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Volltext: Alte und Moderne Kunst X (1965 / Heft 83)

ziner Uoppeltunktion als Hotmeister und 
nd führte er die Korrespondenz mit den 
nten und Informatoren, wählte die Ta- 
rrien aus, verhandelte und schloß die 
äufe ab. Ihm hat der Erzherzog auch den 
iten Teil seiner XYandteppiche vermacht. 
e jungen Männer - der Erzherzog war 
Zeit seiner Ankunft in Brüssel dreiund- 
Sig, Johann Adolf zweiunddreißig Jahre 
e fanden sich hier plötzlich in ein Zentrum 
1siver künstlerischer Tätigkeit versetzt. Die 
: Kunst des Barock stand im Zenith ihrer 
e. Die Herstellung von Gobelins wett- 
'te mit den übrigen Künsten, besonders 
die Gestaltungsprinzipien des Barock 
:h die Entwürfe (Kartons) der großen 
werpener Maler Rubens und Jordaens 
1 in der Bildwirkerei zur Anwendung 
ngten und mit Begeisterung aufgenommen 
den. Auf diese Weise erlebte die gegen 
le der Renaissance in Verfall geratene 
eugung von Wandteppichen einen groß- 
zen Aufschwung. 
neue Gouverneur von Flandern wurde 
nsichtlich sehr bald ein leidenschaftlicher 
runderer von Brüsseler Tapisserien. Am 
ie des Jahres 1647 ließ er sich von seinem 
ieralschatzmeister Juliano Dellano Velasco 
Verzeichnis jener Tapisserien vorlegen, die 
ials verkäuflich waren. Dieses Verzeichnis l 
eines der wichtigsten Dokumente für die 
tstellung der Ankäufe des Erzherzogs. 
ipold Wilhelm kaufte gleich die ersten fünf 
Verzeichnis angeführten Serien, und noch 
Laufe desselben Jahres hat sie Velasco 
ahlt. Vier von diesen Serien waren neu 
virkt, die fünfte war älter. Die Tapisserien 
ren gewiß zur Ausschmückung der Brüs- 
rr Residenz des neuen Gouverneurs be- 
nmt. Während viele von seinen späteren 
xerbungen noch zeit seines Lebens aus 
iem Besitz in unbekanntes Eigentum über? 
gen, erhielten sich jene fünf Serien vom 
ire 1647 bis ins 19. Jahrhundert und vier 
heute. Die Ankäufe wurden dann fort? 
etzt, und zwar nicht nur während des 
fcnthaltes des Erzherzogs in Brüssel, son- 
'n auch noch bis zu seinem letzten Lebens- 
r. Die genaue Anzahl aller gekauften 
pisserien läßt sich jedoch nicht feststellen. 
:s den Dnkumenten, die sich im Staats- 
'hiv in Wien und im Staatsarchiv in Krumlov 
ihmisch Krumau) erhalten haben, geht her- 
r, daß Johann Adolf Schwarzenberg unaufe 
rlich suchte, verhandelte und schrieb. Er 
ß sich über die Situation auf dem Tapis- 
ienmarkte in Frankreich, Holland und 
igland informieren. indem er ausführliche 
richte über berühmte Kartonmaler, über 
r Produktion verschiedener Werkstätten und 
er die Okkasionen verlangte, die sich in 
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