MAK

Full text: Das Kaiserlich Königliche Österreichische Museum und die Kunstgewerbeschule

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n das Innere des Gebäudes gelangt man durch 
das Vestibüle (a), in welchem zwei Tafeln an 
die Gründung des Museums und der Kunst 
gewerbeschule erinnern und von welchem aus 
Stufen zu dem durch eine Glaswand abgeschlos 
senen Säulenhof führen, während sich links der 
Aufgang zur Schulstiege (c) befindet. Vestibüle, Säulenhof und 
Hauptstiege bilden den Mittel- und Kernpunkt des ganzen Bauwerks, 
und wie sie in der äusseren Erscheinung desselben als dominiren- 
der Mittelbau hervortreten, sind sie auch durch architektonische 
Durchbildung und reichere Decorirung ausgezeichnet. 
Der quadratische Hof (d) geht durch alle drei Stockwerke 
des Mittelbaues und ist im Erdgeschoss wie im ersten Stock von 
Arkaden umgeben, welche durch Pfeiler aus Wöllerstorfer Sand 
stein und 3 2 Säulen, Monolithe von Mauthausener Granit, gebildet 
werden. Sein Licht erhält er durch ein doppeltes Glasdach, der 
Fussboden ist hier wie im Vestibüle in sogenanntem Asphaltsilico 
ausgeführt, die Wände sind mit Stucco lustro bekleidet. Benutzt 
wird dieser Hof zur Ausstellung grösserer plastischer Arbeiten. 
An den Hof reihen sich zu beiden Seiten acht Ausstellungs 
säle, und zwar, in der Längenachse enfilirt, rechts und links je 
ein Oberlichtsaal, um den sich drei Säle mit Seitenlicht gruppiren. 
Die Disposition der Räume ist somit im höchsten Grade über 
sichtlich. 
Von den Oberlichtsälen wird der linke mit Vlll bezeich- 
nete (e des Grundrisses) von ornamentalen Gypsabgüssen und 
kleiner Plastik in Gyps eingenommen; der Fries ist durch Medail 
lons von Prof. A. Eisenmenger geziert: an den Querseiten die 
Schönheit und die Wirklichkeit, die Poesie und die Wissenschaft, 
an den Längenseiten die Epochen der Kunst in Allegorien. Von 
der Galerie aus ragt in diesen Saal ein Balcon herein, welcher der 
Kanzel des Brunelleschi in der Badia zu Florenz nachgebildet ist. 
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