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nicht. Das unterster zerstörte Retieffeld dürfte dargestellt 
haben, wie der König schliefjlich selbst auf die Waage 
stieg. 
110 Oberer Abschlul; des Steinzauns. Oben ein Perl- und Eier 
stab, von dem Oiocken hängen. Unten Tiere zwischen Blu 
men: zwei Antilopen und ein Nashorn. Auf der anderen 
Seite betindet sich statt dieses Motivs ein Kalpavalli-Mu- 
ster, eine Lotosblume in Mäanderform. 
Die unterlebensgrol;en Frauenfiguren und miniaturhaften 
Szenen stellen den Höhepunkt der mittelindischen Plastik 
zur Kushana-Zeit dar. Mit der Front zum Besucher des 
Stupa stehen auf kauernden Zwergen vor den Pfeilern je 
eine Yakshi. Sie halten in der linken Hand einen gefloch 
tenen Kätig und auf der rechten Schulter einen Papagei 
(A), spielen mit Gewand und Schmuckstücken (B) oder 
tragen eine Blume (C). Darüber Büsten trinkender und sich 
liebkosender Paare. Auf der Rückseite dieser Pfosten, also 
zum Pfad um den Stupa gerichtet, waren Reliefs mit Ge 
schichten aus dem Vorleben des Buddha oder Legenden 
aus seinem Leben dargestellt; siehe Einzelbeschreibungen, 
111 Archifekfurfragmenf mit einer Frau, die mit einem 
— A, Foucher, Les representations de Jataka dans l'art boud- 
dhique, MEMOIRES CONVERNANT L'ASIE ORIENTALE 3, 1919. 
— A. Foucher, Les vies anterieures du Bouddha d'aprös les tex 
les et les monuments de ITnde. Paris 1955, S. 326, Abb. 45. 
Front: above, a row of bells hanging from a rope; below, a pro- 
cession ol animals, two antelopes and a rhinoceros, the inter- 
spaces between the animals are filied with floral molifs. Back: 
above, a similar row of bellsj below, a undulating lofus stem 
(Kalpavalli). 
L 154,9 cm, H 26,7 cm, T 21,6 cm. 
Slightly under life-size female figures and scenes in miniature are 
the high-lights ol Kushana sculpture. Facing the Stupa, in the 
forefront, Yakshis are sculptured, each on the back of a crouch- 
ing dwarf. One Yakshi holds a wicker bird-cage in the left hand 
and has a parrof perched on her right shoulder (A). Another 
holds up her robe with the hand resting on her hip (B). Another 
carries a flower (C). Above on sculptures of couples drinking 
and fondling. On the back of this pillar, Ihat is to say, towards 
the path around the Stupa, there used to be reliefs depicting 
Stories from the incarnations of the Bodhisaltva or legends from 
the Buddha's life (see also detaiied description). 
J. Anderson, Catalogue and handbook to the archaeological col- 
lections in the Indian Museum. Calcutta 1883, I, S. 186. — L. Bach 
hofer, Die frühindische Plastik. Leipzig 1929, Tafel 92—94. — 
J. Ph. Vogel, La sculpture de Mathura. Paris 1930, Tafel XIX. — 
K. Fischer, Vom Wesen der erotischen Kunst Indiens. Kunslwerk- 
Almanach, Baden-Baden 1956, Tafel S. 50. — K. Fischer, Schöp 
fungen indischer Kunst. Köln 1959, Tafel 79. 
Papagei spielt. 
Woman templing a parrof with a mango fruit. 
Gelber Sandstein, H 17 cm. Mathura, Provinz Uttar Pradesh, Ku 
shana, ca. 1. bis 3. Jahrhundert n. Chr. Archaeological Museum, 
Mathura. 1307. 
112 Architekturfragment mit Mutter und Kind unter dem Ashoka-Baum. 
Mother with child standing under Ashoka free. 
Roter Sandstein, H 32 cm. Mathura, Provinz Uttar Pradesh, Ku 
shana, ca. 1. bis 3. Jahrhundert n. Chr. Archaeological Museum, 
Mathura. F 16. 
A. K. Coomaraswamy, Geschichte der indischen und indonesi 
schen Kunst. Leipzig 1927, Tafel 81. — K. M. Munshi, Saga of In 
dian sculpture. Bombay 1957, Tafel 31 a.
	        

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