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Full text: Alte und Moderne Kunst IX (1964 / Heft 72)

 
 
 
MOHÄMED MOSTÄFA 
Die ijgjyblllrrli- ixlulzzixtslw Kunst 
Bei der Betrachtung islamischer Kunstobjekte bemerken vvir, daß 
ihnen allen ein ganz bestimmter, stark ausgeprägter Eigencharakter 
gemeinsam ist, eine Formensprache, die das Wesen der islamischen 
Kunst ausmacht und sie von allen anderen Kunstarten merkbar unter- 
scheidet. TTUIZKlCFYI beobachten ivir große Mannigfaltigkeit der in 
den YCrSChlCtlUHCn islamischen Ländern herrschenden Dekorationsstile, 
da jedes Land auf der Basis seiner eigenen künstlerischen Tradition 
seinen individuellen Stil entwickelt hat. 
Dieser stark ausgeprägte Eigencharakter der islamischen Kunst läßt 
sich vielleicht auf die ersten drei Jahrhunderte der islamischen Ära 
zurückverfolgen, also auf das 7., 8. und 9. Jahrhundert. Das ist die 
Zeitspanne, die xiir fiir die friihislamische Kunst ansetzen. In dieser 
Zeit fand, aus vielfältigen und verschiedensten Quellen schöpfend, das 
islamische Kunstvvnllen seine Formung und Gestaltung. 
Damals bestand ein großes islamisches Reich, das sich vom Indus 
und Transuxanien in Zentralasien bis zum Atlantik erstreckte. Sobald 
dieses Reich vun innen her gefestigt xvar, gaben die Araber ihr Nu- 
matlenlclweiw auf und wurden seßhaft. Die Umayyadenkhalifen (661 bis 
759 n. Chrli lebten in ihrer Hauptstadt Damaskus in Palästen, die an 
Pracht und Luxus denen ihrer Nachbarn, der byzantinischen Kaiser, 
ebenbürtig waren. Für den Bau und die Ausstattung ihrer Paläste 
holten sie Künstler und Kunsthandxverker aus allen Gegenden herbei 
und bestellten Luxusgegenstzintle von allen Orten, die für ihre Pro- 
duktion berühmt waren. 
Ebensu machten es die Äbbasidenkhalifen (75071258 n. Chr.), die 
das von ihnen gegründete Baghdad zur Hauptstadt machten und die 
Kunst in Mesopotamien in jeder Weise pflegten und förderten. Die 
Folge xvar eine Renaissance auf künstlerischem Gebiet im ersten Jahr- 
hundert ihrer Regierung, dessen überragende Persönlichkeit Haroun 
al-Rashid, der Zeitgenosse Karls des Großen, war. Baghdad, Kairo 
und Samarkand Wurden wichtige Zentren für Kunst und Wissen- 
schaft. 
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