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Volltext: Ausstellung Österreichischer Hausindustrie und Volkskunst

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Erzeugnissen den naiven Kunstsinn des Volkes zu 
zeigen, sei es nun in der Verbesserung des Linien» 
Schwunges und der Form, sei es schließlich durch 
Anbringung von Kerbschnitt, Brand, Farbe und 
Metalleinlagen. Zwei Grundursachen waren für die 
Entwicklung der Krainer Hausindustrie und Volks» 
kunst in erster Linie maßgebend: der reiche Vorrat 
an geeignetem Rohmaterial (Gespinstfaser, Ton, 
Holz, Eisen) und die namentlich für den Durchzugs» 
verkehr günstige Lage des Landes, das einen leb» 
haften Handel mit dem Süden und Westen unter» 
hielt. Besonders wichtig waren die Beziehungen mit 
Italien; weite Kreise standen in fortwährender Be» 
rührung mit den kunstsinnigen und kauffähigen 
italienischen Nachbarn; bei ihnen gab es reichliche 
Anregung und dankbare Absatzgebiete. Wie überall, 
hat auch in Krain die moderne Zeit auf die Fort 
entwicklung der Hausindustrie und Volkskunst un» 
günstig eingewirkt. Zahlreiche Erzeugnisse, nament 
lich solche, welche in das Gebiet der Volkskunst 
fallen, wurden zurückgedrängt oder gar zum Ab» 
sterben gebracht, während andere von der gewerbs» 
mäßigen Produktion übernommen wurden. 
In der folgenden gedrängten Übersicht über die 
Krainer Hausindustrie und Volkskunst wird bei 
jeder Gruppe in Kürze auch auf die historische Ent» 
wicklung und auf den gegenwärtigen Stand hin» 
gewiesen. 
Der Tradition zufolge wurden die ersten Spitzen 
in Idria erzeugt, und zwar noch vor der Auffindung 
des Quecksilbers (im Jahre 1497). Etwa um das 
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