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Volltext: Ausstellung Gotik in Österreich

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wenn nicht von derselben Hand eine Bischofsbüste im Wiener Kunst 
historischen Museum (Nr. 162 des vorliegenden Kataloges), deren 
Zugehörigkeit bereits F. Kieslinger festgestellt hatte; ein Gegenstück 
hiezu bei Herrn Quittner in Wien. Eine weitere Vermehrung dieser 
durch die eigenartigen Kopftypen und den Faltenstil leicht kenntlichen 
innerösterreichischen Skulpturengruppe brachte eine Standfigur des 
hl. Rochus, die im Mai 1926 durch Glückselig, Wien, zur Ver 
steigerung kam (~ Nr. 193 des Auktionskataloges, wo —- offenbar 
nach den Forschungen von J. Graus — der Villacher Bildschnitzer 
Lukas Taußmann als Leiter der betreffenden Werkstatt in Vorschlag 
gebracht wird; nach mündlicher Mitteilung Wilhelm Suidas käme aus 
chronologischen Gründen eher der gleichfalls für das Benediktinerstift 
St. Lambrecht tätige Meister Heinrich von Villach in Frage). 
Literatur: Katalog der 339. Kunstauktion des Wiener Dorotheums, 
Sammlung Z.. März 1923 (Nr. 34 mit Abb. T. VI). 
162. EIN HEILIGER BISCHOF ' 
[Die bisherige Bezeichnung als hl. Augustinus entbehrt 
der Begründung] 
Wandbüste, innen ausgehöhlt. Holz, mit erheblichen Resten 
der alten Fassung. Höhe 55 cm. Die Nasenspitze er 
gänzt. — Wien, Kunsthistorisches Museum. 
Kärntner Meister um 1510. 
Die aus dem Gailtal stammende Skulptur befand sich früher in der 
Österreichischen Staatsgalerie; vgl. die Bemerkungen zu Nr. 161. 
Literatur: Mitteilungen aus der österreichischen Staatsgalerie, H. 4/5, 
Juni 1921, S. 10 (Nr. 47 mit Abbildung auf dem Titelblatt). 
163. MADONNA MIT DEM JESUSKINDE 
Freistatuette aus Lindenholz in alter Fassung. Höhe 
36 cm. Krems, Sammlung Kommerzialrat Josef Oser. 
Donauschule, zweites Jahrzehnt des XVI. Jahrhunderts. 
Das aus der Wachauer Gegend stammende Figürchen ist vermutlich 
eine einheimische Arbeit mit niederbayrischen Stilanklängen.
	        
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