MAK

Full text: Katalog der Ausstellung orientalischer Teppiche im K.K. Österr. Handels-Museum, 1891

CEXTRALASIATISCHE TEPPICHE. — KHIVA. und blauen Umränderungen derselben, Seidenfaden eingewebt. Bei einem ganz neuen Teppich wurde beobachtet, dass die weissen Dessinfelder in Baumwolle gewebt wurden. Der turk¬ menische Teppich gehört zu dem kurzhaarigen Typus. Nicht alle turkmenischen Teppiche haben eigene Bordüren, welche als solche bereits im Dessin gekennzeichnet sind; dagegen haben sie fast immer einen gewirkten ziegelrothen Fortsatz mit langen Fransen, der sie als Xomadenteppiche charak- terisirt. Der Preis der turkmenischen Teppiche, welche über Russland in den Handel kommen, ist in den letzten zwei Jahren fast auf das Doppelte seiner früheren Höhe gestiegen. Heute werden diese Teppiche, je nach Grösse, den Wiener Händlern mit 100—200 fl. bezahlt. Die mit eigenen Bordüren versehenen Stücke sind theurer als die ohne Bordüre. Xebem dem Plucheteppich wird von den Turkmenen auch ein kilimartiger, sehr derber, aber ausserordentlich widerstandsfähiger Teppich gewebt (Xr. 135), welcher aber in Centraiasien nicht Kilim, sondern Palas heisst. An die turkmenischen Teppiche lehnen sich im Muster die im Handel bald KHIVA, bald Afghanen genannten Teppiche an, welche gewöhnlich mit gröberer und langhaariger AVolle gewebt sind. Doch kommen auch sehr feine und dicht gewebte Teppiche vor, die sehr sorgfältig geschoren und in ihrer ziegelrothen Ge- sammtfärbung durch prächtigen Glanz sowie Geschmeidig¬ keit ausgezeichnet sind. Das Muster ist das regelmässige Polygon des Teke-leppichs, entweder achteckig oder in zahlreichen Winkeln gebrochen.

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