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Volltext: Alte und Moderne Kunst IX (1964 / Heft 72)

IIUI. intensna. UHU Dciullg wenn 
sind geblieben. Aber es rückt 
die Blätter. Bilder und Pla: 
Jahre 1949 bis 1953 die nel 
mühungen seiner Bildnerei l 
sonderes Licht und geben d 
punkl. diese überblickender, 
ullgemeinsten Entwicklung h 
fassen. 
Der bildenden Kunst Öster 
dem Ende des zweiten Weltkr 
nur ungut verallgemeinern 
zielle Abseitigkeit vorgewo 
den. Was ihre durchaus 
Bestrebungen auf einen eng 
kungsraum beschränkt. sind 4 
eines letztlich doch wiederfrug 
Managements und die bish 
bliebene Kalalogisierung im 
Kulturbewußtsein. - Als r 
in Frankreich und in den US: 
verfahrende Tendenzen der 
stündlichen Gestaltung einse 
liefen diese auch dort vor: 
gründig. lm Auf und Ab 
reichischen Malerei noch 
gewisse Bestrebungen von sicl 
hellsichtig up to date; zu de 
die sich in diesem Zusamrner 
drängen. gehört auch Osw 
huber. von dem Arbeiten 
bisher nur in vereinzelten l 
sehen waren. 
OTTO BREICHA 
Der Maler Oswald Obe 
)berhuber beginnt in Innsbruck als 
tildhauer und schließt als solcher rasch 
u einer vehementen, wuchernd im- 
trovisierten Formung auf. Zugleich 
nit den Skulpturen und Reliefplatten 
iieser Zeit entstanden Tuschezeichnun- 
ien und sparsam aquarellierte Blätter. 
iie zum Minutiössten gehören. das in 
iieser Art damals geleistet wurde. Das 
Ierrinnen der Zeichnung am nassen 
'opier wurde scharf beobachtet und 
vesentlich verstärkt. komplexe Zentren 
iusgebildet und Formteilchen wie im 
tog eines Magnetfeldes aktiviert. Bei 
illedem ging es um das Abenteuer des 
Sestaltens; die vom gegenständlichen 
Aotiv enthemmten. impulsiven Einge- 
tungen der allmählichen Bildentste- 
lung, nicht ein gezielter Vorausentwurf 
ühren die Hand. - Nachdem Ober- 
iuber eine Weile lang Formstudien bei 
Nilli Baumeister in Stuttgart betrieben 
iatte. kam in seiner Arbeit das Pro- 
ilem der Farbe entscheidend dazu. Die 
)ynamik dieser Bilder ist heftiger. 
yestikulierter. Lackfarben werden in 
einer Art Propellerstil aufgetragen. Der 
iildnerische Vollzug ereignet sich ver- 
nittels wirbelnder Linien; Fäden durch- 
chlingen das Bild. die Malerei ist zu 
ainer neuen. vollgesponnenen Einheit- 
ichkeit gebracht. 
Die plastische Arbeit hat damals. 1955. 
wfgehört. 
lüßlich einer Ausstellung zeitgenössi- 
scher Kunst aus den USA ein wand- 
großes Bild Pollocks und andere (etwa 
Tobeys) in tachistischer oder gestischer 
Auffassung formulierte Malereien in der 
Wiener Secasion gezeigt. Dort traf 
Oberhuber zum ersten Male auf Ori- 
ginale in freimalerischer Ausführung. 
von deren Existenz er bis dahin nur 
vom Hörensagen wußte: und fand in 
diesen Bildern die meisten Absichten 
gültig realisiert. um die er seit 1949 
selbst bemüht war. Diese Erkenntnis. 
daß eine solchermaßen konsequent 
entformelte Bildwelt in ihren kon- 
stitutiven Möglichkeiten erschöpft sei, 
bewirkte in der Malerei Oberhubers 
eine Umkehr. damals. noch ehe die 
europäische und österreichische Kunst 
von einer Hochflut ungegenstdndlicher 
Bildnerei überschwemmt wurde. 
Damals entschloß sich Oberhuber in 
neuem Ansatz zu einer eigentümlich 
gefaßten. verpersönlichten Gegenständ- 
lichkeit. Er schloß sich dabei dem stren- 
gen Formendenken eines bestimmten 
Wiener Kreises um Fritz Watruba und 
seine Meisterschule an der Wiener 
Akademie an. 
Waren im Zusammenhang mit seinen 
plastischen Arbeiten schon weitaus 
früher Aktzeichnungen in hoher bild- 
nerischer Disziplin entstanden. so findet 
Oberhuber auch in seinen neuen, figür- 

	        

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