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Volltext: Beschreibender Katalog einer Sammlung von Spitzen und Kanten

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ordnet, sondern regellos ä la fantaisie angelegt. Die Musterungen 
sind durch gezahnte Verbindungsfäden (brides) zusammengesetzt; 
diente ehemals als Spitze eines rochette. Flandrisch, XVII. Jahrh. 
100. Aeusserst fein geklöppelte Spitze (pülow-made) mit einem 
zierlichen Phantasiemuster, dessen dichte undurchbrochene Dessins 
durch verzahnte Verbindungsläden zusammengefügt werden. 
101. Spitzenklöppelei (faxte au coussin) mit einem regelmässig 
retournirenden Muster, dessen äussere Rände durch Leiterchen 
abgegrenzt werden. Die dichteren Musterungen, nicht so fein wie 
die in der folgenden Spitze, werden mit starken Durchbrechungen 
zusammengesetzt. Flandrisch, XVI. Jahrh. 
102. Spitze, auf dem Kissen geklöppelt, (pilloiv-made) mit 
Phantasie-Musterungen. Die Verbindung des Musters durch zier 
lich gezahnte, Fäden (Indes). Spanisch-flandrisch, XVII. Jahrh. 
103. Klöppelarbeit aus den Klosterschulen wahrscheinlich von 
Brügge. Das reich durcharbeitete Muster, ä brides zusammenge 
setzt, in ähnlichen Dessins wie bei Nr. 100. XVII. Jahrh. 
104. Spitze auf dem Kissen geklöppelt (.pülow-made). Das zier 
liche Muster in kleinen Verästelungen und mit einem Blumen 
werk, wie es der italienischen Renaissance eigen ist, geht von 
einem Wurzelstock aus. Das in dichtem Leinenstoff gewirkte 
Dessin wird mit Leiterchen abgefasst und gegenseitig durch ein 
doppeltes Netzwerk (’reseau) in Verbindung gesetzt. Italienisch, 
Schluss des XVI. Jahrh, 
105. Spitzenmuster als Besatz einer Albe herrührend mit einem 
Renaissance-Muster, wie es bei den Klöpplerinnen der Renaissance 
im nördlichen Italien häufig vorkommt. Schluss des XVI. Jahrh. 
106. Interessanter Ueberrest einer geklöppelten Spitze fdentelle 
faite au coussin). Das kleine und regelmässig gewürfelte Muster 
erinnert an die genueser und venetianischen Muster der Re 
naissance. Genuesisch, XVI. Jahrh.
	        

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