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Volltext: Das österreichische Plakat Werbekunst-Ausstellung des Bundes österreichischer Gebrauchsgraphiker im Österreichischen Museum für Kunst und Industrie Wien I, Stubenring 5 August - September 1929

 
Rudolf Ribarz, Kanal in Overshie (Holland) 
Manchen Genuß verdankte er seiner körperlichen Kraft und Geschick- 
lichkeit. Er war als gewandter Eisläufer bekannt, er war ein kühner, wage- 
mutiger Schwimmer, benützte oft die Gelegenheit, daß holländische Seebäder 
in der Nähe seiner Studienplätze lagen, zu seinen Touren. Wenn die See 
recht hoch ging und zu großartigen malerischen Eindrücken Veranlassung 
gab, reizte es ihn, weit hinaus zu schwimmen und seine Kraft auszunützen. 
Trotzdem er sehr kurzsichtig war, gebrauchte er keine Vorsichtsmaßregeln. 
Als ihn einmal die Wogenkämme höher trugen als sonst, die Täler tiefer 
gefurcht waren, der prächtig beleuchtete Küstenstreifen in weiter Ferne 
glänzend schimmerte, bemerkte er zu seinem Schrecken plötzlich, daß dieser 
Lichtstreif pfeilschnell zu wandern schien. Er wußte nun, daß er in eine der 
gefährlichen Strömungen geraten war, die schon vielen den Untergang brach- 
ten. Als es ihm trotz aller Schwierigkeiten mit Aufwendung aller geistigen 
und physischen Kräfte gelungen war, die Küste endlich zu erreichen, hatte er 
am Strande vier Stunden zurückzuwandern, um das Badeetablissement (von 
Blankenberghe) zu erreichen, wo seine Kleidung zurückgeblieben war. 
Wer die Leiden und Entbehrungen des Landschaftsmalers kennt, die 
ihn beim Naturstudium erwarten, wird begreifen, wie wertvoll eine robuste 
Konstitution dem Künstler sein mußte. Leider blieb ihm diese nicht dauernd 
treu. Er hatte alsjüngling denKeirn einesLeidens empfangen, das ihn in reiferen 
Jahren schwer bedrängte und sein vorzeitiges Ende herbeiführen sollte. 
toll:
	        

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