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Volltext: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Mähren und Schlesien

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Wildzäune abznsperren, wodurch uwhl der augestrebte Zweck — die Verminderung der 
Wildschäden im Felde — theilweise erreicht, aber der landschaftliche Reiz des freien 
Bergwaldes entschieden gestört wurde. Nach den jüngsten Verhandlungen im mährischen 
Landtage wurde ein neues Jagdgesetz beschlossen, wornach das Hochwild als Wechsel 
wild nicht mehr dem Schutz des Schongesetzes unterstellt ist. Die Besitzer großer 
Hochwildreviere werden demnach gezwungen sein, zur Sicherung ihrer Wildbestände 
die Wildzäune allenthalben einzuführen. 
Jagdschloß „Neu-Waltcrsdors" im Bezirke Sternberg. 
In Mähren stehen die stärksten Hirsche in den Bergwäldern der Sudeten, und zwar 
in den Hochrevieren des fürstlich Johann Liechtenstein'schen Forstamts Lundenbnrg 
(Rabensburg), Hannsdorf, der gräflich Alfred Harrach'schen Domäne Janovitz und des 
Forstamtes Wiesenberg (Zöptau) der Barone Klein von Wisenberg, wo alljährlich bei 
den großen Jagden (im August), besonders aber beim Speeialabschnß in der Brunft 
kapitale Recken (bis zum Vierzehnender, in den Johann Liechtensteiwschen Leibgehegcn 
bis zum Achtzehncnder) die Strecke zieren. Im Durchschnitt gelangen in Mähren alljährlich 
800 Stück Hochwild (Hirsche. Thiere und Kälber) zum Abschuß. Die Parforce-Jagd 
wurde in Mähren bis zum Jahre 1888 auf dem k. und k. Gute Göding geübt, wurde
	        
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