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Objekt: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe VIII (1873 / 93)

für den Cultus der mähr. Bruder druckend, bis fast 1620. 
Werke dieser Druckerei sind sehr selten. 
J. In Eibenschitz (Evanöice, in finsula Hortensi). 
Nr. 33. Blahoslav nov)" zäkon 12". vom Jahre 1564, äusserst selten. 
(Landesarchim) 
Nr. 34. Dasselbe Werk in 4". 1564, sehr selten. Der schönste Druck 
Mährens. Ein typographisches Prachtstück. (Stiftsbibliothek in Raigern.) 
Die letztgenannte Druckerei wurde 1578 nach Kralitz, im Besitze 
der Herren von Zerotin übertragen und blieb hier, ausschliesslich Werke 
Sämmtliche 
Doch pflegt man irrthümlich 
der Gtheiligen Bibel den Rang der grössten Seltenheit beizulegen, obzwar 
dieselbe in Vergleichung mit den andern Bibelausgaben häufig vorkommt. 
Als Repräsentanten etwa 50 hier gedruckter Werke mögen dienen: 
Nr. 35. Star)? i novj zäkon. 
K. Kralitz. 
Die ßtheilige Bruderbibel, fürstlich 
Dietrichst. Bibl. in Nikolsburg. 1579-93. 
Nr. 
Nr. 
Nr. 
Nr. 
Nr. 
Nr. 
Nr. 
36. 
37. 
38. 
39. 
40. 
41. 
42. 
Zaltär davida 8". 157g. (Landesarchim) 
Napomeuntl 1584. (Ebendaselbsh) 
Nauöeni wladencüm 1585. (Ebend) 
Plsnä duchovnt 1387. (Ebend.) 
Novi zäkon 1596. (NikolsburgJ 
Pisne duchovni. (Landesarchim) 
Biblf Novyi a starj zäkon 1613. (Raigerm) 
Die Anfänge der Industrie. 
Vortrag des Grafen Wurm brand, gehalten im Oesterr. Museum am 13. März 1873. 
(Schluss) 
Ausser diesen lndustrien, die bei sehr vielen Naturvölkern ange- 
trolTen wurden, bei denen die Beeinflussung durch ein früher entwickeltes 
Culturvolk nicht nachgewiesen werden kann, finden sich unzweifelhaft die 
Anfänge des Metallgusses als vereinzelte Versuche oft mitten unter den 
primären Werkzeugen der Steinzeit. Mehrfach wollte man deshalb diesen 
Pfahlbauern, welche man als arische Einwanderer zu betrachten vorgab, 
auch die Kunst der Legirung und des Gusses der Metalle zuschreiben und 
hielt die spätere Entwicklung der Bronzezeit, die uns geschichtlich be- 
kannten kriegerischen Kjmerer und Gallier für die Söhne der Pfahlbauer. 
Ich halte dies nicht für wahrscheinlich und glaube nicht, dass unsere 
Naturvölker diese grossen Schritte selbstständig gethan und in so kurzer 
Zeit aus friedlichen Naturvölkern zu Roms drohenden Nachbarn erstanden; 
und diese Zeit müsste eine kurze gewesen sein, da wir noch in Begleitung 
der SteinwaHen sehr vervollkommnete Bronzen finden, die wir 51? keltisch 
bezeichnen, ja selbst mit römischen Objecten Steinwatfen verkommen.
	        

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