Murgasse 6.) Dazu kommen 
rauentor am Hauptplatz, die sechs (dereinst 
n) Basteien, die mittelalterliche Ringmauer 
ier Wehrtürmen, die Mariensöule auf dem 
ilplOtZ und die Florianisäule am Tobor. Dar- 
hinaus verdienen weitere 25 Obiekte Her- 
abung, 85 sind als bemerkenswert zu be- 
nen, 40 als Altbestand verzeichnet und nur 
inzliche Neubauten. 
)ichte des Altbestandes ist trotz erheblicher 
szerstörungen beachtlich. Sie bestimmt auch 
itmasphäre der Stadt, als deren Charakte- 
16 
ristikum die zwei- und dreigeschassigen, trauf- 
seitig zur Straße orientierten Höuser, die durch- 
gehende, in allen Rottönen variierende Ziegel- 
dochlandschaft, die reizvollen, vorwiegend nach 
dem großen Brand von 1790 geschaffenen Fas- 
sadengliederungen sowie die Gebäudeanord- 
nungen mit Vorderhaus, Arkadenhaf, Garten 
und Wirtschaftstrakt gelten können. Die Außen- 
silhouette mit den Akzenten des Rathausturmes 
und der drei Kirchtürme tritt dank des von der 
Verbauung freigehaltenen Grüngürtels beson- 
ders augenföllig in Erscheinung. 
1945 zählte die Stadt 467 Einwohner, nur vier 
Höuser blieben unversehrt. Aus dieser entmuti- 
genden Situation wuchs der Entschluß zum Wie- 
deraufbau, der schließlich in einer allgemeinen 
wirtschaftlichen Konsolidierung seine Belohnung 
fand. 
Neben den restauratorischen Wiederherstellun- 
gen an nahezu allen Bau- und Kunstwerken, 
neben der schon 1952 vom nochmaligen, um 
alle auch im folgenden aufgezählten Belange 
der Stadt hochverdienten Bürgermeister Alfred 
Merlini eingeleiteten generellen Fassaden- und 
Fürbelungsaktion, verdienen in diesem Zusam- 
menhang Maßnahmen erwähnt zu werden, die 
sich auf die Benutzbarkeit, Bewahnbarkeif, die 
„Attraktivität", auf das kommerzielle und kultu- 
relle Leben beziehen: 
So etwa der Bau der Wasserleitung, die Versor- 
gung van 60 Prozent der Wohnungen mit Bade- 
zimmern, die Kanalisierung und Staubfreima- 
chung der Straßen, die Verwendung des Palais 
 
Nadasdy als Hauptschule und Gymnasium, 
Unterbringung von Jugendherberge und Kim 
garten im Wehrturm der Kapuzinerbastei, 
vorzügliche Einrichtung des Museums und 
Musikschule im alten Zeughaus oder die Ad 
tierung der Althäuser zu Wohnzwecken, zul 
am Beispiel des gefährdet gewesenen WL 
brandhauses am Hauptplatz vorzüglich denr 
striert. 
Die Zukunft Radkerburgs liegt in seiner Posi 
als Einkaufsstadt, als Schulzentrum und dank 
ner Heilquelle als Kurort; die Gegenwart le 
daß sich diese Funktionen ahne Schaden 
den Wahrzeichen und Bauformen der Verg 
genheit verbinden lassen. 
Literatur 
D. Kellermann, Radkersburg als zentraler Ort. Unveröf 
lichte Dissertation, Univ. Graz 1969. 
e. Kodolitsch, Radkersburg, Kunstgeschichtlicher Stad 
rer, Graz 1974. 
i. Unser Autor: 
W. Hofrat Dr. Ulrich Ocherbauer 
Landeskanservator für Steiermark 
Dr. Georg Kodolitsch 
Bundesdenkmalamt 
Sporg 25 
B010 Graz 

	        

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