MAK

Volltext: Ausstellung Gotik in Österreich

76 
nach der allgemeinen Formgesinnung wie nach dem Körpergefühl 
geradezu wesensverschieden, hat die auch zeitlich später anzusetzende 
Sebastians-Statue mit ihnen lediglich die hohe Qualität und die Boden 
ständigkeit gemein. Während sich aber der genannten Skulpturenfolge, 
deren eingehende Veröffentlichung der Bearbeiter des vorliegenden Kata- 
loges seit Jahren vorbereitet, immerhin unmittelbar zugehörige Einzel 
stücke, wie zum Beispiel der Herzogenburger Marientod gesellen, wäh 
rend ferner namentlich in Steiermark Vorläufer und Nachzügler ihrer 
Kunstweise ausfindig zu machen sind und schließlich auch die Ableitung 
bestimmter Stilelemente aus süddeutschen (bayrischen und fränkischen) 
Kunstkreisen nicht ohne Erfolg versucht werden kann, bleibt die 
Sebastiansfigur bis auf weiteres für sich allein. 
Literatur (mit Ausnahme der Erwähnungen in Handbüchern sowie in 
lokalhistorischen Arbeiten) : W. Suida, Östeneichische Kunstschätze, I, 
1919, H. 1, Nr. 3 (mit Abbildung). 
158, 159 und 160. CHRISTUS AM ÖLBERG, 
DER HEILIGE JAKOBUS UND DER HEILIGE 
JOHANNES 
Einzelfiguren einer Ölbergs-Gruppe; die Figur des dritten 
Jüngers fehlt. Buntglasierte Hafnerkeramik, ohne Formen 
freiplastisch gearbeitet. Die flache Rückwand zeigt mehrere 
neben- oder übereinanderliegende Hohlräume mit kreis 
runden Ausschnitten; die Hände sind in getrennten Stücken 
gefertigt, Höhe 100, bezw. je 71cm. Am Gewände Christi 
kleinere Fehlstellen; die Glasur ist hie und da abge 
sprungen. — Wien, Österreichisches Museum für Kunst 
und Industrie. 
Oberösterreichisch, 1500—1510. 
Vormals in der Kunstkammer des reg. Chorherrenstiftes St. Florian in 
Oberösterreich; stammt aus der dem Stifte gehörigen, im Jahre 1509 von 
Gregor von Starhemberg gegründeten Filialkirche zu Steinbuch (Pfarre 
St. Peter am Wimberg). Die Datierung muß unter allen Umständen 
mit den besonderen Voraussetzungen einer handwerksmäßigen Kunst-
	        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.