MAK
I 
Allan Kaprow, 18 Happenings in 6 Parts, 1959. 
Besitz des Künstlers 
Zeichnung wurde von einer Japanerin in einem traditionellen 
Kimono zu einer ovalen Form entfaltet. 
Als er Japan 1967 verließ, zog Byars zuerst nach Los Ange 
les, wo er in der Eugenia Butler Gallery die weiße Version von 
Four in a Dress ausstellte, während er die schwarze Version 
gleichzeitig in der New Yorker Green Gallery präsentierte. Die 
ses Performancekostüm ist, wie der Titel sagt, ein für vier 
Personen bestimmtes Kleid von der Größe eines Zweimann 
zeltes. Byars’ performative Kleidungsstücke - unter anderem 
auch Hosen für drei und ein Kleid für hundert Personen - ste 
hen in Verbindung mit einer Tradition, zu der Lygia Clark, Pinot 
Gallizio, Milan Knizäk, Yayoi Kusama, Hello Oitlcica und viele 
andere gehören. 
Happenings 
Das erste Happening veranstaltete Allan Kaprow 1959 in der 
Reuben Gallery in New York. Obwohl Happenings von New 
Yorker Künstlern wie Kaprow, Jim Dine, Red Grooms, Claes 
Oldenburg und Robert Whitman eingeführt wurden, wurden 
sie bald von internationalen Künstlern übernommen. Ur 
sprünglich fanden Happenings in kleinen Räumlichkeiten mit 
beschränkter Zuschauerkapazität (oder im Freien) statt und 
waren Performances, die von traditionellen Theateraufführun 
gen abwichen. Auf konventionelle Erzählformen verzichtend, 
animierten sie meist die Zuschauer zur aktiven Teilnahme und 
waren durch starke visuelle Ausdrucksformen bestimmt. In der 
Tat unterstreicht die häufige Präsentation von Happenings in 
Kunstgalerien ihre Herkunft aus der Tradition moderner 
Malerei und Skulptur - insbesondere aus der Aktionsmalerei 
und Assemblage. Diese Traditionen wurden jedoch durch 
das Auftreten von Gage gefiltert. Der Einfluß, den er auf viele 
der Künstler ausübte, die über seine Vorlesungen zur Hap 
pening-Bewegung stießen, war enorm (Gage lehrte von 
Herbst 1956 bis zum Sommer 1960 experimentelle Kompo 
sition an der New School for Social Research in New York; zu 
seinen Schülern zählten George Brecht, Al Hansen, Dick Hig- 
gins, Allan Kaprow, Jackson Mac Low und La Monte Young). 
Kaprows Aufgeschlossenheit anderen Künstlern gegenüber, 
seine Eähigkeit, seine eigene Philosophie verbal zu formulie 
ren, und sein missionarischer Eifer für das Happening, rück 
ten ihn als Anwalt dieser neuen Kunstform ins Rampenlicht. 
Es ist insbesondere sein Verdienst, daß er sich und seine Mit 
streiter in eine Reihe mit Pollock, Gutai und den Assemblagi- 
sten stellte. Zur selben Zeit wie die zweite Generation des 
Abstrakten Expressionismus durchdachte der aufstrebende 
Maler Kaprow radikal das Medium der Malerei und lenkte es 
Allan Kaprow, Rearrangeabie Panels (Neu anordenbare 
Panele), 1957-59 
ü 
58
	        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.